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Category Archives: Wissen

Geschwindigkeit schlägt Volatilität

Düsseldorf, 08. April 2021 – Gemessen am VDax bewegt sich der Markt wieder in weitgehend normalen Bahnen. Dabei hatte die Pandemie-Angst auch hier die Volatilität binnen weniger März-Tage vervierfacht. Für herkömmliche Anleger sind solche Kurven ein Graus, ein Risiko und stehen oft für Verluste. „Für einen reinen Computerhändler mit kurzen Haltedauern sind solche Bewegungen allerdings fast egal“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital GmbH & Co. KG (QCKG). „Im Gegenteil tragen viele kleine, nur kurz gehaltene Positionen eher zur Glättung des Verlaufs bei – und erlauben trotzdem gute Erträge.“ Insofern ist der Eigenhandel mit ultraschnellen Rechnern ein gutes Mittel zur Risikobegrenzung.

Durch Zeitverzögerungen zwischen Eintreten eines Ereignisses und der Reaktion darauf entstehen Risiken. „Starke Kursbewegungen an der Börse sind die häufigsten Ereignisse, die für den Handel kritisch werden können“, sagt Falke. „Dabei kann sowohl Abwarten wie Reagieren der falsche Weg sein.“ So haben viele Anleger Bestände aus ihren Portfolios verkauft, als etwa die Märkte im Frühjahr 2020 pandemiebedingt einbrachen. „Gerade automatisierte Portfolioüberwachungen stellten hier oft Verkaufssignale“, so Falke. Im Nachhinein zeigte sich, dass es besser gewesen wäre, die Positionen zu halten, da es zu einer sehr schnellen Erholung und sogar zu neuen Rekordständen in einigen Aktienindizes kam. In anderen Situationen, in denen die Erholung der Märkte deutlich langsamer verlief, wären dagegen Verkäufe besser gewesen.

„Für Portfoliomanager ist es aber vorher kaum abzuschätzen, was die bessere Entscheidung wäre“, sagt Falke. Neben typischen Sicherungsmaßnahmen beispielsweise über Derivate lässt sich auch über den ultraschnellen Handel der Volatilität Einhalt gebieten. „Die Digitalisierung erlaubt Berechnungen bis in den Nanosekundenbereich hinein, die an der Börse im Mikrosekundenbereich umgesetzt werden können“, sagt Falke.
Das sorgt dafür, dass die Reaktionszeiten bei Ereignissen sinken. „Zum anderen erlaubt es aber auch eigenständige Handelsstrategien, die die Geschwindigkeitsvorteile umsetzen können“, sagt Falke. „So lassen sich typische Market-Maker-Aufgaben wie die Liquiditätsbereitstellung hervorragend nutzen, um mit sehr vielen, sehr kleinen Trades gute und stabile Ergebnisse zu erzielen – unabhängig von Marktbewegungen und Volatilität.“ Doch der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur ist sehr aufwendig, genau wie die Entwicklung der Handelsstrategien und des entsprechenden Risikomanagements. „Dies eignet sich vor allem für institutionelle Investoren“, sagt Falke. „Privatanleger haben derzeit kaum Möglichkeiten, diese Vorteile für ihr eigenes Portfolio zu nutzen.“ Sie können allerdings über Anlagevehikel wie etwa die FinTec-Anleihe der QCKG an den Chancen des ultraschnellen Handels partizipieren.

Pressemitteilung Quant.Capital GmbH & Co. KG, vom 08. April 21

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Wachsende Aktionärszahlen: Finanzbildung muss jetzt mitwachsen

  • 2020 haben rund 2,7 Millionen mehr Menschen in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierte ETFs investiert als im Vorjahr. Die Zahl der Aktionäre erreicht damit den höchsten Stand seit 2001. (Quelle: Deutsches Aktieninstitut)
  • Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) fordert: Die Finanzbildung in Deutschland als Teil der ökonomischen Bildung muss jetzt nachhaltig mitwachsen.
  • Finanzthemen einschließlich ethischer Aspekte, Nachhaltigkeit, Chancen und Risiken müssen im Schulunterricht aufgegriffen und fachlich fundiert werden.

