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Category Archives: Debatte

Ein Amateur raubt eine Bank aus; ein Profi eröffnet ein Hawala-Unternehmen?

©shutterstockLandshut, 04.02.2016 – Hawala – aus dem arabischen Wortstamm hwl, was so viel wie wechseln und überweisen bedeutet – ist ein etwas anderes Banksystem.

Traditionell stammt es aus der muslimischen Welt, wird vom Koran bestärkt und ist vor allem in armen und wirtschaftlich schwachen Ländern vorzufinden. Dort gibt es meist keine staatlichen Banken oder, aber falls welche vorhanden sind, dann ist es meistens trotzdem ratsamer, dem bekannten Hawala-Anbieter an der nächsten Ecke zu vertrauen als einer Bank, die dem nicht selten korrupten Staat unterliegt.

Das Prinzip könnte simpler nicht sein. Man braucht lediglich ein Telefon, einen Mittelsmann und eine Menge Vertrauen. Will man zum Beispiel einer bestimmten Person in, sagen wir mal, Somalia einen Betrag zukommen lassen, so geht man zu einem Hawala-Anbieter, welcher meist ein kleines Reisebüro, einen Friseurladen oder Marktstand nebenbei führt. Diesem übergibt man die Summe bar, bekommt dafür einen Code, den man dann dem Empfänger weitersagt. Wenn nun dieser zum bestimmten Mittelsmann in seiner Ortschaft geht und den vereinbarten Code vorlegt, wird ihm das Geld übergeben. Im Prinzip ist es eine herkömmliche Überweisung, bei der man ja auch einen Betrag von Person A zu Person B bringt.

Wie man sieht, braucht man bei Hawala keine Bank, kein Konto, keine lästigen Formulare, nur hin und wieder wird nach dem Personalausweis gefragt. Mehr nicht.

Dies ist dann meist der Moment, in welchem man sich fragt, ob das nicht vielleicht ausgenutzt wird.

Etwa von Terroristen?

Das Bundeskriminalamt zum Beispiel sieht Hawala mit äußerst kritischen Augen. Geldtransfer ohne Nachverfolgung ist schließlich eine perfekte Methode, um Terroranschläge in der ganzen Welt zu finanzieren. Es gibt nicht einmal eine zentrale Hawala-Aufsichtsbehörde. Es sind nur die Anbieter, die dazu verpflichtet sind, Unregelmäßigkeiten, wie hohe Summen oder des öfteren derselbe Kunde, zu melden. Auf diesem Weg wurden in den 1990er Jahren mehrere Fälle von Menschenschmuggel bekannt, deren Schlepper per Hawala bezahlt wurden. Ebenso weiß man bereits, dass die Organisation al-Qaida teilweise diese Wege nutzt. Für den Anschlag am 11. September 2001 wurden jedoch nur offizielle Bankwege genutzt.

Hawala-Unternehmen sind meist ganz legal, doch wegen des möglichen Missbrauches werden sie schnell als terroristisch oder kriminell verdächtigt. Eigentlich wird Hawala oft wie eine normale Überweisung von Großfamilien und Clans genutzt oder aber zur Bezahlung von Mitarbeitern. Sogar die Firma Siemens wickelt Zahlungen in den betroffenen Ländern per Hawala ab. Die Mitbürger des Geschäftsführers eines der größten somalischen Hawala-Unternehmen hätten ohne dieses System den Bürgerkrieg nicht überlebt. Manche herkömmlichen Banken wie die Western Union bieten einen ähnlichen Dienst an, nur dass der Geldtransfer bei ihnen mit 20 Euro recht teuer ist und einige Wochen dauert. Im Gegensatz dazu braucht ein Hawala-Anbieter nicht mehr als drei Tage und verlangt dafür selten über 10 Euro. Dabei ist noch zu beachten, dass selbst die allpräsente Transaktionsfirma Western Union nicht den letzten Winkel der Welt so gut erreicht wie ein Hawala-Unternehmer.

