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Category Archives: Wissen

BAI Pressemitteilung zum BAI-Wissenschaftspreis 2017

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Bonn, 11.09.2017 (Marktnews): Der Bundesverband Alternative Investments e. V. hat am 05. September den siebten BAI-Wissenschaftspreis für exzellente wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Alternative Investments verge-ben. Prämiert wurden Arbeiten in vier verschiedenen Kategorien, für die ein Preisgeld von insgesamt EUR 10.000 ausgelobt wurde.

In der Kategorie Bachelorarbeiten überzeugte die Arbeit von Luca Zeiner zum Thema „Private Equity und Venture Capital in der Medizintechnikindustrie – Qualitative und quantitative Branchenanalyse“.

In der Kategorie Masterarbeiten gewann die Arbeit von Patrick Voßkamp zum Thema „Optimal Equity Factor Investing“.

In der Kategorie Dissertationen überzeugte das Gremium die Arbeit von Dr. Alexander Schäfer zum Thema: „Banking Reforms and Bail Out Expectations in the Aftermath of the Subprime Crises“.

In der Kategorie Sonstige Wissenschaftliche Arbeiten gewann die Arbeit „Tail Risk in Hedge Funds: A Unique View from Portfolio Holdings “ von einem Autorenteam bestehend aus Prof. Dr. Florian Weigert, Prof. Dr. Vikas Agarwal sowie Prof. Dr. Stefan Ruenzi.

Die Auswahl der Gewinnerarbeiten traf ein vom Verband unabhängiges Expertengremium aus Praxis und Wissenschaft. Die Preise wurden von Prof. Dr. Rolf Tilmes und Dr. Lars Jaeger vergeben.

Die Pressemitteilung zur Preisvergabe steht hier zum Download zur Verfügung.

Den BAI-Sondernewsletter mit Bildern der Preisvergabe sowie den Zusammenfassungen der Arbeiten finden Sie hier:

>>BAI-Sondernewsletter<<

Weitere Informationen zum BAI-Wissenschaftspreis und zum Druckkostenzuschuss für Dissertationen im Bereich Alternativer Investments finden Sie auf der Verbandshomepage in der Rubrik Wissenschaft und Fortbildung.

Quelle: Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI)

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Flexibilität und geringes Risiko: Die Deutsche Bildung erhält eine Spitzenbewertung im CHE-Studienkredittest

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Frankfurt, 30.06.2017 (Pressemitteilung): Im Studienkredittest des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) wurde die Studienförderung der Deutschen Bildung erneut als einer der besten Anbieter ausgezeichnet. Bestnoten gab es für die Kriterien Risikobegrenzung, Flexibilität, Zugang und Kapazität. Getestet wurden 43 Studienkredite und Studienfonds, die vom Centrum für Hochschulentwicklung allesamt als seriöse Angebote eingestuft wurden.
Die hohe Flexibilität ist bei der Deutschen Bildung Studienförderung aus Studienfonds besonders ausgeprägt: Studenten aller Fachrichtungen können sich für Studiengänge in Deutschland und im Ausland mit monatlicher Finanzierung fördern lassen, als auch mit halbjährlichen,  mit einmaligen Zahlungen oder einer Kombination. „Das entspricht den finanziellen Bedürfnissen von Studenten sehr gut – denn sie sind sehr vielfältig“, sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung. „Während viele Unterstützung bei den monatlichen Lebenshaltungskosten brauchen, benötigen andere nur einen Zuschuss für den Start in das Auslandssemester oder wollen kurz vor dem Abschluss weniger jobben“, sagt Hofmann. „Passgenaue Lösungen tragen dazu bei, dass Studenten nur so viel Geld beantragen, wie sie tatsächlich brauchen.“
Auch das inhaltliche Förderprogramm WissenPlus, neben der Finanzierung die zweite Säule der Deutsche Bildung Studienförderung, fokussiert sehr stark die individuellen Bedürfnisse der geförderten Studenten und Absolventen. „Während ein Studienanfänger bei Lerntechniken Unterstützung braucht, sind für Absolventen Bewerbungscoachings und die Wahl des passenden Jobs besonders relevant. Unsere jungen Berufstätigen lassen sich bei Themen wie Führungskompetenz und Projektmanagement gerne begleiten“, so Hofmann.
Besonders risikoarm ist die Studienförderung, weil Studenten einen Anteil ihres zukünftigen Einkommens über eine Dauer von durchschnittlich 4,5 Jahren zurückzahlen. Das bedeutet, erst wenn sie regelmäßig Einkommen beziehen, zahlen sie zurück. Die Rückzahlung pausiert, wenn beispielsweise ein weiteres Studium absolviert oder Elternzeit genommen wird. Dabei gibt es keine zusätzlichen Aufschläge. „Dass sich Studenten die Rückzahlung in der Zukunft stets leisten können, ist für sie eine echte Versicherung. Sie wahren ihre Freiheit und müssen ihre Lebensentscheidungen nicht nach ihren Schulden ausrichten“, sagt Hofmann.
Die Rückzahlungen an den Studienfonds der Deutschen Bildung, an dem sich private Anleger, Unternehmerfamilien, Bistümer und Stiftungen beteiligen, werden im Sinne eines umgekehrten Generationenvertrages in nachfolgende Studenten-Generationen investiert.