Düsseldorf, 9. März 2021 (OPM): Mit einem Wachstum von 2,7 Millionen Aktionären im Vergleich zum Vorjahr war im Februar 2020 etwa jede*r Sechste am Aktienmarkt aktiv. Die Entwicklung birgt eine große Chance auf einen nachhaltigen Wandel im Bereich der gesellschaftlichen Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Voraussetzung ist, dass jetzt auch die Finanzkompetenz der Menschen in Deutschland gestärkt wird.

Ein Blick auf die Aktionärszahlen 2020 zeigt: In Deutschland investieren immer mehr Menschen in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierte ETFs. Das von über 50 Institutionen aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft getragene Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um auf die Notwendigkeit eines chancengerechten Zugangs zur Finanzbildung als Teil der ökonomischen Bildung hinzuweisen: Die ökonomische Bildung in Deutschland muss gerade jetzt nachhaltig mitwachsen, um ein Bewusstsein für Chancen und Risiken zu schaffen und ein Fundament für den selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit Finanzen zu legen.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland im Bereich der privaten Beteiligung am Kapitalmarkt zurück. Dass sich hier nun durch Faktoren wie die Nullzinsphase, das Vorhandensein von Zeit und Geld aufgrund der Corona-Einschränkungen sowie die Digitalisierung des Aktienmarktes ein Wachstum einstellt, zeigt: Das Interesse in der Bevölkerung ist vorhanden. Nun gilt es, dieses durch einen verbesserten Zugang zu ökonomischer Bildung zu untermauern.

Sven Schumann, Co-Vorsitzender des BÖB, sieht die Grundlage dafür im Schulunterricht. „Um diese Entwicklung nachhaltig zu begleiten, ist es wichtig, das wirtschaftliche Grundwissen und das Grundverständnis wirtschaftlichen Handelns zu fördern. Eine bessere Verankerung der ökonomischen Bildung in unserem Schulsystem würde dafür einen entscheidenden Grundstein legen. Um diese erfolgreich aufzubauen und auszugestalten, brauchen wir fundiert ausgebildete Lehrkräfte.“

Verena von Hugo, Co-Vorsitzende des BÖB, betont, dass die Stärkung der Wirtschafts- und Finanzkompetenz gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit fördert. „Es ist wichtig, die gesamtgesellschaftliche Entwicklung im Blick zu haben. Die Zahlen zeigen: Gerade bei den Menschen unter 30 ist ein enormer Zuwachs erkennbar, was vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung erfreulich ist. Bei Frauen sowie in den neuen Bundesländern ist der Zuwachs dagegen deutlich geringer. Hier müssen wir jetzt ansetzen, denn ökonomische Bildung schafft gesellschaftliche Teilhabe.

Finanzthemen einschließlich ethischer Aspekte, Nachhaltigkeit, Chancen und Risiken müssen im Schulunterricht aufgegriffen und fachlich fundiert werden. Nur so erhalten alle Menschen in Deutschland einen chancengerechten Zugang zu wirtschaftlichen Kompetenzen und lernen, selbstbestimmt und eigenverantwortlich mit ihren Finanzen umzugehen.“

Quelle: #ökonomischeBildung / #BOEB_NET – Pressesprecherin: Sonja Kehr

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IN EIGENER SACHE: Deutsches FinanzbildungsForum – Expertenplattform für Finanzbildung

Gerade in Zeiten der Pandemie wird das Thema Bildung heiß diskutiert. Viele Schulstunden und Bildungsangebote fallen aus und die Frage stellt sich, ob eine ganze Generation den intellektuellen Anschluss verliert.

