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Category Archives: Medien

Der offene InvestAnalyseBrief

©InvestAnalyseBrief

Liebe Leser des InvestAnalyseBrief,

die von mir immer wieder zitierten politischen Märkte gewinnen durch die aktuellen Veröffentlichungen am Rande des Trump-Putin-Gipfels traurige Bestätigung. Im Vorfeld ließ der russische Präsident die von seinem Land gehaltenen US-Staatsanleihen von etwa 80 Milliarden US-Dollar auf jetzt knapp 15 Milliarden US-Dollar schrumpfen. Dieser strategische Verkauf bewirkte, dass die Renditen der zehnjährigen Anleihen in den letzten beiden Monaten von 2,7 auf 3,1 Prozent in die Höhe schnellten. Ein geschickter und mächtiger Schachzug des taktischen Russen, um Trump seine Wirtschaftsmacht zu demonstrieren. Die politische Dimension dieses Handelns ist auch im Zeitpunkt abzulesen: Just zu Beginn dieser Aktion schossen die Amerikaner – sprich Trump – durch unerwartete Sanktionen einen russischen Aluminiumkonzern aus dem Rennen. Das Spiel eines Gegenschlages, den Trump ernst nimmt, versteht Wladimir Putin wie kein Zweiter.

Eine negative Signalwirkung für den Finanzmarkt geht auch von dem Dresdner Urteil gegen die Ex-Infinus-Manager aus. Betroffen sind rund 22.000 Anleger, etwas über 300 Millionen Euro stehen im Feuer. Das Urteil: gewerbsmäßiger Bandenbetrug in besonders schwerem Fall und Kapitalanlagebetrug. Dem Gericht nach ist ein „Schneeballsytem“ betrieben worden. Der Hauptangeklagte erhielt acht Jahre Haft sowie vier Mitangeklagte Freiheitsstrafen zwischen fünf Jahren und vier Monaten bis sechs Jahren. Dem Rechtsstaat ist damit Genüge getan, obwohl Kapitalmarktbeobachter als Verteidigung ein Deloitte-Gutachten als Basis für das Geschäftsmodell anführen. So oder so, dem Anleger hilft dies wenig. Denn nach Einschätzungen des Insolvenzverwalters über das ehemalige Vermögen der Infinus rechnet dieser mit einer Quote von etwa 20 Prozent aus der Insolvenzmasse der AG und dem beschlagnahmten Vermögen der Angeklagten. Lesenswert in diesem Zusammenhang ist ein Interview von n-tv online vom 09.07.2018 mit dem Sachverständigen und Anwalt Lambertus Fuhrmann.

Global, international und national werden uns ökonomisch die nun begonnenen Handelskriege viele Überraschungen bereiten. Trump lässt diese bewusst eskalieren, in der naiven Haltung, dass sich China genauso einschüchtern lässt wie Europa. Der amerikanische Präsident denkt nie weiter als bis zum nächsten Schritt. Das ist seine Achillesferse. Er glaubt fest an die Wirkung seiner Verbalangriffe, die ihm in seinen Immobiliengeschäften immer geholfen haben. Politik und Volkswirtschaft funktionieren aber nicht so. Selbst das ungeschriebene Tabu, sich zu Entscheidungen der FED zu äußern, missachtet er. Mit diesem Präsidenten, der fast ausnahmslos auf devote europäische Politiker trifft, wird die ökonomische und sicherheitspolitische Nachkriegsordnung zusammenbrechen. Die Amerikaner sind weiter die besten Freunde der Europäer, nicht aber Trump und seine Vasallen. Es ist Zeit, dass Europa sich über nationale Grenzen hinweg stark macht. Denn nur gemeinsam kann sich Europa mit seinen eigenen zahlreichen Problemen in der Zwickmühle zwischen den Schwergewichten Russland und USA wirtschaftlich behaupten.

Bleiben Sie kritisch und zeigen Sie #finanzbewusstsein!

Ihr Edmund Pelikan

Den aktuellen InvestAnalyseBrief finden Sie hier:

Der Offene InvestAnalyseBrief Nr 33

2018 erschienene Magazine finden Sie hier:

Der Offene InvestAnalyseBrief Nr 32

Der Offene InvestAnalyseBrief Nr 31

Der Offene InvestAnalyseBrief Nr. 30

 

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++++ FOR – family office report ++++

Das neue Magazin der Stiftung Finanzbildung erscheint quartalsweise im Verlag epk media und richtet sich an (semi-) institutionelle Investoren.