Quelle: Deutsche Bildung AG

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Jugend und Wirtschaft

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OECD sieht Optimierungsbedarf bei deutschen Pisa-Tests

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Landshut, 29.05.2017 (Beitrag der epk media): Wie gut können Jugendliche in Deutschland mit Geld umgehen? Das weiß niemand so genau, weil diese Frage hierzulande nicht an den Schulen gestellt wird. In der jüngsten Pisa-Studie wurde nach der Finanzbildung gefragt, was bei vielen Ländern längst schon ein Teil des Pisa-Tests ist, in Deutschland nicht.

Ángel Gurriá, der Generalsekretär der OECD, sieht Optimierungsbedarf beim Aufbau des Pisa-Tests in Deutschland, insbesondere was das Thema Finanzbildung angehe, müsse Deutschland umdenken.

„Ich würde mir wünschen, dass Deutschland an diesem Teil der Pisa-Studie teilnehmen würde, weil Finanzbildung eben nicht gleich Bildung ist“, sagte Gurriá im Gespräch mit der WELT AM SONNTAG. „Wenn es um Fächer wie Biologie oder Chemie geht, wissen wir alle, dass wir praktisch keine Ahnung haben. Aber bei Geld, da denkt doch jeder, dass er sich eigentlich auskennt!“

Auch bei diesem Thema sollte sich Deutschland mit anderen messen und aus den Ergebnissen profitieren.

Die Testergebnisse zur Finanzbildung aus anderen Industrieländern wurden vergangene Woche veröffentlich. Demnach verstand im Schnitt aller OECD-Länder nur jeder zehnte 15-jährige überhaupt, was die Einkommenssteuer ist und wie sie erhoben wird. „Überlegen Sie mal; in dem Alter bewerben sich Hauptschüler in Deutschland für eine Lehrstelle“, sagte Gurriá. Kinder müssen sich schon früh mit dem Thema Geld beschäftigen, dies wird immer wichtiger, es fängt schon beim ersten Taschengeld an.

Quelle: epk media

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Morgens in der Schule und nachmittags auf der Demo gegen den Kapitalismus

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Am von in der Kategorie Blog.

Vor zwei Jahren machte ein Tweet Schlagzeilen, in dem sich eine Schülerin aus Köln beklagte: „Ich bin 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann eine Gedichtsanalyse schreiben – in vier Sprachen.“ Letzteres wird die derzeitige NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann sicherlich freuen. Und ersteres war bisher nicht die oberste Priorität der grünen Bildungsministerin. Die Abschaffung des Faches Wirtschaft durch die gerade abgewählte NRW-Landesregierung, das die Vorgängerregierung zuvor eingeführt hatte, zeigt daher bereits ihre Wirkung.