Noch extremer sind die Auswirkungen bei finanzökonomischen Themen. Der oft geschmähte Bildungsinhalt „Umgang mit Geld“ oder „Finanzbewusstsein“ gewinnt in Zeiten von Lockdown basierten Pleiten bei Künstlern, Friseuren oder Soloselbständigen an Bedeutung . Schüler, Studenten und Erwachsene müssen die monetären Folgen der Corona-Krise begreifen und Lösungen erkennen, um nicht in kruden Verschwörungs-theorien abzugleiten.
Die Stiftung Finanzbildung führt seit 10 Jahren den Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ an der bayerischen Oberstufe durch. Derzeit läuft die Abgabefrist von Facharbeiten über das Thema Wirtschaft und Finanzen. Jedes Jahr wird ein vierstelliger Betrag an den Abiturfeiern als Prämien für exzellenten fachlichen Diskurs ausgeschüttet.
Am 05. Juli 2021 wird nun erstmals das Deutsche FinanzbildungsForum (voraussichtlich als Hybridveranstaltung) mit den monetären Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Corona-Folgen durchgeführt. Das FinanzbildungsForum will nicht diskutieren, wie in Schulen Ökonomie vermittelt werden soll – dies überlassen wir dem Bündnis für ökonomische Bildung e.V., dessen Mitglied die Stiftung ist. Wir wollen schärfen, was derzeit in Schulen und Universitäten vermittelt wird beziehungsweise vermittelt werden sollte. Dazu präsentieren Studenten, Absolventen und Doktoranten mit ihren Professoren aktuelle Studien und Forschungsergebnisse und diskutieren diese mit Vermögensverwaltern, Family Offices, Banken, Politik, Medien und Wissenschaftlern. Damit ist dies auch gleichzeitig eine Karriereplattform für die jungen Wissenschaftler.

FINANZBILDUNG IST SYSTEMRELEVANT – Weil es jeden angeht, bieten wir Ihnen an:

  • Unterstützen Sie diese wichtige Veranstaltung als Sponsor!
  • Bewerben Sie sich um eine Einladung als Teilnehmer!
  • Übernehmen Sie die Teilnahmekosten für interessierte Studenten!

Schreiben Sie uns – am besten heute noch!
Stiftung Finanzbildung gUG –84028 Landshut – info@stiftung-finanzbildung.de

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Umfrage: Zukunft der Finanzbranche Plansecur-Studie: Welche Themen die Kunden der Finanzberater am meisten bewegen

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Kassel, 2. Februar 2021 (OPM): Welche Themen über die Auswirkungen der Pandemie hinaus sind für die Finanzbranche künftig am wichtigsten? Diese Frage stellte die unabhängige Finanzberatungsgesellschaft Plansecur ihren rund 100 Beratern. Das Ergebnis lässt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: Zwei Drittel der Experten stufen die anhaltende Niedrigzinspolitik und ihre Folgen als größte Herausforderung für die nächsten Jahre ein. Weitere Erkenntnisse der Umfrage sind im „Plansecur-Report: Finanzbranche 2021“ zusammengefasst.

Umwelt- und Klimaschutz halten 46 Prozent der Finanzprofis für das herausragende Thema der Finanzbranche in naher Zukunft. Weitere 45 Prozent räumen der Neo-Ökologie immerhin einen gewissen Stellenwert ein. „Immer mehr Anlegern ist es wichtig, dass ihre Investitionen nicht nur ökonomisch, sondern eben auch ökologisch durchdacht sind“, erklärt Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan.

Weiteres laut Umfrage großes Thema ist die Digitalisierung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen. So halten drei Viertel der Finanzfachleute sogenannte „Silver Surfer“, also gegenüber der Digitalisierung aufgeschlossene Senioren, für eine zusehends wichtigere Zielgruppe in der Beratung. Die Hälfte der Finanzprofis ist überzeugt, dass künftig der Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Beratungsqualität beitragen kann. 54 Prozent vertreten die Auffassung, dass neue Finanztechnologie-Firmen – FinTechs – in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden gegenüber dem klassischen Bankwesen. Bei den Vertriebswegen für Finanzprodukte wird die Digitalisierung ebenfalls eine stärkere Rolle spielen, sind 38 Prozent fest überzeugt. Über 80 Prozent der Befragten begrüßen, dass die Einstiegshürde für Verbraucher in ein Beratungsgespräch durch die Digitalisierung niedriger wird.

„Die Digitalisierung bietet für Finanzberater enorme Chancen“, ist Johannes Sczepan überzeugt. Der Plansecur-Chef begründet: „Über Apps und Videochats können Interessenten viel leichter einen Berater finden und Kontakt aufnehmen.“ Eine Ablösung der Finanzprofis durch Roboterberatung befürchtet der Plansecur-Geschäftsführer nicht. „Im Gegenteil sind Menschen aus Fleisch und Blut als Ansprechpartner im Dschungel der digitalen Informationsüberflutung gefragter als je zuvor“, weist Johannes Sczepan auf Erfahrungen in der Corona-Krise hin, und fragt: „Finanz- und Lebensplanung hängen oft eng zusammen. Und wer will schon sein Leben auf Algorithmen aufbauen?“

Über 90 Prozent der Berater werden eigenen Angaben zufolge von ihren Kunden zumindest teilweise als eine Art „Lebenslotse“ verstanden. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) führen laut Umfrage sehr persönliche Kundengespräche weit über bloße Finanztransaktionen hinaus. Daher wird ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Finanzberater und Kunde in Zukunft noch wichtiger sein als heute schon, sind sich 94 Prozent der Befragten sicher.

