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Category Archives: Wissen

Rezension von: Einfach richtig Geld verdienen mit den Grundlagen der Börse

413wzrzueyl-_sx350_bo1204203200_von Chris-Oliver Schickentanz

Der Finanzratgeber von Schickentanz beschäftigt sich mit den wichtigen Fragen der Börse, die für Laien im Anlagengeschäft von Bedeutung sind. Zuerst gibt er einen Überblick über die Wirtschaft, danach wird bespielhaft in Anleihen, Aktien und andere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe angelegt. Er zeigt häufige Fehler auf und wie man sein Investment strukturiert und disziplinert handelt.

Der Autor:
Chris-Oliver Schickentanz ist Chief Investment Officer (CIO) der Commerzbank AG, wo er mit seinem Team die internationalen Kapitalmärkte beobachtet, und daraus folgend Empfehlungen ausspricht. Zusätzlich schreibt er in regelmäßigen Abständen als Gastkolumnist für FOCUS Online.

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Was sind Accountability Bonds?

Euro sign under a magnifyingLandshut, 05.07.2016 – Vorgeschlagen hat diese neue Art der Staatsanleihe, der neue Ifo-Chef Clemens Fuest, um damit Ruhe in die Eurokrise zu bekommen.

Accountability Bonds (zu Deutsch Verantwortungsbonds) sollen es unmöglich machen, dass Länder (und somit deren Steuerzahler) für die Staatsverschuldung eines anderen Landes einstehen müssen.

Ausgegeben werden sollen sie in Form eines nachrangigen Darlehens, sobald sich ein Staat um mehr als 0,5 Prozent neu verschuldet. Überschreitet die Staatsverschuldungsquote 120 Prozent, entfallen Zinszahlungen und die Laufzeit wird automatisch verlängert. Sollte das Land das Rettungsprogramm ESM beanspruchen, entfallen die Anleihen gänzlich.

Gekauft werden sollen die neuen Bonds von Privatinvestoren, Versicherungen und Rentenkassen. Staaten oder die europäische Zentralbank könne die Anleihen nicht kaufen.

Kosten und Risiken einer Neuverschuldung blieben somit im Verursacherland.

Edmund Pelikan

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Finanzhistorie – Die Formel der Superreichen

©shutterstock.de

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Das sind sie, die fünf reichsten Menschen weltweit im Jahr 2016 (nach Vermögen in Milliarden US-Dollar):

Platz 1: Bill Gates (USA): 76,4
Platz 2: Armancio Ortega (Spanien): 73,2
Platz 3: Warren Buffet (USA): 66,2
Platz 4: Jeff Bezos (USA): 63,1
Platz 5: Mark Zuckerberg (USA): 51,2

Keine große Überraschung also, Bill Gates führt die Liste ja bereits seit Jahren an. In Deutschland hingegen gab es heuer einen Wechsel auf dem Thron des reichsten Deutschen!

Das US-Magazin „Forbes“ krönte Georg Schäffler zum reichsten Deutschen mit einem Vermögen von 26,9 Milliarden US-Dollar.

Doch einer stellt die Superreichen von heute in den Schatten: Jakob Fugger! Auf heutige Verhältnisse hochgerechnet betrug sein Vermögen rund 400 Milliarden US-Dollar. Was erlaubte es Jakob Fugger, innerhalb einer relativ kurzen Zeit so unermesslich reich zu werden? Gibt es eine Formel, die die Milliardäre verbindet?

Nun ja, es gibt zumindest einige Parallelen, die Jakob Fugger mit den heutigen Milliardären verbindet. Sie alle verbringen eine große Managementleistung und schaffen es, ihre Mitarbeiter dadurch zu Höchstleistungen anzutreiben. Außerdem scheuen sie sich alle nicht, zu spekulieren, denn durch Arbeit allein sind sie nicht so reich geworden! Oft muss man in kritischen Momenten extreme Risiken eingehen. Diese Spekulationen gingen bei den obigen Milliardären auch manchmal schief, doch meistens gewannen sie und häuften so ein gigantisches Vermögen an!

Einiges davon lässt sich für eigene Investments übernehmen, aber letztendlich muss man bedenken: Es gehört auch ein Quäntchen Glück dazu, ein solch gigantisches Vermögen aufzubauen.

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Woran liegt es, dass die Zinsen bei der Bank so niedrig sind? – ein Erklärvideo

©shutterstock

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Landshut, 01.06.2016 – Am Donnerstag (2. Juni 2016) berät wieder einmal die Europäische Zentralbank (EZB) über den sogenannten Leitzins, der derzeit bei Null Prozent liegt. Viele Menschen verstehen allerdings nicht, warum die Zinsen momentan so niedrig sind.