Eine Studie des Verbandes Junger Unternehmer und der Familienunternehmer hat die Entwicklung jetzt systematisch anhand der Qualität der Schulbücher untersucht. Das Urteil ist erschreckend. Wenn es um ökonomische Zusammenhänge in deutschen Schulbüchern geht, dreht es sich meist um Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, um Gefahren und Nachteile der Globalisierung und es wird ein tendenziell negatives Unternehmerbild vermittelt. Das positive Bild der Marktwirtschaft, die Basis für unseren Wohlstand ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Und selbst dort, wo wirtschaftliche Zusammenhänge behandelt werden, sind die untersuchten Schulbücher von der herrschenden neoklassischen Gleichgewichtstheorie und einer keynesianischen Wirtschaftspolitik geprägt. Die Rolle des Unternehmers in der Marktwirtschaft, wie ihn einst Schumpeter beschrieb, spielt dabei keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Dabei ist er es, der durch seine Risikobereitschaft investiert und dadurch Ideen in Produkte verwandelt. Er ist in einer Marktwirtschaft unverzichtbar. Eine Bildungspolitik, die das ignoriert oder sogar das Gegenteil vermittelt, befördert dann auch nur potentielle Staatsbedienstete. Wie soll in einem solchen schulischen Umfeld eine Gründerkultur in Deutschland entstehen? Stattdessen steht in einem Schulbuch „Volkswirtschaftslehre“: „Wer als Arbeitgeber nur heuert und feuert, Mitarbeiter nicht weiterbildet oder diese gar mobbt, handelt demnach keineswegs im Sinne von Ökonomen.“

Auch die Notwendigkeit und der Segen der Arbeitsteilung in der Marktwirtschaft wird meist nicht positiv herausgestellt, sondern es werden wüste Zerrbilder gezeichnet. Insbesondere die internationale Arbeitsteilung, die für viele deutsche Unternehmen existentiell ist, wird als Gefahr und nicht als Chance dargestellt. In „Terra Erdkunde 3“ heißt es dazu: „Der Großteil der Bevölkerung hat aber keinen Vorteil vom Welthandel.“ Da muss man sich dann nicht wundern, wenn Globalisierungskritiker von „Rechts“ und „Links“ zu tausenden auf die Straße gehen. Woher sollen sie es auch wissen, wenn es nicht mal in den Schulbüchern steht und viele Lehrer selbst in vorderster Front auf den Demos mitmarschieren? So heißt es im Schulbuch „Politik verstehen und handeln“ über eine marktwirtschaftliche Ordnung: „Ihre häufigen Krisen, die die wirtschaftliche Existenz großer Menschengruppen bedrohen, und die weltweiten Umweltzerstörungen lassen jedoch viele Menschen an diesem Leitbild zweifeln.“ Da mag man sich doch gleich an die Umweltzerstörungen in sozialistischen Planwirtschaften des letzten Jahrhunderts erinnern. Insbesondere die Kraftwerke in der DDR waren ja der Inbegriff des Fortschritts und des Umweltschutzes, oder etwa nicht?

Die Autoren der Studie fordern als Konsequenz aus dieser Situation ein eigenes Schulfach oder zumindest ein Ankerfach für Wirtschaftswissenschaften an Schulen. Dadurch würde sich die Lage sicher nicht von heute auf morgen verändern, aber es würde eine Veränderung der Lehrerausbildung einleiten. Denn ohne ein eigenes Fach oder ein Ankerfach fände keine systematische ökonomische Aus- und Fortbildung von Lehrern statt. Ohne ein entsprechendes Ankerfach wird daher die ökonomische Bildung in der Schule immer ein Nischenthema bleiben. Mal ist es der Politikunterricht, mal der Erdkundeunterricht und mal der Geschichtsunterricht, in dem Aspekte des Wirtschaftens eine Rolle spielen, aber Lehramtsstudenten bekommen so ökonomische Zusammenhänge nur am Rande mit. Vielleicht wäre schon einmal ein guter Anfang, wenn Ludwig Erhards „Wohlstand für alle“ zur Pflichtlektüre gemacht würde. Darin beschreibt er das Bild einer Marktwirtschaft, die in ihrer Wirkung sozial ist. Das wäre doch schon mal etwas, wenn dies in unseren Schulen vermittelt würde.