Der Think Tank „Stiftung Finanzbildung“ beobachtet und kommentiert seit Jahren die monetären Märkte. Ziel ist es, Widersprüche auszudecken und auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Dabei will die Stiftung sich nicht nur um die Finanzbildung des Wirtschaftsnachwuchses kümmern, sondern die Diskussion auch unter den Profis beleben.

Mit dem neuen Magazin „FOR – family office report“, das kostenfrei an etwa 200 Family Offices geschickt wird, entspricht die Stiftung Finanzbildung einem oft geäußerten Wunsch, auch unter den Profis Impulse zum monetären Diskurs zu setzen.

Viel Freude beim Lesen und bewahren sie sich ihren Widerspruchgeist.

Ihr
Edmund Pelikan

FOR – family office report Juni/Juli 2018

Bereits veröffentlichte Ausgaben:

FOR – family office report April/Mai 2018

FOR – family office report März 2018-Ausgabe

FOR – family office report Dezember 2017-Ausgabe 

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PROMETHEUS Freiheitsinstitut: Fackelträger Stiftung Finanzbildung

Landshut, 05.07.2018 (Meldung Stiftung Finanzbildung): Ein kleines Zeichen von anderer Seite, dass nicht nur wir alleine uns für eine liberale Finanzbildung einsetzen. Denn PROMETHEUS Freiheitsinstitut fördert wie wir, dass jeder Mensch sich frei entfalten und von seinen Talenten und Möglichkeiten profitieren soll. Das Team von Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler unterstützen wir bei diesem Anliegen, denn nur ein Mensch, der gelernt hat, seine Welt zu verstehen, wird darin auch seinen eigenen Weg finden. Und gerade im Thema Finanzbildung kommen viele junge Menschen zu kurz, da diese Thematik auch in den Schulen nicht genügend Beachtung geschenkt bekommt.

Gerne zeigen wir als Stiftung Finanzbildung durch unsere Funktion als Fackelträger der PROMETHEUS unsere Verbundenheit.

Quelle: epk media

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FDP – Bürgerfonds mit Macken

Landshut, 14.05.2018 (in eigner Sache): Durch einen Zufall ist mir als Wirtschaftspublizist und Sachverständiger das Entwurfspapier eines FDP Bürgerfonds in die Hände gefallen, das am 15. Mai auf dem Wirtschaftsforum der Partei präsentiert und diskutiert werden soll. Entwickelt und vorgestellt werden soll das Papier von Unternehmerlegende und Milliardär Dr. Lutz Helmig. Geladen sind nur Wirtschaftsgrößen und hochrangige Parteifunktionäre.

Durch die Kenntnis des Papiers und meiner Aktivität als Gründer der Stiftung Finanzbildung habe ich gemeinsam mit dem Young Professional Fabian Langaard die Finanzierung dieses „Deutschen Staatsfonds“ näher betrachtet. Und was dort geplant ist, ist einer FDP, die seit der Finanzkrise mit den verfehlten Griechenlandrettungen und dem Wirken eines Eurorebels Frank Schäfflers etwas gelernt haben will, nicht würdig.

Es werden zum Beispiel die deutschen Targetsalden der EZB als Wert angesehen oder eine Ausgabe einer oder mehrerer 100-jährigen Deutschland-Anleihen in Erwägung gezogen. Insbesondere letzteres grenzt an Anlegerbetrug. Details lesen Sie in unserem Magazin FOR – family office report April/Mai 2018.

Wie ein solider Staatsfonds geschaffen werden kann, beweist eindrucksvoll seit mehr als 20 Jahren Norwegen. Das kürzlich erschienene Buch „So werden Sie reich wie Norwegen“ von Clemens Bomsdorf beschreibt die Wirkungsweise des erfolgreichsten und nachhaltigsten Staatsfonds der Welt wunderbar.

Ich muss gestehen, dass ich selbst FDP Mitglied bin und ein überzeugter Anhänger einer sozial-liberalen Wirtschaftspolitik, was man meinen Schriften entnehmen kann. Aber in dem vorliegenden Entwurf eines Deutschen Bürgerfonds von Dr. Lutz Helmig, ein von mir sonst sehr geschätzter Unternehmer und kluger Investor, erkennen ich nichts davon wieder. Das Credo dieses Entwurfs folgt der bekannte Aussage Francois Hollands „Das kostet ja nichts, das bezahlt der Staat“ oder anders ausgedrückt: Geldschöpfung aus dem Nichts bis ans Ende der Tage.