Plansecur hat im Rahmen der Umfrage auch das Thema Provisions- versus Honorarberatung hinterfragt. Im ersten Fall ist die Beratung für den Kunden kostenfrei; sofern er ein Finanzprodukt erwirbt, fließt dafür aus dem Kaufpreis eine Provision an den Berater. Im zweiten Fall hingegen muss der Kunde vorab für die Beratung bezahlen, unabhängig davon, ob diese zu einem Resultat führt oder nicht. 62 Prozent der Plansecur-Berater plädieren „unbedingt“ für das Provisionsmodell, weitere 26 Prozent halten es für besser als den Honoraransatz. Das Argument: Leidtragende einer Abschaffung der Provisionsberatung wären in erster Linie Verbraucher mit einem geringen oder mittleren Einkommen, die sich selbst ein Honorar von wenigen Hundert Euro für eine Beratung nicht leisten können. „Das würde gerade diejenigen Menschen, die Hilfe etwa bei ihrer Altersversorgung besonders dringend benötigen, praktisch von der Finanzberatung abschneiden. Das wäre mit der allseits erhobenen politischen Forderung, die Menschen sollten sich selbst über die staatliche Rente hinaus auch privat um ihre Altersversorgung kümmern, unvereinbar“, fasst Plansecur-Chef Johannes Sczepan zusammen.

Quelle: euromarcom public relations



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finanzbildungsreport

FinanzbildungsReport EINS – Editorial
Liebe Leser des neuen FinanzbildungsReports,
Sie halten mit dem vorliegenden Supplement das erste Exemplar seiner Art in Händen. Die Stiftung Finanzbildung will damit der Auseinandersetzung mit dem so wichtigen Punkt #Finanzbewusstsein eine feste Form geben. Der Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ sowie zahlreiche individuelle Workshops, welche die Stiftung seit nunmehr zehn Jahren an der
bayerischen Oberstufe durchführt, lassen uns Impulse in die 10. bis 13. Klassen an Gymnasien, Berufsoberschulen und Fachoberschulen geben. Das für 2021 erstmals geplante „Deutsche FinanzbildungsForum“ verbindet die Studenten und Doktoranden aus der Lehre mit den qualitätsorientierten Praktikern aus den Vermögensverwaltungen und Banken inklusiv
ihrer Consultants. Damit erweitern wir unsere Arbeit in dem Hochschulbereich – auch als Mentoren und Karrierenetzwerk.

Und schließlich wollen wir mit der Booklet-Edition „geldstun.de“ sowie
dem gleichnamigen Instagram-Account alle jungen und erwachsenen Finanzaffinen Fakten zur Diskussion liefern – nichts ist dabei alternativlos oder in Stein gemeißelt. Denn Wirtschaft braucht Debatte.
Viel Freude beim Lesen und beim Googeln der zahlreichen zitierten Finanzinitiativen und Finanzblogger.
Bleiben Sie immer kritisch für mehr finanzbewusstsein

Ihr Edmund Pelikan

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Einfache Grundregeln für die Geldanlage

© pixabay

Die meisten Deutschen vermeiden es, sich mit Finanzfragen zu beschäftigen. Umfragen zufolge gehen sie lieber zum Zahnarzt als zum Bank- oder Finanzberater. Aber auch digitale Angebote rufen wenig Interesse hervor. Doch die Augen vor vermeintlich unangenehmen Realitäten zu verschließen, ist keine Lösung. Schon länger gibt es so gut wie keine Zinsen auf Sparbüchern oder für Anleihen. Parallel lag die Inflation im Februar bei 1,5 Prozent. Damit verlieren die Ersparnisse auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten stetig an Wert. Die Deutschen sparen sich also ärmer, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften.