Erstmals erschienen auf Tichys Einblick.

 

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Fonds sind insolvenzgeschützt

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Dass Unternehmen zahlungsunfähigwerden können, ist vielen Sparern bewusst. Doch auch Banken undStaaten können pleite gehen. Eine Direktanlage in Aktien oder Anleihen birgt daher immer ein Insolvenzrisiko. Jüngstes Beispiel für die Beinahe-Pleite eines Staates war die teilweise Entwertung griechischer Staatsanleihen im März 2012.

Die Käufer von Investmentfonds hingegen sind vor einer Insolvenz geschützt. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin. Denn das Geld der Anleger wird als sogenanntes Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft beieiner Verwahrstelle aufbewahrt. So ist sichergestellt, dass das Vermögen der Sparer vom Kapital der Fondsgesellschaft getrennt bleibt.

Würde eine Fondsgesellschaft Insolvenz anmelden – was bislang noch nie der Fall gewesen war – wäre das Geld der Sparer davon nicht betroffen. Zwar können aufgrund von Marktschwankungen auch Investmentfonds zeitweise an Wert verlieren, ein Fonds selbst kann aber nicht insolvent werden.

Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter www.bvi.de/finanzwissen.
Quelle: BVI
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Islamic Banking

– Banking nach Allahs Vorstellungen Iran_bazar

Diejenigen, die Zins nehmen, werden nicht anders dastehen als wie einer, der vom Satan erfasst und geschlagen ist (so dass er sich nicht mehr aufrecht halten kann). Dies wird ihre Strafe dafür sein, dass sie sagen: ‚Kaufgeschäft und Zinsleihe sind ein und dasselbe.‘ Aber Gott hat das Kaufgeschäft erlaubt und die Zinsleihe verboten.

Der Koran, Sure 2,275

Es gibt heute im Jahr 2016 ca. 1,6 Milliarden Muslime auf dieser Welt, womit sie ungefähr 23 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, wie eine Studie der Universität von Puerto Rico zeigt. Da es im Islam recht strenge Regeln zum Umgang mit Geldgeschäften gibt, haben sich viele – meist westliche – Großbanken lange davor gedrückt diesen Markt zu erschließen. Mittlerweile kommen die größten Staatsfonds der Welt aus islamischen Staaten. Der weltweit größte Staatsfonds ist der ADIA-Staatsfonds (aus den Vereinigten Arabischen Emiraten) mit etwa 875 Milliarden Dollar. Da in den letzten Jahren hohe Beteiligungen an westlichen Unternehmen und Konzerne aufgefallen sind, steigt das Interesse für das Scharia-konforme Investment stark.

Die erste Islam-Bank ist in den 70er Jahren entstanden, heute geht man von etwa 300 Banken in 75 Ländern aus, die den Regeln des Islams entsprechen. Das Global Islamic Finance Magazine spricht von einem weltweit zu verwaltenden Gesamtvermögen von 1,2 Billionen Dollar. Auch internationale Banken wie die Deutsche Bank, die Citibank oder HSBC beteiligen sich am Islamic Banking.
Die Regeln, die dabei befolgt werden müssen, sind streng. In erster Linie gibt es das Zinsverbot im Islam, aber auch Unternehmen, die mit Alkohol, Tabak, Waffen, Glückspiel und/oder Pornografie handeln, sind tabu. In Islamischen Finanzmodellen gilt das Gebot der Risikoteilung, Finanzprodukte müssen so konzipiert sein, dass ein Gewinn für die Übernahme des Risikos gezahlt werden kann. Investitionen sollen der Gemeinschaft dienen. Investments müssen von anerkannten islamischen Gelehrten das Einhalten dieser Regeln attestiert bekommen, um als „halal“, also erlaubt, zu gelten.