Ein kurzes kostenloses Erklärvideo der Darmstädter Agentur Videoboost schafft Abhilfe: Erklärvideo

Quelle: www.videoboost.de

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In jedem 3. MdB-Büro sitzt in dieser Woche ein Wirtschaftsjunior

©www.shutterstock.com

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Berlin, 9. Mai 2016 – Ab heute nehmen 170 junge Unternehmer der Wirtschaftsjunioren an einem einwöchigen Austauschprogramm mit dem Deutschen Bundestag teil – dem sogenannten Know-how-Transfer.

Im Jahr 2016 setzen sich die Wirtschaftsjunioren dabei vor allem für eine neue Gründerkultur in Deutschland ein. Sie machen sich stark für ein positives Bild von Unternehmern und werben für eine neue Gründerzeit. Start-up your future – das ist nicht nur der Jahresslogan der Wirtschaftsjunioren Deutschland, sondern auch das Motto des diesjährigen Know-how-Transfers.

„Wir wollen mit Politikern darüber sprechen, wie man durch bessere Rahmenbedingungen Unternehmergeist in Deutschland entfachen kann. Schulfach Wirtschaft, Start-up-Visa und ein modernes Einwanderungsrecht, schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie staatliche Anreize für die private Altersvorsorge von Unternehmern – unsere Forderungen an die Politik decken eine große Spannbreite ab“, sagt Horst Wenske, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland.

Die teilnehmenden Jungunternehmer und Parlamentarier verabreden sich individuell für die Projektwoche oder werden einander zugeordnet. Während der Projektwoche begleiten die Wirtschaftsjunioren den jeweiligen Abgeordneten bei politischen Terminen. Außerdem diskutiert die junge Wirtschaft mit Spitzenpolitikern aller Fraktionen. In diesem Jahr mit: Volker Kauder (CDU), Hubertus Heil (SPD), Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), Michael Grosse-Brömer (CDU) sowie Sahra Wagenknecht (DIE LINKE). Ein besonderes Highlight ist ein Treffen mit der Bundeskanzlerin.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).

Quelle: Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD)

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Warum der Ölpreis fällt? – ein Wissensvideo

Landshut, 28.04.2016 – Das Tanken ist in Deutschland momentan so günstig wie schon lange nicht mehr. Die Benzinkosten haben sich aufgrund der niedrigen Ölpreise deutlich verringert: Vor zwei Jahren mussten deutsche Autofahrer für einen Liter Diesel noch knapp 1,40 Euro bezahlen; heute sind es gut 40 Cent weniger. Und auch die Energiekosten sind durch den Rückgang des Ölpreises gesunken. Doch warum ist der Benzinpreis in den vergangenen zwei Jahren so stark gefallen?

Diese Frage wird in einem aktuellen Erklärvideo von BrunoMedia GmbH beantwortet: Erklärvideo

Quelle: www.videoboost.de

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Junge Wirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Gründer – Wirtschaftsjunioren stellen in Karlsruhe Politische Positionen für 2016 vor

 

© shutterstock

Berlin/Karlsruhe (ots) – Vertreter aus rund 100 Kreisverbänden der Wirtschaftsjunioren Deutschland haben heute auf der Frühjahrsdelegiertenversammlung in Karlsruhe ihre „Politischen Positionen 2016“ diskutiert.

Ehrengast auf der Versammlung der jungen Wirtschaft und Eröffnungsredner war Dr. Philipp Rösler, Managing Director des World Economic Forum. „In Städten wie Berlin hat sich eine beeindruckende Gründerkultur etabliert, die junge Gründer aus der ganzen Welt anzieht. Insgesamt aber sinkt die Anzahl der Unternehmensgründungen in Deutschland. Der Abbau von bürokratischen Hemmnissen kann diesen Negativtrend stoppen“, sagt Rösler.

Konkrete politische Forderungen der jungen Wirtschaft sind zum Beispiel

– ein besserer Austausch zwischen Schulen, Hochschulen und Wirtschaft,
– die Bereitstellung aller Informationen für Gründer aus einer Hand,
– die Befreiung der Existenzgründer von der Pflicht zur monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung,
– die grundsätzlich formlose Überschussermittlung durch Kleinunternehmer sowie
– ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft.