Diese drei Grundregeln sollten Sparer bei der Geldanlage beachten: In einem ersten Schritt sollten sich die Anleger zunächst über ihr Sparziel, die geplante Anlagedauer und ihre persönliche Risikoakzeptanz klar werden, bevor sie sich für eine Anlage entscheiden. Die Geldanlagen müssen zu den individuellen Zielen passen. Denn die verschiedenen Sparmöglichkeiten unterscheiden sich hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und Rendite. Höhere Renditen sind nur realistisch, wenn Sparer einen längeren Zeithorizont und zwischenzeitliche Wertschwankungen akzeptieren. Wer beispielsweise langfristig denkt und Wertschwankungen verkraftet, kann in Aktienfonds investieren. Sparer, die dagegen risikoscheuer sind, benötigen wertstabilere Anlagen. Der Sparer kann zusammen mit einem Anlageberater entsprechend seiner Risikobereitschaft eine für ihn geeignete Quote von Anlagen festlegen.

Die zweite Regel betrifft die Anlagedauer. Wer früh anfängt zu sparen, kann mithilfe des Zinseszinseffektes einen soliden Kapitalstock aufbauen. Ein Beispiel: Aus 10.000 Euro werden bei jährlich durchschnittlich fünf Prozent Rendite nach 20 Jahren mehr als 26.000 Euro und nach 40 Jahren bereits rund 70.000 Euro. Es werden also Erträge angesammelt, die sich immer und immer wieder verzinsen. Neben dem Zeitfaktor ist auch die Höhe der Rendite für den Anlageerfolg entscheidend. Kleine Unterschiede wirken auch hier über längere Laufzeiten enorm. Daher ist es besonders für jüngere Sparer sinnvoll, in riskantere und damit höher rentierliche Anlagen wie Aktienfonds zu investieren. Jüngere Sparer haben mehr Zeit, das Geld am Kapitalmarkt für sich arbeiten zu lassen. Zwischenzeitliche Rückschläge an den Märkten können sie besser aussitzen als etwa Rentner, die mit ihren Ersparnissen ihren Lebensabend gestalten wollen.

Die dritte Regel, die Anleger stets beachten sollten, ist: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“ Schon Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz plädierte mit dieser Regel auf eine breite Verteilung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen oder Wertpapiere. Dabei hat sich in einem ersten Schritt die Faustformel ein Drittel Aktien, ein Drittel Anleihen und ein Drittel Immobilien bewährt. Welche Mischung es genau wird, hängt natürlich von den persönlichen Zielen und der eigenen Lebenssituation ab. Um seine Ersparnisse wirkungsvoll zu schützen, sollten Sparer außerdem nicht nur auf eine Region, z.B. Deutschland, setzen, sondern ihr Geld idealerweise weltweit über verschiedene Anlageklassen investieren.

Quelle: BVI

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Steuerwahnsinn macht vor Weihnachten nicht Halt


Bild von Free-Photos auf Pixabay

Frank Schäffler, MdB, Abgeordneten-News vom 13.12.2019:

Rund 29 Millionen echte Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Dafür zahlen sie zusammengerechnet gut 700 Millionen Euro. Doch was kaum jemand weiß: Je nach Nadel-Art und Herkunft sind nicht nur die Preise, sondern auch die Steuer unterschiedlich. Insgesamt vier verschiedene Steuersätze gibt es. Das hat eine Kleine Anfrage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler an die Bundesregierung ergeben. So werden unechte Bäume mit dem normalen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent belegt, bei Naturnadelbäumen variiert der Steuersatz aber je nach Herkunft.
Kauft man eine Nordmanntanne im Baumarkt, im Supermarkt oder am regionalen Verkaufsstand, so wird lediglich ein Steuersatz von 7 Prozent berechnet. Absurd wird es, wenn man den Weihnachtsbaum direkt bei dem Bauer seines Vertrauens kauft: Ist der Baum zufällig im Wald gewachsen und wird dort geschlagen, gilt der Steuersatz für forstwirtschaftliche Erzeugnisse in Höhe von 5,5 Prozent. Hat ihn der Landwirt oder die Baumschule extra in einer Kultur angepflanzt, gilt der landwirtschaftliche Steuersatz in Höhe von 10,7 Prozent. Wenn der Betrieb nicht an diesem Verfahren teilnimmt, zahlt er auf den Weihnachtsbaum wie im Laden sieben Prozent. Gar keine Steuern muss abführen, wer als Privatperson oder Kleinunternehmer einen Baum verkauft.
FDP-Finanzexperte Frank Schäffler kann das nicht nachvollziehen: „Der Mehrwertsteuerirrsinn macht nicht mal vor Weihnachten halt. Wir brauchen endlich eine Reform, die Ausnahmen abschafft und den allgemeinen Mehrwehrsteuersatz entsprechend reduziert.“ Und legt weitere Beispiele nach: „Man kann niemandem erklären, warum Mandel und Marzipan mit dem reduzierten Satz besteuert werden, Weihnachtskekse aber nicht. Oder frische Adventskränze mit dem ermäßigten Steuersatz, aber Adventskränze aus trockenem Material nicht.“ 
Doch an ein Ende des Steuerwirrwarrs ist nicht zu denken, das macht die Antwort des Bundesfinanzministeriums deutlich. Dort erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Sarah Ryglewski den Weihnachts-Irrsinn mit den „objektiven Unterschieden der Erzeugnisse“ und hält die Regeln „auch weiterhin für angemessen“.