Die Schwierigkeiten, die für in europäischen Staaten wie Deutschland oder Frankreich lebende Muslimen entstehen, sind weitgreifend. Verzinste Sparkonten und verzinste Kredite sind verboten. Selbst Immobilienfinanzierungen und Versicherungen sind problematisch. Mit der Zeit wurden von Islam-Banken Möglichkeiten gefunden, eine Produktpalette anbieten zu können, die den Regeln des Islams entspricht und trotzdem regulären Anlageprodukten nahekommt.

Scharia-konforme Finanzinstrumente:

Takaful: Ist ein Konzept der Versicherung, das auf Gemeinwohl ausgelegt ist. Es wird nur eine Gebühr an den Betreiber abgegeben, was übrigbleibt, wird wieder ausgezahlt, bei Verlusten muss jeder Versicherte Geld nachzahlen. Damit dient es der Vorsorge und der Absicherung von Risiken.

Sukuk: Sind Anleihen ähnliche Beteiligungen, die sich an das Zinsverbot halten. Die meist nur in großer Stückzahl für Großinvestoren angeboten werden.

Murabaha: Ist die islamische Form der Finanzierung. Die Bank agiert als Zwischenhändler, sie kauft also die Immobilie und verkauft sie dann an den eigentlichen Käufer mit einem Aufschlag weiter. Da das Zinsgeschäft zu einem Handelsgeschäft wird, entspricht es der Scharia. Der Nachteil ist, dass in Deutschland in diesem Fall zweimal Immobiliensteuer gezahlt werden muss.

Muscharaka: Wird zur Projektfinanzierung eingesetzt. Ein Partner, der sich an der Finanzierung beteiligt, wird in Raten ausgezahlt und erhält zusätzlich eine Gebühr. So kann das Zinsverbot eingehalten werden.

Mudaraba: Entspricht der Beteiligungsfinanzierung. Der Kapitalgeber hat keinen Einfluss auf die Geschäftsführung und wird mit einem Anteil am Gewinn ausbezahlt. Dazu muss eine detaillierte Bewertung im Vorfeld vorgenommen werden.

Idschara: Ist eine Art Leasingsystem. Der finanzierte Gegenstand wird für eine Gebühr überlassen, bleibt aber im Eigentum des Finanziers, der Leasingnehmer wird lediglich Nutzer.

Qard Hassan: Bezeichnet eine Islam-konforme Geldverleihung bei der keine Gebühren oder Zinsen anfallen. Wird meist nur in Engpässen als mildtätige Leihgabe angeboten.

Zusätzlich macht das Gebot, dass einem Geldgeschäft immer realwirtschaftliche Werte zugrunde liegen müssen, das Islamic Banking, besonders nach einigen Talfahrten der Börse, verbrieften Ramschhypoteken und riskanten Kreditderivaten, auch für Nicht-Muslime zusehends attraktiver. Es gibt in Deutschland keine islamisch geprägte Bank, die das ganz Programm anbietet, aber die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hat sich bereits mehrfach offen für Islamic Banking gezeigt.

David Stegmaier, Schülerredakteur

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Das CORE-Projekt

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Landshut, 18.10.2016 – Jahrelang wurde die Finanzkrise an den Unis totgeschwiegen. Eine neue Lehrmethode soll das nun ändern.

Das Studienfach Volkswirtschaftslehre hat einen eher gemäßigten Ruf. Ein Fach, das seit Jahren in der Kritik steht, dass es eher um mathematische Modelle geht als um das reale Wirtschaftsgeschehen. So konnte die Weltwirtschaftskrise 2008 und der daraus folgende Zusammenbruch der Lehman Brothers in keinster Weise vorausgesehen werden, was aber die ökonomische Wissenschaft in eine tiefe Sinneskrise gestürzt hat, aus der sie bis heute nicht wieder herausgefunden hat.