Die Forderungen der jungen Wirtschaft sind Ergebnis eines Konsultationsprozesses sowie einer Mitgliederbefragung. So halten knapp 90% der Wirtschaftsjunioren ein Schulfach Wirtschaft ab der 8. Klasse für geeignet.

„Seit Jahren sinkt die Zahl der Selbständigen in Deutschland und zu viele deutsche Gründer bevorzugen inzwischen Gründungen im Ausland. Wir Wirtschaftsjunioren wünschen uns frischen Wind, Bürokratieabbau für Start-Ups und einen neuen Unternehmergeist in Deutschland“, sagt Horst Wenske, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland.

Hier finden Sie die Politischen Positionen 2016: Link

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze.

Quelle: Thomas Usslepp, Witschaftsjunioren Deutschland (WJD)

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German Pellets: Insolvenz zieht immer weitere Kreise

© shutterstockGerman Pellets: Mehrere Tochterfirmen haben nun auch Insolvenz anmelden müssen!

München, Berlin 26. Februar 2016 – Das Drama um German Pellets zieht immer weitere Kreise.

Nachdem am 10. Februar 2016 der Mutterkonzern Insolvenz anmelden musste, sind nun auch zahlreiche Tochterfirmen von der Insolvenz betroffen.

Das Amtsgericht Schwerin hat über die Vermögen der nachstehend aufgeführten Gesellschaften die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und folgende vorläufige Insolvenzverwalter bestellt:

  • German Pellets GmbH – Frau Rechtsanwältin Bettina Schmudde
  • German Pellets Genussrechte GmbH – Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz
  • German Pellets Beteiligungs GmbH – Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz
  • German Pellets Supply GmbH & Co. KG – Frau Rechtsanwältin Bettina Schmudde
  • German Pellets Sachsen GmbH – Frau Rechtsanwältin Bettina Schmudde

 

Ab Montag, den 29.02.2016 können sich alle Anleger, die in Anleihen oder Genussscheine bei German Pellets investiert haben, auf der Seite von German Pellets als betroffene Anleihegläubiger oder Inhaber von Genussscheinen registrieren lassen. Dies ist der erste Schritt, seine Forderungen im Insolvenzverfahren geltend zu machen.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät dringend jedem betroffenen Anleger von der Möglichkeit der Registrierung Gebrauch zu machen, um seine Rechte im Insolvenzverfahren frühzeitig zu sichern.

 

Quelle: CLLB Rechtsanwälte Cocron

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Wie Banken ihre Kunden loswerden – Der Bausparvertrag

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Landshut, 03.02.2016 – Haus oder Wohnung? Bauen, Kaufen oder lieber Mieten? Reparatur gefällig? Oder lediglich das eigene Vermögen erweitern? Mit einem Bausparvertrag ist dies alles möglich, doch was sich genau dahinter verbirgt und welche Risiken aufkommen können, sollte man schon vorher abklären.

 

Wie es der Begriff schon sagt, spart man, um irgendwann in 10, 20 Jahren zu bauen. Dazu wird erst einmal eine Bausparsumme festgelegt, welche sowohl das anzusparende Guthaben als auch das Darlehen beinhaltet. Diese stehen je nach Vertrag meist im Verhältnis 50:50 oder 40:60 zueinander. Ist der Kredit zuteilungsreif, kann er zusammen mit dem Gesparten ausgezahlt werden oder aber man sieht davon ab, um fleißig weiterzusparen. Wirklich attraktiv wird der Bausparvertrag durch seine vertraglich gesicherten hohen Guthabenzinsen von im Einzelfall, bis zu 2,3 Prozent bei Darlehensverzicht und der vielen Möglichkeiten, vom Staat gefördert zu werden. So kann man sich bei einem Jahreseinkommen von unter 25.600 Euro bis zu 45 Euro Wohnungsbauprämie an Unterstützung vom Staat einholen. Selbst der Arbeitgeber kann bis zu 480 Euro jährlich als Vermögenswirksame Leistungen dazugeben. Ebenfalls staatlich bezuschusst wird der Bausparvertrag durch bis zu 154 Euro Riester-Zulage.

Leider wissen nur wenige, dass man das darin gesparte Geld auch zu anderen Zwecken als dem Hausbau nutzen kann. Zum Beispiel um sich eine Wohnung zu kaufen oder eine Modernisierung beziehungsweise Reparatur vorzunehmen und sogar zur Schuldentilgung bei Wohneigentum, aber wie schon erwähnt ist auch eine Vermögensbildung möglich.