Quelle: Frank Schäffler, MdB, Abgeordneten-News vom 13.12.2019

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„Goldener Engel der Scheinheiligkeit“ 2019: Oxfam Deutschland 

5. April 2019/von Prometheus

Den Negativ-Preis „Goldener Engel der Scheinheiligkeit“ erhält in diesem Jahr die Organisation Oxfam Deutschland. Die Organisation erhält den zum zweiten Mal verliehenen Preis für ihre irreführende, auf Negativität und Neid basierende Kommunikation. Frank Schäffler dazu: „Man darf sich nicht auf die Logik Oxfams einlassen. Sie malen alles dunkel und schlecht.“

Prometheus legt wert darauf, dass sie die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und insbesondere der Nothilfe stattfindende Arbeit Oxfams ausdrücklich von dem Preis ausnehmen.

Aus der Begründung:

Sie setzen auf Neid anstatt auf Motivation. Anstatt den Blick darauf zu richten, wie arme Menschen nachhaltig aus ihrer Situation herauskommen können, konzentrieren Sie sich in Ihrer Kommunikation auf Vorschläge, wie man „den Reichen“ etwas wegnehmen könnte.

„Diese Kommunikation ist in Zeiten von Fake News und wachsendem Populismus besonders gefährlich“, sagt Schäffler.

Ihre populistische Rhetorik gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Durch Ihre zugespitzten und zum Teil unsinnigen Vergleiche und plakativen Formulierungen tragen sie dazu bei, dass innergesellschaftliche Debatten an Schärfe gewinnen und unterschiedliche Gruppen gegeneinander in Stellung gebracht werden. Diese Klassenkampfrhetorik löst bestehende Probleme nicht, produziert aber neue.

Ihre Kommunikation ist unglaubwürdig. Wenn man Ihre eigenen Maßstäbe auf Ihre Organisation in Deutschland anwendet, wird klar, dass Sie selber auch nicht an diese Maximen glauben. Folgt man dieser Logik im Blick auf die Gehälter von Oxfam Deutschland, wird die Absurdität der Vergleiche deutlich:

Die Geschäftsführerin verdient an einem Tag das, was jemand in Burundi in einem Jahr verdient. Oder: Um so viel zu verdienen wie ein Bereichsleiter im Monat bekommt, müssen Menschen, die in Bangladesch zum Mindestlohn arbeiten, fünf bis sechs Jahre lang schuften. Oder: Was eine Fachliche Koordinatorin in einer Woche verdient, entspricht dem Gesamtvermögen von vier Äthiopierinnen oder 22 Malawiern. Oder: Die vier leitenden Angestellten verdienen im Jahr so viel wie 173 Haitianer. Oder: Das jährliche Personalbudget für 92 Hauptamtliche, 13 Studenten und 1 geringfügig Beschäftigten (4.462.278,60 €) ist so viel wie 11.668 ugandische Kaffeebauern-Familien in einem Jahr an Einkommen generieren.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: https://prometheusinstitut.de/goldener-engel-der-scheinheiligkeit-2019-oxfam-deutschland/

Quelle: prometheusinstitut.de

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Nils Hesse Wirtschaftsthemen verständlich vermitteln

Wie schreibe ich verständlich?