Hoffentlich nicht bis ans Ende der Tage der FDP!

Quelle: Stiftung Finanzbildung

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Gottfried Heller: Die Revolution der Geldanlage

André Kostolany war eine Börsenlegende. Er war in den 1980er und 1990er Dauergast in den abendlichen Talkshows, wo er in einfachen Sätzen die Börsenwelt erklärte, und die Menschen von der Aktie als Altersvorsorge überzeugen wollte. Seine Weisheiten werden heute noch viel zitiert. Eine davon lautet: „Ein Anleger soll in ein solides, internationales Aktiendepot investieren, dann Schlaftabletten nehmen und schlafen, und wenn er nach fünf oder sechs Jahren aufwacht, wird er meist eine angenehme Überraschung erleben.“ Sein kongenialer Partner war Gottfried Heller, mit dem er 1971 die FIDUKA, eine unabhängige Vermögensverwaltung in München, gründete, die bis heute zu den Großen der Branche gehört. Heller, ein überzeugter Anhänger der Marktwirtschaft im Erhardschen Sinne, hat jetzt ein Buch vorgelegt, das die Idee Kostolanys aufgreift und heutigen Lesern zugänglich macht. Nicht mehr und nicht weniger als „Die Revolution der Geldanlage“ schwebt ihm dabei vor. Dabei ist das Buch nicht ein typisches Anlegerbuch, sondern es ist autobiographisch, politisch und visionär. Das unterscheidet es von vielen anderen auf dem Büchermarkt. Wahrscheinlich gibt es kaum jemanden in Deutschland, der so viele Erfahrungen als Investor gesammelt hat. Daher ist schon alleine der Rückblick auf ein erfolgreiches Leben als Vermögensverwalter lesenswert.

Was Gottfried Heller umtreibt, ist der Umstand, dass die Deutschen ihr Geld falsch anlegen, damit Chancen für die Zukunft verspielen und so vielfach Altersarmut droht. Diese Ängste haben historische und politische Gründe. Die historischen Währungsreformen 1923 und 1948 haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingeprägt. Über diese Ängste schreibt er ein ganzes Kapitel. Die Angst vor Inflation, vor dem Verlust mit Lebensversicherungen und von der dauerhaften Nullzinspolitik der EZB. Nicht alles wischt er als unbegründet einfach weg. Denn die Währungsunion in Europa ist tatsächlich ein Sprengsatz für den Kontinent. Der Euro habe die Europäische Union in zwei Lager gespalten. Durchhalteparolen im Merkelschen Sinne hält er für gefährlich.

Er schlägt vor, eine flexible Währungsunion zu bilden, die einen geregelten Austritt, aber auch einen Wiedereintritt erlaubt. Speziell für Griechenland hält er den Austritt für erforderlich, damit das Land außerhalb des Euros seine neue Währung abwerten und selbstbestimmte Reformen durchführen kann. Die Glaubwürdigkeit der EZB sieht er schwer beschädigt. Der Ankauf von Staatsanleihen in Billionenhöhe ist für ihn eine Staatsfinanzierung durch die Hintertür. Er schlägt eine Stimmgewichtung nach der Größe der Haftung der einzelnen Notenbanken vor. Ob das hilft, wenn alle im Glashaus sitzen?

Die Revolution der Geldanlage sieht er in den ETFs (exchange-traded funds), also börsengehandelten Fonds. Sie ermöglichen es inzwischen auch Kleinanlegern, in breitgestreute Portefeuilles und Indizes zu investieren. Was früher nur großen Vermögensverwaltern oder Fonds möglich war, ist heute mit geringen Beträgen und geringen Kosten jedem Anleger möglich. Er ist geradezu begeistert von dieser Anlagekategorie. „Wenn es um Einfachheit, niedrige Kosten und eine solide Performance geht, sind ETFs unschlagbar.“ Inzwischen gibt es über 1.000 ETFs, die an deutschen Börsen gehandelt werden. Alleine mit 15 ETFs könnten so 8.000 bis 10.000 Einzeltitel abgebildet werden.