In Deutschland ist das Geschäft noch recht klein. Mit seinen 60 eingetragenen Institutionen werden monatlich um die 100.000 Euro von A nach B gebracht. Weltweit schätzt man das Transaktionsvolumen auf etwa 100 Milliarden Euro, doch da man Hawala nicht kontrollieren kann, ist es möglich, dass es auch dreimal so viel ist.

 

Autorin: Thomanek Laura, Schülerredakteurin bei epk media GmbH

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Wie Banken ihre Kunden loswerden – Der Bausparvertrag

©Shutterstock

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Landshut, 03.02.2016 – Haus oder Wohnung? Bauen, Kaufen oder lieber Mieten? Reparatur gefällig? Oder lediglich das eigene Vermögen erweitern? Mit einem Bausparvertrag ist dies alles möglich, doch was sich genau dahinter verbirgt und welche Risiken aufkommen können, sollte man schon vorher abklären.

 

Wie es der Begriff schon sagt, spart man, um irgendwann in 10, 20 Jahren zu bauen. Dazu wird erst einmal eine Bausparsumme festgelegt, welche sowohl das anzusparende Guthaben als auch das Darlehen beinhaltet. Diese stehen je nach Vertrag meist im Verhältnis 50:50 oder 40:60 zueinander. Ist der Kredit zuteilungsreif, kann er zusammen mit dem Gesparten ausgezahlt werden oder aber man sieht davon ab, um fleißig weiterzusparen. Wirklich attraktiv wird der Bausparvertrag durch seine vertraglich gesicherten hohen Guthabenzinsen von im Einzelfall, bis zu 2,3 Prozent bei Darlehensverzicht und der vielen Möglichkeiten, vom Staat gefördert zu werden. So kann man sich bei einem Jahreseinkommen von unter 25.600 Euro bis zu 45 Euro Wohnungsbauprämie an Unterstützung vom Staat einholen. Selbst der Arbeitgeber kann bis zu 480 Euro jährlich als Vermögenswirksame Leistungen dazugeben. Ebenfalls staatlich bezuschusst wird der Bausparvertrag durch bis zu 154 Euro Riester-Zulage.

Leider wissen nur wenige, dass man das darin gesparte Geld auch zu anderen Zwecken als dem Hausbau nutzen kann. Zum Beispiel um sich eine Wohnung zu kaufen oder eine Modernisierung beziehungsweise Reparatur vorzunehmen und sogar zur Schuldentilgung bei Wohneigentum, aber wie schon erwähnt ist auch eine Vermögensbildung möglich.

Schließt man einen Vertrag ab, noch bevor man 25 Jahre alt wird, so kann man das Gesparte mit all den sich darin befindenden Vorteilen auch für einen Urlaub, ein neues Auto oder die Studiengebühren ausgeben. Also etwas ganz anderes als den Bau oder Erwerb einer Immobilie.

Beste Voraussetzungen auf ein schnelles Vermögenswachstum haben vor allem Auszubildende und Berufseinsteiger unter 25 Jahren, da für diese Personengruppe alle staatlichen Förderungen, bei Beachtung der Einkommensgrenzen, die aber kaum ein Azubi oder Anfänger erreichen kann, gelten. Wir wissen also: Heutzutage einen Bausparvertrag abzuschließen ist schön und gut und für junge Leute durchaus lohnenswert.

 

Das dachte man sich vor 20 Jahren sicherlich auch… und plötzlich ist es aus?