Verständliche Texte öffnen die Tür zu interessierten Lesern und interessanten Karrieremöglichkeiten.

1. Für den Leser schreiben

Die wichtigste Regel auf dem Weg zu verständlichen Texten: Schreib nicht für dich, schreib für die Leser. Dazu musst du deinen typischen Leser kennen, seine Interessen, sein Vorwissen, seine Wünsche.

2. Eine Kernbotschaft transportieren

Dein Text braucht genau eine spannende Kernbotschaft, die möglichst aktuell und ungewöhnlich ist oder den Leser persönlich betrifft. Die Kernbotschaft gibt die Richtung für deinen Text vor. Jede Frage, die du beantwortest, sollte einen direkten Bezug zur Kernbotschaft haben.

3. Rotem Faden folgen

Dein Text braucht eine spannende Überschrift, einen anregenden Einstieg, eine klare innere und äußere Ordnung und einen letzten Absatz, der die Kernbotschaft verfestigt, den Erzählstrang schließt und dem Leser Emotionen oder offene Fragen mit auf den Weg gibt.

4. Die richtigen Wörter

Nutze kurze, schlichte, konkrete und lebhafte Wörter. Die meiste Kraft steckt in alten Einsilbern wie Geld und Geiz, Hass und Neid, Wut und Gier, Hab und Gut. Benenne die kleinste Einheit und beschreibe sie anschaulich. Nutze starke Verben und verzichte auf Füllwörter, Nominalstil (Wörter

die mit „ung“, „heit“ und „keit“ enden), Sprachklischees, Floskeln, Binsenweisheiten, Modewörter, Bürokratendeutsch, Doppelungen, zu viele Adjektive, Adverbien und Anglizismen.

5. Die richtigen Sätze

Die richtigen Wörter gehören in die richtigen Sätze. Nutze vor allem Hauptsätze und nur sparsam Nebensätze und verzichte auf Schachtelsätze. Jeder Gedanke hat einen eigenen Satz verdient. Alles, was zusammengehört, sollte auch zusammenbleiben: Subjekt und Prädikat; die beiden Hälften

des Verbums; Artikel und Substantiv; ein Hauptsatz; ein Gedanke.

6. Die richtigen Anreize

Um aus einem soliden Text einen hervorragenden Text zu machen, brauchst du zusätzliche Anreize: Direkte Ansprache, prägnante Zitate, konkrete Beispiele, anschauliche Bilder, anregende Fragen, provokante Thesen, leicht verdauliche Zahlen, übersichtliche Abbildungen, eine Prise Humor und vor allem packende kleine Geschichten.

7. Zahlen plastisch machen

Einer nackten Zahl sieht man selten an, ob Sie korrekt erhoben und korrekt wiedergegeben wurde. Sie braucht seriöse Quellen, eine möglichst aktuelle Datumsangabe und eine verständliche Einordnung. Setze Zahlen nur dosiert ein, interpretiere und übersetze sie, etwa indem du zu einer großen Hektarzahl schreibst, wie viele Fußballfelder diese Zahl entspricht.

8. Die richtige Kontrolle

Verständliche schreiben ist gut, den Text richtig kontrollieren besser. Dazu musst du Abstand zu deinem Text gewinnen: Zeitlich, örtlich, förmlich. Drucke den Text nach einigen Tagen oder Wochen Pause aus und lies ihn nicht am Schreibtisch Korrektur. Am meisten Abstand haben Testleser. Ihre Rückmeldung solltest du ernstnehmen, auch wenn es mitunter schwerfällt.

Folgende Fragen helfen bei der Korrektur:

• Was ist die Kernbotschaft?

• Kann der gedachte Leser den Text verstehen?

• Sind die Argumente klar und verständlich?

• Wo können Absätze oder Zwischenüberschriften eingefügt, wo Wörter hervorgehoben werden?

• Gibt es präzisere, treffendere oder anschaulichere Formulierungen?

• Welche Wörter und Sätze können gestrichen werden, ohne den Sinn zu verstellen?

• Welche ung-Wörter und Passivkonstruktionen können aufgelöst werden?

• Welche Schachtelsätze können entschachtelt werden?

• Gibt es angemessen viele Beispiele und Bilder im Text?