Im April 2010, knapp zwei Jahre später, entschied sich ironischerweise der Spekulanten-Milliardär George Soros, der Anfang der 90’ Jahre mit Spekulationen gegen das britische Pfund fast das Europäische Wechselsystem zum Einsturz brachte dazu, ein Treffen renommierter Ökonomen in Cambridge einzuberufen. Die zwei Dutzend Professoren und Wissenschaftler hatten die Aufgabe, sich zu überlegen, wie sie VWL- Erstsemestlern mehr Realitätsbezug geben können. Mehr als 200 Wissenschaftler stellten für dieses Projekt ihre Daten und Forschungsergebnisse zu Verfügung. Und die Ökonomen schrieben ehrenamtlich die Kapitel.

Häufig beginnt das Studium damit, dass Studenten mit Modellen und Formeln gefüttert werden, ohne ihnen zu erklären, was sie eigentlich lernen. Dadurch werden häufig die Falschen vergrault, nämlich die, die hoch motiviert sind und große Probleme verstehen wollen. Übrig bleiben nur Studenten, die zufällig ein Faible für Mathematik haben. Das soll das neue Buch, das „CORE- Projekt“ nun ändern. „Es soll Verständnis entstehen, für was die trockenen Modelle und Formeln da sind“, so Wendy Carlin, Professorin am University College London (UCL).

Inhaltlich gilt das Werk als sehr ausgeglichen, was man daran erkennt, dass es von beiden Seiten kritisiert wird. Die eher linken Ökonomen bemängeln etwa, dass der Kapitalismus glorifiziert werde, während die Konservativen anmerken, das Thema Ungleichheit stehe zu sehr im Mittelpunkt. En gros stößt das Werk auf ein begeistertes Echo: Core wurde jüngst auf der Jahrestagung des Vereins für Sozialpolitik (VfS), einer der größten Ökonomenverbände in Deutschland, präsentiert. Seither haben sich bereits 200 Dozenten für Core registriert.

All diese Bemühungen werden unternommen, damit vielleicht einer dieser Studenten die entscheidende Idee bringen kann, um so fatale Krisen zukünftig zu verhindern.

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Rezension von: Einfach richtig Geld verdienen mit den Grundlagen der Börse

413wzrzueyl-_sx350_bo1204203200_von Chris-Oliver Schickentanz

Der Finanzratgeber von Schickentanz beschäftigt sich mit den wichtigen Fragen der Börse, die für Laien im Anlagengeschäft von Bedeutung sind. Zuerst gibt er einen Überblick über die Wirtschaft, danach wird bespielhaft in Anleihen, Aktien und andere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe angelegt. Er zeigt häufige Fehler auf und wie man sein Investment strukturiert und disziplinert handelt.

Der Autor:
Chris-Oliver Schickentanz ist Chief Investment Officer (CIO) der Commerzbank AG, wo er mit seinem Team die internationalen Kapitalmärkte beobachtet, und daraus folgend Empfehlungen ausspricht. Zusätzlich schreibt er in regelmäßigen Abständen als Gastkolumnist für FOCUS Online.

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Was sind Accountability Bonds?

Euro sign under a magnifyingLandshut, 05.07.2016 – Vorgeschlagen hat diese neue Art der Staatsanleihe, der neue Ifo-Chef Clemens Fuest, um damit Ruhe in die Eurokrise zu bekommen.

Accountability Bonds (zu Deutsch Verantwortungsbonds) sollen es unmöglich machen, dass Länder (und somit deren Steuerzahler) für die Staatsverschuldung eines anderen Landes einstehen müssen.

Ausgegeben werden sollen sie in Form eines nachrangigen Darlehens, sobald sich ein Staat um mehr als 0,5 Prozent neu verschuldet. Überschreitet die Staatsverschuldungsquote 120 Prozent, entfallen Zinszahlungen und die Laufzeit wird automatisch verlängert. Sollte das Land das Rettungsprogramm ESM beanspruchen, entfallen die Anleihen gänzlich.

Gekauft werden sollen die neuen Bonds von Privatinvestoren, Versicherungen und Rentenkassen. Staaten oder die europäische Zentralbank könne die Anleihen nicht kaufen.

Kosten und Risiken einer Neuverschuldung blieben somit im Verursacherland.

Edmund Pelikan

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