Damals war doch alles besser. Da gab es noch den Bausparvertrag mit vier bis fünf Prozent, was ihn zu einer noch viel beliebteren Geldanlage als heute machte. Die meisten beabsichtigten dabei überhaupt nicht den Erwerb bzw. Bau einer Immobilie oder das Einlösen des Darlehens für sonstige Zwecke bei Zuteilungsreife. Einfach nur über die nächsten Jahre hinweg sparen und das zu Super-Zinsen war das Ziel der Anleger. Zum großen Unglück der Banken, schließlich müssen die vereinbarten hohen Zinsen auch weiterhin, trotz jetzigem Zinstief, ausgezahlt werden, denn „pacta sunt servanda“, d.h. die Verträge müssen eingehalten werden. Aus dem Blickwinkel der Geldinstitute sieht es in etwa so aus: Sie müssen viel Geld zu einem sehr hohem Prozentsatz auf bereits laufende Verträge geben, ohne durch noch höhere Darlehenszinsen einen Gewinn für sich zu erwirtschaften. Es wäre ja kaum einer bereit, einen Vertrag zu unterzeichnen, bei dem er sein Erspartes zu einem niedrigen Zinssatz einzahlt, um dann bei Zuteilungsreife einen Kredit aufzunehmen, der mit über fünf Prozent verzinst wäre. Die somit einzig übrigbleibende Lösung scheint hier wie folgt zu sein: Dem Kunden kündigen, denn wo kein Vertrag ist, da muss man auch nichts einhalten. Man könnte jetzt meinen, der Verbraucher soll doch immer geschützt werden, aber Unternehmen wie Banken und Bausparkassen stehen unter einem ganz besonderen Schutzschild, nämlich dem politischen. An eine so hohe Position kommt ein simpler Kleinunternehmer nicht so leicht ran und erst recht kein gewöhnlicher Arbeitnehmer.

Das Landgericht Mainz hat es bereits vorgemacht – und einige dem hinterher – als es entschied, dass ein seit über zehn Jahren zuteilungsreifer Bausparvertrag auf den auch schon lange keine Einzahlung erfolgte, zu recht gekündigt wurde. Der Kläger hat nach keinem Darlehen gebeten und sparte auch nicht durch weitere Zahlungen an, also sagt man: Er hat das Darlehen mit der Zuteilungsreife bereits empfangen. Das ist auch nach § 489 Absatz 1 Nummer 2 BGB interpretierbar. Diese Urteilsvergabe sehen viele weitere Bausparkassen als einen vertretbaren Grundstein für ein Vertragsende.

Doch es gibt auch Gerichte, die zugunsten der Verbraucher urteilen, wie das Amtsgericht Ludwigsburg im Fall einer Kündigung von Seiten der Wüstenrot Bausparkasse, bei dem der Richter durch den Mangel eines Kündigungsrechts für den Kläger entschied. Bei der Berufung in der nächst höheren Instanz, dem Landgericht Stuttgart, wurde kein anderer Beschluss gefasst. Ein ähnliches Verfahren spielte sich im Landgericht Karlsruhe ab, wo gleichfalls die Kündigung der Badenia Bausparkasse als unwirksam erklärt wurde.

Insgesamt ist ersichtlich, dass es weitere Komplikationen hinsichtlich der Rechtssprechung geben wird, solange kein höchstrichterliches Urteil des Bundesgerichtshofes oder gar ein dementsprechendes Gesetz in Kraft tritt.

 

Autorin: Thomanek Laura, Schülerredakteurin bei epk media GmbH & Co. KG.

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ARD und ZDF – objektiv ist relativ: Genau 62 Menschen gehört die halbe Welt

Landshut, 02.02.2016 – Der Terroranschlag auf die SatirezeitscMedien-unter-der-Lupehrift Charlie Hebdo jährt sich und damit kommen den meisten die schrecklichen Nachrichten aus Fernsehen, Funk und Zeitung wieder in den Kopf. Auch erinnern wir uns an den riesigen Trauerzug, dem sich anderthalb Millionen Menschen angeschlossen haben, allen voran Regierungschefs aus 50 Nationen. So sah jedenfalls das Bild zunächst aus, doch der Anschein hielt nicht allzu lange. Dank geschickter Kameraführung und dem dazu passenden Text der Reporter war die Täuschung fast perfekt. Aber eben nur fast. Denn ein paar Tage darauf ereilten uns Fotos, welche genauestens bewiesen, dass die Staatsoberhäupter nicht mal in der Nähe der Demonstranten waren.