• Stimmen die Verweise im Text oder haben sich Kapitelnamen, Überschriften, Nummerierungen und Seitenzahlen geändert?

Weitere Tipps und zahlreiche Beispiele, wie man im Job mit Texten überzeugt, gibt euch Nils Hesse in seinem Buch „Wirtschaftsthemen verständlich vermitteln“.

Originalbeitrag: www.karriereboost.de

Quelle: Prospero GmbH Presse-und Öffentlichkeitsarbeit



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Finanzberatung nach klaren Regeln Entwurf für die DIN 77230 „Basisanalyse der finanziellen Situation von Privathaushalten“ veröffentlicht


Initiator und Obmann des Normausschusses, der die DIN 77230 erarbeitet hat: Dr. Klaus Möller, Vorstand bei DEFINO Institut für Finanznorm AG. Bild: Defino

Berlin, 08.06.2018. Die DIN-Norm 77230 „Basisanalyse der finanziellen Situation von Privathaushalten“ soll zu einer objektiven Finanzberatung nach klaren Vorgaben beitragen. Etwa 40 Vertreter von Banken, Versicherungen, Finanzberatungsunternehmen, Prozessentwicklern, aus der Wissenschaft und von Verbraucherseite haben den Entwurf gemeinsam erarbeitet. Bis zum 8. August 2018 kann diesen jeder auf https://www.din.de einsehen und kommentieren. Jeder Hinweis wird von DIN geprüft und kann in das finale Dokument einfließen – nach Abschluss der Einspruchsphase soll die Norm voraussichtlich im vierten Quartal 2018 veröffentlicht werden.

Für objektive Empfehlungen Welche Versicherungen hat der Kunde? Gibt es finanzielle Rücklagen? Was empfiehlt sich für die Altersvorsorge? Diese und weitere Fragen können Berater im Gespräch mit Kunden dank DIN-Norm nach einem festgelegten Prozess klären. „Mit einer Finanzanalyse nach DIN 77230 lassen sich messbare, objektive und am individuellen Bedarf ausgerichtete Empfehlungen geben“, erklärt Dr. Klaus Möller, Initiator und Obmann des Normenausschusses, der die DIN 77230 erarbeitet hat. Der standardisierte Prozess hilft dabei, die finanzielle Situation von Privathaushalten in den Bereichen Sach-/Vermögensrisiken, Vorsorge und Vermögensplanung zu erfassen und zu bewerten. Berater haben für das Gespräch mit dem Kunden so zudem eine nützliche Orientierungshilfe. Verbraucher können sich dank DIN 77230 auf nachvollziehbare und unabhängige Ergebnisse verlassen: Wird nach Norm gearbeitet, ist das Ergebnis der Analyse immer vergleichbar, egal welcher Berater diese vorgenommen hat.

Erfahrungen mit DIN SPEC 77222 berücksichtigt Der Norm-Entwurf basiert auf der DIN SPEC 77222 „Standardisierte Finanzanalyse für den Privathaushalt“. Die Spezifikation wird bereits seit 2014 von Banken, Versicherungen und Finanzberatern zur Beratung verwendet. Der nun veröffentlichte Entwurf für die Norm geht inhaltlich noch einen Schritt weiter: „Die Erfahrungen, die Anwender mit der DIN SPEC gemacht haben, sind in die DIN 77230 eingeflossen, die Norm ist deshalb noch näher dran an den Bedürfnissen der Branche. Außerdem sind neue Themen wie „Zinsänderungsrisiko bei Immobilienfinanzierungen“, „Schaffung von Startkapital für die Ausbildung“ sowie „Schaffung von Eigenkapital für den Erwerb von eigengenutztem Wohneigentum“ hinzugekommen. Wir empfehlen deshalb, sich an der DIN 77230 zu orientieren, sobald der finale Standard veröffentlicht ist“, sagt Dr. Klaus Möller. Hinzu kommt: Im Gegensatz zu einer DIN SPEC, die in kleineren Arbeitsgruppen und ohne Konsenspflicht entsteht, wird eine DIN-Norm von allen interessierten Kreisen gemeinsam erarbeitet. Normen genießen in den jeweiligen Branchen deshalb in der Regel einen höheren Stellenwert und eine größere Akzeptanz.

Quelle: DIN e.V.

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