Der Regierung liest der Grandseigneur der deutschen Vermögensverwalter die Leviten. Die einseitige Förderung der Riester-Rente hält er für grundfalsch. Er zitiert Horst Seehofer, der 2016 die Riester-Rente für gescheitert erklärt hat. Ähnlich wie Rürup-Renten und die vielen Pensionskassen leiden diese Instrumente an der übermäßigen Anlage in Zinspapieren und an der Verrentungspflicht am Ende ihrer Laufzeit. Dies mache die Produkte unrentabel und teuer. Zahlreiche Länder machen es da wesentlich besser. Als Beispiel nennt er die USA, wo in die so genannten 401(k)-Pläne bis zu 15 Prozent des Jahreseinkommens steuerfrei auch in Aktien- und gemischte Fonds investiert werden können.

Letztlich plädiert Gottfried Heller in seinem Buch für mehr Freiheit des Einzelnen. Der Staat solle die Menschen nicht an die Hand nehmen, sondern jedem einzelnen die Chance für ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Das ist das eigentliche Bekenntnis dieses sehr lesenswerten Buches. Daher zitiert er auch die Philosophie Erhards: „Jeder ist seines Glückes Schmied. Es herrscht die individuelle Freiheit und dies umso mehr, je weniger sich der Staat anmaßt, den einzelnen Staatsbürger zu gängeln oder sich zu seinem Schutzherren aufspielen zu wollen.“

Gottfried Heller: Die Revolution der Geldanlage – Wie Sie mit einfachen Methoden erfolgreich investieren, FinanzbuchVerlag, München, 2018.

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Fundamental Capital kooperiert mit FondsDISCOUNT.de

Fundamental-Capital_Gruppenbild

Willich, 20. März 2018 – Der Online-Vermögensverwalter Fundamental Capital, spezialisiert auf Anlagestrategien, die mithilfe von Algorithmen und Einzeltiteln umgesetzt werden, kooperiert ab sofort mit FondsDISCOUNT.de, einem unabhängigen Online-Fondsvermittler der wallstreet:online capital AG.

Kunden von FondsDISCOUNT.de können dabei durch die Einbindung von Fundamental Capital in dessen Angebot mit wenigen Klicks ihr Kapital dort anlegen.

„Wir freuen uns, dass wir mit FondsDISCOUNT.de einen der führenden Vermittler von Geldanlage-Produkten gewinnen konnten. Die Zusammenarbeit eröffnet uns eine weitere Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen“, erklärt Uwe Zimmer, Geschäftsführer von Fundamental Capital.

„Wir sind froh, mit Fundamental Capital einen innovativen Partner gefunden zu haben, mit dem wir unser Produkt- und Serviceportfolio um eine neue Facette erweitern können – die des Technologie-getriebenen, aktiven Value-Investierens. Besonders freue ich mich darüber, dass wir einen Robo-Advisor anbieten, der mehr kann, als nur nach ETFs zu suchen. Einerseits ist Fundamental Capital einzelaktien- statt indexbasiert und erwirbt für seine Kunden „echte“, also physische Aktien. Hinter diesen Anlageentscheidungen steht ein intelligenter Algorithmus, der rund um die Uhr 60.000 Aktien weltweit überprüft und bei der richtigen, weil günstigen Gelegenheit die Wertpapiere kauft. Zudem steht hinter dem ganzen Prozess ein ausgereiftes System zur Risikoanalyse“, sagt Thomas Soltau, Vorstand der wallstreet:online capital AG und Vertriebsleiter bei FondsDISCOUNT.de.

Nachdem Fundamental Capital im November 2017 in den Markt eingetreten ist, erschließt sich das Fintech-Unternehmen durch die neue Kooperation nun zusätzliche Kundensegmente. Als echte B2B-Partnerschaft ist die Zusammenarbeit mit FondsDISCOUNT.de dabei auch richtungsweisend für zukünftige Geschäftsbeziehungen von Fundamental Capital – geplant sind weitere Vertriebskooperationen im In- und Ausland.

Quelle: Fundamental Capital 

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Newsletter – Forum Nachhaltige Geldanlage

Pressemitteilung des Forums Nachhaltige Geldanlagen vom 22

Den  Newsletter erhalten Sie hier.

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Geldpolitische Beschlüsse

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Frankfurt am Main, 20. Juli 2017 – Auf der heutigen Sitzung beschloss der EZB-Rat, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,00 %, 0,25 % bzw. -0,40 % zu belassen.

Der EZB-Rat geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen für längere Zeit und weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden.