Der Grund dafür ist ein überaus logischer: Sicherheit. Vier Tage nach einem Terroranschlag war die Gefahr weiterhin groß, und es wäre schier unmöglich gewesen, so viele bedeutende Politiker in einer Menschenmenge diesen Ausmaßes noch beschützen zu können. Das ist auch für die meisten gewiss verständlich. Die Frage bleibt nur: Warum nicht gleich so?

Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender sollten doch darauf bedacht sein, ihre Nachrichten objektiv und mit der best möglichen Richtigkeit an ihre Zuschauer weiterzuleiten. Aber selbst öffentlich-rechtliche Nachrichtendienste wie ARD und ZDF, haben sich zuerst gleichfalls zu den propagandistischen Bildern verleiten lassen. Leider war es nicht das letzte Mal, dass diese Newsportale Bericht erstatten, ohne zuvor den Wahrheitsgehalt zu recherchieren und zu hinterfragen.

62. Exakter könnte das Ergebnis der alljährlichen Studie von Oxfam wohl nicht ausfallen. Demnach besitzen die 62 reichsten Menschen der Welt genauso viel wie 3,6 Milliarden, was die ärmsten 50 Prozent der Welt ausmachen. Oxfam beruft sich dabei auf die Zahlen des Global Wealth Reports der Bank Credit Suisse sowie die der Zeitschrift Forbes. Es ist jedoch fraglich, wie genau diese sein können. Schließlich will jeder seine Privatsphäre, gerade beim Thema Finanzen und Kapital, wahren. Das gilt genauso für Multimilliardäre. Schaut man sich noch die Liste der sogenannten Superreichen an, so haben alle eines gemeinsam: Sie machen ihr großes Geld mit großen Firmen und deren Aktien. Kurz und knapp: Sie sind Unternehmer. Wenn also das Vermögen von einer Aktie abhängt, kann der Wert dessen wirklich so genau gemessen werden? Und wenn jetzt noch für die Studie die Währung geändert werden muss plus die oben genannte Verschwiegenheit dazukommt?

Leider haben nur zwei der vielen Medien diese Nachricht hinterfragt. Zum einen die Frankfurter Allgemeine, deren Autor Phillip Plickert, die von Oxfam beschriebene Situation durch absurde Vergleiche des alltäglichen Lebens dem Leser klarstellen möchte. Zum anderen der Redakteur Bastian Brinkmann von der Süddeutschen Zeitung. Er erklärt das Vorgehen der Hilfsorganisation bei der Erstellung dieser Studie. Dabei wirft er einige berechtigte Zweifel zur Verbindung der verschiedenen Quellen auf. Kaum sind ihre negativen Meinungen draußen, findet man schon den ersten Kritiker der Kritiker, welcher versucht, alles wieder ins rechte Licht zu rücken. Dabei fällt auf, dass allen drei Berichten ein Fakt gemeinsam bleibt: Man kann die Vermögenswerte nicht genau berechnen.

Im Gegensatz dazu strahlten die öffentlich-rechtlichen Sender eine kaum überarbeitete Version des Artikels, den Oxfam veröffentlichte, aus. Sie erwähnten in keinem Wort, dass die Anzahl der Superreichen in jeglicher Hinsicht falsch oder möglicherweise unkorrekt ist. Nicht einmal eine kleine Einschränkung bei der Wortwahl war vorzufinden.

Wäre es nicht besser, wenn man ausgerechnet von diesen vom Rundfunkstaatsvertrag getragenen Nachrichtenportalen eine objektivere und durchdachtere Berichterstattung erwarten und erhoffen könnte?