Schließt man einen Vertrag ab, noch bevor man 25 Jahre alt wird, so kann man das Gesparte mit all den sich darin befindenden Vorteilen auch für einen Urlaub, ein neues Auto oder die Studiengebühren ausgeben. Also etwas ganz anderes als den Bau oder Erwerb einer Immobilie.

Beste Voraussetzungen auf ein schnelles Vermögenswachstum haben vor allem Auszubildende und Berufseinsteiger unter 25 Jahren, da für diese Personengruppe alle staatlichen Förderungen, bei Beachtung der Einkommensgrenzen, die aber kaum ein Azubi oder Anfänger erreichen kann, gelten. Wir wissen also: Heutzutage einen Bausparvertrag abzuschließen ist schön und gut und für junge Leute durchaus lohnenswert.

 

Das dachte man sich vor 20 Jahren sicherlich auch… und plötzlich ist es aus?

Damals war doch alles besser. Da gab es noch den Bausparvertrag mit vier bis fünf Prozent, was ihn zu einer noch viel beliebteren Geldanlage als heute machte. Die meisten beabsichtigten dabei überhaupt nicht den Erwerb bzw. Bau einer Immobilie oder das Einlösen des Darlehens für sonstige Zwecke bei Zuteilungsreife. Einfach nur über die nächsten Jahre hinweg sparen und das zu Super-Zinsen war das Ziel der Anleger. Zum großen Unglück der Banken, schließlich müssen die vereinbarten hohen Zinsen auch weiterhin, trotz jetzigem Zinstief, ausgezahlt werden, denn „pacta sunt servanda“, d.h. die Verträge müssen eingehalten werden. Aus dem Blickwinkel der Geldinstitute sieht es in etwa so aus: Sie müssen viel Geld zu einem sehr hohem Prozentsatz auf bereits laufende Verträge geben, ohne durch noch höhere Darlehenszinsen einen Gewinn für sich zu erwirtschaften. Es wäre ja kaum einer bereit, einen Vertrag zu unterzeichnen, bei dem er sein Erspartes zu einem niedrigen Zinssatz einzahlt, um dann bei Zuteilungsreife einen Kredit aufzunehmen, der mit über fünf Prozent verzinst wäre. Die somit einzig übrigbleibende Lösung scheint hier wie folgt zu sein: Dem Kunden kündigen, denn wo kein Vertrag ist, da muss man auch nichts einhalten. Man könnte jetzt meinen, der Verbraucher soll doch immer geschützt werden, aber Unternehmen wie Banken und Bausparkassen stehen unter einem ganz besonderen Schutzschild, nämlich dem politischen. An eine so hohe Position kommt ein simpler Kleinunternehmer nicht so leicht ran und erst recht kein gewöhnlicher Arbeitnehmer.

Das Landgericht Mainz hat es bereits vorgemacht – und einige dem hinterher – als es entschied, dass ein seit über zehn Jahren zuteilungsreifer Bausparvertrag auf den auch schon lange keine Einzahlung erfolgte, zu recht gekündigt wurde. Der Kläger hat nach keinem Darlehen gebeten und sparte auch nicht durch weitere Zahlungen an, also sagt man: Er hat das Darlehen mit der Zuteilungsreife bereits empfangen. Das ist auch nach § 489 Absatz 1 Nummer 2 BGB interpretierbar. Diese Urteilsvergabe sehen viele weitere Bausparkassen als einen vertretbaren Grundstein für ein Vertragsende.

Doch es gibt auch Gerichte, die zugunsten der Verbraucher urteilen, wie das Amtsgericht Ludwigsburg im Fall einer Kündigung von Seiten der Wüstenrot Bausparkasse, bei dem der Richter durch den Mangel eines Kündigungsrechts für den Kläger entschied. Bei der Berufung in der nächst höheren Instanz, dem Landgericht Stuttgart, wurde kein anderer Beschluss gefasst. Ein ähnliches Verfahren spielte sich im Landgericht Karlsruhe ab, wo gleichfalls die Kündigung der Badenia Bausparkasse als unwirksam erklärt wurde.

Insgesamt ist ersichtlich, dass es weitere Komplikationen hinsichtlich der Rechtssprechung geben wird, solange kein höchstrichterliches Urteil des Bundesgerichtshofes oder gar ein dementsprechendes Gesetz in Kraft tritt.

 

Autorin: Thomanek Laura, Schülerredakteurin bei epk media GmbH & Co. KG.