Was die geldpolitischen Maßnahmen betrifft, so bestätigt der EZB-Rat, dass der Nettoerwerb von Vermögenswerten, im derzeitigen Umfang von monatlich 60 Mrd €, bis Ende Dezember 2017 oder erforderlichenfalls darüber hinaus erfolgen soll und in jedem Fall so lange, bis der EZB-Rat eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennt, die mit seinem Inflationsziel im Einklang steht. Der Nettoerwerb von Vermögenswerten wird parallel zur Reinvestition der Tilgungszahlungen für im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten erworbene und fällig werdende Wertpapiere durchgeführt. Sollte sich der Ausblick eintrüben oder sollten die Finanzierungsbedingungen nicht mehr mit einem weiteren Fortschritt hin zu einer nachhaltigen Korrektur der Inflationsentwicklung im Einklang stehen, so ist der EZB-Rat bereit, das Programm im Hinblick auf Umfang und/oder Dauer auszuweiten.

Quelle: Europäische Zentralbank, Pressemitteilung vom 20. Juli 2017

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Digitalisierungskompetenz durch M&L in der Wettbewerbsjury „Jugend wirtschaftet!“

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Frankfurt, 30.06.2017 (Pressemitteilung): Können sich Schüler in komplexe Themen wie Big Data einarbeiten und eine Transferleistung zu ökonomischen Anwendungsgebieten schaffen? Die Antwort darauf ist eindeutig: JA. Seit über fünf Jahren führt die Stiftung Finanzbildung den Wettbewerb für Finanz- und Wirtschaftskompetenz unter dem Namen „Jugend wirtschaftet!“ durch. Dabei können Oberstufenschüler in Bayern finanz- bzw. wirtschaftsökonomische Abschluss-, Seminar- und Facharbeiten zur Prämierung einreichen. Erstmals wurden auch Arbeiten zu dem wichtigen Themenkomplex Digitalisierung eingereicht.  
Lob und Anerkennung ist hier vor allem auch den Lehrern auszusprechen, die sich an diese nicht immer leichten Inhalte heranwagen. Allen voran das Präsidiumsmitglied des bayerischen Wirtschaftsphilologen-Verbandes Nikolas Gäbel vom Theserien-Gymnasium ins Ansbach, der diesen innovativen und wichtigen Schritt gewagt hat und seinem Seminar Arbeiten in diesem Themenumfeld gegeben hat.
Damit stellten die eingereichten Texte nicht nur die Schulen und die Schüler vor eine Herausforderung, sondern auch die Jury des Wettbewerbes der Stiftung Finanzbildung: Denn die Jury war ausnahmeslos mit Wirtschafts- und Finanzfachleuten besetzt, aber nicht unbedingt mit Experten für Digitalisierung. Und so verstärkte sich die Jury kurzer Hand mit dem Frankfurter Wirtschaftsingenieur und Chef der M&L Unternehmensberatung, Matthias Mauer, einem ausgewiesenen Big Data Fachmann. Und die Mühen aller Beteiligten haben sich gelohnt: Insgesamt drei Arbeiten mit Digitalisierungsinhalten erreichten die letzte Wertungsrunde.
„Der Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ gibt mit seiner Themenerweiterung ein wichtiges Signal für die allgegenwärtige Digitalisierung“, freut sich Matthias Mauer über seine Juryerfahrungen bei der Stiftung Finanzbildung, „der Wettbewerb zeigt, dass innovative Lehrer ihre Schüler schon heute auf die neue Welt des Big oder Smart Datas vorbereiten können.“

Quelle: M&L

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Unsicherheit in Finanzfragen Jugend auf verlorenem Posten

Bamberg, Februar 2017 – Die Unsicherheit in Finanzfragen hat Deutschland und Europa fest im Griff. Zahlreiche Studien zeichnen ein düsteres Bild vom Wissenstand in diesem Bereich. Nach einer Studie aus dem Jahr 2016 geben etwa 53 Prozent an, sich nur halbwegs gut mit Banken- und Versicherungsthemen auszukennen, und gut 13 Prozent meinen, ihre Kenntnisse über die Finanzwelt seien schlicht nicht vorhanden. In einer Welt, in der immer alles jederzeit mit jedem Budget verfügbar scheint und in der Ratenzahlungen sowie NullProzent-Finanzierungen an der Tagesordnung sind, wird das Wissen um Finanzen wichtiger denn je. Gegensteuern lässt sich nur mit einer grundlegenden Bildung in diesem Bereich, doch wie lässt sich diese vermitteln? „In der schulischen Ausbildung ist leider kein Fach ‚Finanzkunde‘ vorgesehen. Da bleibt nur die private Beschäftigung mit dem Gegenstand übrig. Das Umfeld und die Eltern sind gefragt, das Thema ernst zu nehmen und so dafür zu sorgen, dass ihre Kinder später nicht in die Schuldenfalle tappen oder auf unseriöse Berater hereinfallen“, fordert Reiner Braun, einer der Gründer des unabhängigen Expertennetzwerks Finanzkun.de. 