Doch der Begriff objektiv ist anscheinend relativ.

Autorin: Laura Thomanek, Schülerredakteurin bei epk media GmbH & Co. KG

 

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BGH-Urteil zur Höhe von Vorfälligkeitsentschädigungen

©shutterstockLandshut, 26.01.2016 – Am 19.01.2016 entschied der Bundesgerichtshof, dass Sondertilgungsrechte bei der Berechnung von Vorfälligkeitsentschädigungen zu berücksichtigen sind.

Mit dem Urteil stärkt das Gericht die Rechte der Verbraucher. Kündigt ein Kreditnehmer vorzeitig seinen Kreditvertrag, berechnet die Bank für Ihre entgangenen Zinseinnahmen eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Bei der Berechnung der Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung, muss das Kreditinstitut künftige Sondertilgungsrechte des Darlehensnehmers berücksichtigen.

In dem aktuellen Fall, klagte eine Verbaucherzentrale gegen eine Sparkasse. Das Kreditinstitut hatte in Ihren Darlehnsverträgen die Klausel, dass zukünftige Sondertilgungsrechte im Rahmen vorzeitiger Darlehensvollrückzahlung bei der Berechnung von Vorfälligkeitszinsen nicht berücksichtigt werden. Das Gericht wertete dies als unzulässige Bereicherung der Sparkasse.

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Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unterstützt Wettbewerb “ Jugend wirtschaftet!“

DatenLandshut, 25. Januar 2016 – Die Stiftung Finanzbildung und die epk media GmbH & Co. KG freuen sich, dass auch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ unterstützt.

Auf der Homepage des Kultsminsteriums finden Sie den Beitrag unter folgendem Link „Jugend wirtschaftet“

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WPV-Magazin stellt Stiftung Finanzbildung vor

Hildebrand-Preis, Theresiengymnasium Ansbach

Hildebrand-Preis, Theresiengymnasium Ansbach

Die Mitgliederzeitung des Wirtschaftsphilologen Verbandes Bayern e.V berichtet in der Ausgabe 2-2015 über die Stiftung Finanzbildung und den Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“.

Landshut, 07.12.2015 – Ist Bayern im Bezug auf Finanzbildung eine Insel der Glückseligen? Wer das annimmt, greift zu weit. Aber einen richtigen Trend hat Bayern frühzeitig eingeläutet: An den Schulen ist Wirtschaft und Recht ein Unterrichtsfach, das in den Gymnasien von Wirtschaftsphilologen unterrichtet wird. Früher konnte man einen Wirtschafts-Leistungskurs belegen, heute ein W-Seminar.

Die in diesem Umfeld entstandenen Facharbeiten bzw. Seminararbeiten stehen im Fokus des Wettbewerbes „Jugend wirtschaftet!“ um den Klaus-Hildebrand-Preis. Und darüber berichtete die Mitgliederzeitung des Wirtschaftsphilologen Verbandes Bayern e.V. in der aktuellen Ausgabe 2-2015. Der Bericht greift neben dem Wettbewerb auch andere Projekte der Stiftung Finanzbildung auf.

Hier der Link zum Artikel: Link

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Sozialimmobilien europaweit interessant

Investition in ein Reha-Zentrum in Österreich, © IMMAC Holding AG

Investition in ein Reha-Zentrum in Österreich, © IMMAC Holding AG

Fondsbesprechung IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Renditefonds

10.11.2015 – Die IMMAC Gruppe war 2013 der erste Anbieter, der in Deutschland eine Lizenz für seine Kapitalverwaltungsgesellschaft namens HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG erhielt. 2015 legt nun der Hamburger Anbieter nach einigen erfolgreichen Platzierungen mehrerer deutscher und einer österreichischen Pflegeeinrichtungen das erste Produkt nach neuem Recht zur Finanzierung eines Reha-Zentrums in Österreich auf. Grund für die Redaktion, das erste dieser neuen Produkte anzusehen. Ein Blick in das Angebot lohnt sich, ohne die folgende Fondsbesprechung vorweg nehmen zu wollen.