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ARD und ZDF – objektiv ist relativ: Genau 62 Menschen gehört die halbe Welt

Landshut, 02.02.2016 – Der Terroranschlag auf die SatirezeitscMedien-unter-der-Lupehrift Charlie Hebdo jährt sich und damit kommen den meisten die schrecklichen Nachrichten aus Fernsehen, Funk und Zeitung wieder in den Kopf. Auch erinnern wir uns an den riesigen Trauerzug, dem sich anderthalb Millionen Menschen angeschlossen haben, allen voran Regierungschefs aus 50 Nationen. So sah jedenfalls das Bild zunächst aus, doch der Anschein hielt nicht allzu lange. Dank geschickter Kameraführung und dem dazu passenden Text der Reporter war die Täuschung fast perfekt. Aber eben nur fast. Denn ein paar Tage darauf ereilten uns Fotos, welche genauestens bewiesen, dass die Staatsoberhäupter nicht mal in der Nähe der Demonstranten waren.

Der Grund dafür ist ein überaus logischer: Sicherheit. Vier Tage nach einem Terroranschlag war die Gefahr weiterhin groß, und es wäre schier unmöglich gewesen, so viele bedeutende Politiker in einer Menschenmenge diesen Ausmaßes noch beschützen zu können. Das ist auch für die meisten gewiss verständlich. Die Frage bleibt nur: Warum nicht gleich so?

Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender sollten doch darauf bedacht sein, ihre Nachrichten objektiv und mit der best möglichen Richtigkeit an ihre Zuschauer weiterzuleiten. Aber selbst öffentlich-rechtliche Nachrichtendienste wie ARD und ZDF, haben sich zuerst gleichfalls zu den propagandistischen Bildern verleiten lassen. Leider war es nicht das letzte Mal, dass diese Newsportale Bericht erstatten, ohne zuvor den Wahrheitsgehalt zu recherchieren und zu hinterfragen.

62. Exakter könnte das Ergebnis der alljährlichen Studie von Oxfam wohl nicht ausfallen. Demnach besitzen die 62 reichsten Menschen der Welt genauso viel wie 3,6 Milliarden, was die ärmsten 50 Prozent der Welt ausmachen. Oxfam beruft sich dabei auf die Zahlen des Global Wealth Reports der Bank Credit Suisse sowie die der Zeitschrift Forbes. Es ist jedoch fraglich, wie genau diese sein können. Schließlich will jeder seine Privatsphäre, gerade beim Thema Finanzen und Kapital, wahren. Das gilt genauso für Multimilliardäre. Schaut man sich noch die Liste der sogenannten Superreichen an, so haben alle eines gemeinsam: Sie machen ihr großes Geld mit großen Firmen und deren Aktien. Kurz und knapp: Sie sind Unternehmer. Wenn also das Vermögen von einer Aktie abhängt, kann der Wert dessen wirklich so genau gemessen werden? Und wenn jetzt noch für die Studie die Währung geändert werden muss plus die oben genannte Verschwiegenheit dazukommt?

Leider haben nur zwei der vielen Medien diese Nachricht hinterfragt. Zum einen die Frankfurter Allgemeine, deren Autor Phillip Plickert, die von Oxfam beschriebene Situation durch absurde Vergleiche des alltäglichen Lebens dem Leser klarstellen möchte. Zum anderen der Redakteur Bastian Brinkmann von der Süddeutschen Zeitung. Er erklärt das Vorgehen der Hilfsorganisation bei der Erstellung dieser Studie. Dabei wirft er einige berechtigte Zweifel zur Verbindung der verschiedenen Quellen auf. Kaum sind ihre negativen Meinungen draußen, findet man schon den ersten Kritiker der Kritiker, welcher versucht, alles wieder ins rechte Licht zu rücken. Dabei fällt auf, dass allen drei Berichten ein Fakt gemeinsam bleibt: Man kann die Vermögenswerte nicht genau berechnen.

Im Gegensatz dazu strahlten die öffentlich-rechtlichen Sender eine kaum überarbeitete Version des Artikels, den Oxfam veröffentlichte, aus. Sie erwähnten in keinem Wort, dass die Anzahl der Superreichen in jeglicher Hinsicht falsch oder möglicherweise unkorrekt ist. Nicht einmal eine kleine Einschränkung bei der Wortwahl war vorzufinden.

Wäre es nicht besser, wenn man ausgerechnet von diesen vom Rundfunkstaatsvertrag getragenen Nachrichtenportalen eine objektivere und durchdachtere Berichterstattung erwarten und erhoffen könnte?

Doch der Begriff objektiv ist anscheinend relativ.

Autorin: Laura Thomanek, Schülerredakteurin bei epk media GmbH & Co. KG

 

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