Junge Generationen und Frauen im Hintertreffen
Besonders Frauen und junge Menschen haben Nachholbedarf im Bereich Finanzwissen.  Bei risikorelevanten Fragen hinken Frauen im europaweiten Vergleich den Männern immer noch hinterher. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern in grundlegenden Finanzfragen zeigt sich deutlich in Italien: Männer beantworteten 25 Prozent mehr Fragen richtig als die befragten Frauen. Bei risikorelevanten Finanzfragen weist Belgien den größten Geschlechterunterschied auf. Knapp dahinter Deutschland auf dem zweiten Platz. Aber es geht noch extremer: In Portugal haben beide Geschlechter ein ähnlich schlechtes Verständnis in Finanzfragen. Auch die jungen Generationen müssen aufholen: Die unter 35Jährigen verfügen im Generationenvergleich über die geringsten Finanzkenntnisse. „Eine fatale Situation für die Zukunft jedes Einzelnen und ganz Europas“, so Braun.

Pures Desinteresse?
Einerseits mangelt es an der nötigen schulischen Ausbildung in Sachen Finanzen, andererseits ist das Interesse an solchen Themen auch nicht besonders hoch. Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung haben 44 Prozent der Befragten keinerlei Interesse am Thema Finanzen. Dabei fiel auf: Die Begeisterung steigt mit der Höhe des Einkommens. Jeder dritte Befragte macht sich Gedanken um die Altersvorsorge, knapp 25 Prozent beschäftigen sich mit dem Thema Geldanlage. Besonders das Desinteresse der 14- bis 19-Jährigen am Thema Finanzen mit einem Anteil von 87 Prozent war erschreckend groß.

Ausbrechen aus der Unsicherheit 
Ein Grundwissen in puncto Finanzen und Risiken macht es erst möglich, positive finanzielle Entscheidungen treffen zu können. Dies bestätigt auch eine Studie aus diesem Jahr: Ein besseres Verständnis für finanzielle Konzepte sorgt dafür, dass auch günstigere Entscheidungen zu Sparmöglichkeiten, Investitionen und Finanzprodukten getroffen werden können. Diejenigen, die finanzielle und risikobezogene Konzepte verstehen, treffen mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit bessere finanzielle Entscheidungen. „Eine gute Finanzbildung ist die Grundlage einer langfristig gesunden Gesellschaft. Solange es kein Schulfach ‚Finanzkunde‘ gibt, muss sich der Einzelne selbst um sein Finanzwissen kümmern. Eltern können ihre Kinder nicht früh genug mit der Materie bekannt machen, denn ‚Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr‘“, erklärt Braun. „Aber auch im Erwachsenenalter kann man immer noch etwas dazulernen.“

Weitere Informationen unter www.finanzkun.de

Über Finanzkun.de 
Als Kollegennetzwerk aus unabhängigen Finanzberatern informiert Finanzkun.de seit August 2015 über sämtliche Aspekte des Finanzwissens. Das Portal hat sich zum Ziel gesetzt, dem mangelnden Finanzwissen in Deutschland entgegenzuwirken und Verbraucher und seriöse Finanzberater zusammenzubringen. Die URL entstand aus dem Spannungsverhältnis von DIE Finanzkunde und DER Finanzkunde. Im Magazin des Expertennetzwerks stellen aktuell rund 80 praktizierende Finanzberater aus ganz Deutschland ihr Praxiswissen in Artikelform zur Verfügung – stets leserfreundlich und informativ aufbereitet. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Vermittlung von Finanzdienstleistungen, sondern auf der beratenden Funktion der Experten. Verbraucher sollen so umfassender aufgeklärt und besser auf Beratungsgespräche vorbereitet werden. Finanzberater nutzen das Portal als wirkungsvollen Multiplikator und um zusätzlichen Traffic zu generieren. Alle Finanzberater werden vor der Aufnahme in das Netzwerk einer strikten Prüfung unterzogen und müssen einen Beraterkodex unterschreiben.

 

 

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