Der Anbieter
Die Wurzeln der IMMAC Gruppe in Hamburg liegen im Jahr 1996. Das Haus ist seit diesem Zeitpunkt spezialisiert auf Investitionen im Healthcare Sektor. Der erste Fonds wurde 1998 emittiert. Die in der Leistungsbilanz zum Ende 2012 dokumentierten knapp 70 Fonds sind aus Sicht der Anleger quasi makellos. Das liegt auch daran, dass eine konsequente Objekt-ankaufsprüfung kombiniert wird mit einer stetigen segmentorientierten Marktanalyse. Das Gesamtinvestitionsvolumen der IMMAC Gruppe und dem Schwesterunternehmen DFV summiert sich insgesamt auf mehr als eine Milliarde Euro.
Die HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG hat seit Mitte 2013 die Dienstleistungen der IMMAC Verwaltungsgesellschaft für Immobilienfonds mbH mit über 100 Pflegeeinrichtungen übernommen. Damit war sie eine der ersten registrierten KVG in Deutschland. Inzwischen sind bereits sechs Produkte unter dem KAGB emittiert und vollständig platziert worden.

Das Konzept
Der IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Renditefonds investiert in ein Reha-Zentrum in Österreich, genauer in Tirol. Das Klinikum für Rehabilitation ist auf die Bereiche Herz-Kreislauf, Pulmologie, Neurologie und Onkologie ausgerichtet. Das Investitionsobjekt in Münster, Österreich, ist eine in Betrieb befindliche Bestandsimmobilie.

Der Initiator kann bereits Erfahrung in Österreich mit rund 20 konzipierten Pflegeheimen vorweisen. Auch der Markt der Reha-Zentren ist dem Emissionshaus bestens bekannt. In Deutschland ist man in drei Reha-Kliniken investiert. Das konkrete Objekt ist vier Jahre alt, hat also noch Gewährleistung. Der Betrieb hat die Anlaufphase erfolgreich hinter sich gebracht und ist sehr gut ausgelastet.

Die Zahlenwelt
Die Fondsgesellschaft hat dafür das Grundstück im österreichischen Münster samt Reha-Einrichtung für 42 Millionen Euro gekauft. Das entspricht bei einer Jahrespacht von drei Millionen Euro einem Kaufpreisfaktor von rund 14. Das im Jahr 2011 errichtete Reha-Zentrum Münster besteht aus mehreren Gebäudeteilen und hat in 164 Einzel- sowie 48 Doppelzimmern Kapazitäten für 260 Betten. Jedes Zimmer ist mit TV, Bad, Radio ausgestattet. Mit einer Quote von 93 Prozent ist das Reha-Zentrum bereits jetzt nahezu komplett ausgelastet. In den kommenden Jahren sollen auf dem über 23.000 Quadratmeter großen Grundstück daher Kapazitäten für 50 weitere Betten geschaffen werden. Diese Ausbau-Option des Reha-Zentrums bringt zusätzlich Perspektive.

Die prognostizierte Ausschüttung verspricht 204,77 Prozent vor Steuern nach 15 Jahren. Basis ist ein langfristiger Pachtvertrag mit einem erfahrenen Betreiber über 25 Jahre. Die Art der Ausschüttung von beginnend 6 Prozent steigend auf 6,5 Prozent an die Anleger soll monatlich erfolgen. Die Mindestbeteiligung beträgt 20.000 Euro. Die Initialkosten sind prospektgemäß im Jahr 2015 mit bis zu 19 Prozent der Kapitaleinlage angegeben. Die laufenden Kosten betragen maximal 1,5 Prozent bzw. prognosegemäß 1,12 Prozent des Nettoinventarwertes.

Prognosen zum Reha-Markt in Österreich
Daten von Statistik Austria zufolge wird die Bevölkerung Österreichs bis 2030 von 8,58 Millionen auf 9,18 Millionen anwachsen. Das entspricht einem Anstieg von knapp sieben Prozent. Die Reha-Quote ist bei Personen ab 60 Jahren besonders hoch. Das sind auch die Altersgruppen, die in den kommenden Jahren weiter wachsen werden. Die Forschungs- und Planungsgesellschaft Gesundheit Österreich geht davon aus, dass allein bis 2020 etwa 1.600 Betten fehlen werden.

Das gefällt uns
+ Gut eingeführtes Reha-Zentrum in Münster/Tirol
+ Langfristiger Pachtvertrag über 25 Jahre
+ erfahrener Betreiber
+ Nutzung des DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) D/A mit Freibetrag möglich
+ Ausgezeichnete Managementkompetenz im Healthcare Sektor
+ Professionelles Asset Management
+ Makelloser Track Record
+ Euroinvestment

Was der Anleger bedenken sollte
# Betreiberimmobilien
# Demographie-Abhängigkeit
# Single-Tenant Objekt
# Eingeschränkte Handelbarkeit
# Fokus auf einen Asset Manager
# Unternehmerische Beteiligung

Unser Resümee
Das bisherige Fondskonzept mit sehr gutem Track Record bestätigt auch der IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Renditefonds. Hier kauft man quasi die ausgezeichnete Managementkompetenz der Hamburger. Dabei profitieren Anleger von dem Spezialwissen im Healthcare Sektor. Bei möglichen – aber nicht zu erwartenden – Störungen ist das Management auch in der Lage, zum Wohle des Investors das Interimmanagement einer Sozialimmobilie zu übernehmen. Dass dieser Vorteil auch im Vertrieb aktuell angekommen ist, zeigen bisherigen Platzierungserfolge unter der neuen Rechtslage.

beR+ Einschätzung
Der IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Rendite Fonds fügt sich nahtlos in die erfolgreiche und anlegerfreundliche Konzeption der Vorgängerfonds. Die Erfahrung und Kompetenz des Sozialimmobilienspezialisten sowie die überdurchschnittliche Leistungsbilanz rechtfertigen die Kosten.

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Das Steuermärchen von Astrid Lindgren – Heute aktueller denn Je

Astrid Lindgren

Astrid Lindgren

Landshut, 10.11.2015 – Sie ist schon fast zwei Jahre alt und alle kennen sie, den einen begeistert sie noch weiterhin, andere bekommen schon langsam genug von ihr. Ein einziges Wort reicht, damit die meisten jedenfalls an genau dasselbe denken. Umparken. Einfacher und effizienter könnte eine Werbung nicht sein. Da hat sich das Marketing-Team von Opel aber was wirklich Feines ausgedacht. Einen anderen Blickwinkel ausprobieren, ganz und gar gegen die allgemein verbreitete Meinung soll man sich tatsächlich seine eigene bilden. Schließlich könnte der Vorhandene falsch sein. Solch eine Situation gab es schon einmal, nur in einem unserer Nachbarstaaten und zu einem viel früherem Zeitpunkt.

1976. Das Jahr, in dem die Politik der Schweden sich radikal änderte. Über vier Jahrzehnte hinweg kassierte die Regierung im Norden von ihren Bürgern Steuern. Hohe Steuern. Einigen waren die 85 Prozent an Spitzeneinkommenssteuer schon zu viel, aber Mitglieder der dort herrschenden Sozialdemokraten hießen das sogar noch gut. Jeder müsse schließlich seinen Teil zum Wohlfahrtsstaat beitragen. Doch ein neues Steuergesetz sollte alsbald auch jene Meinungen ändern. Ab sofort mussten Selbstständige, genau wie Arbeitsnehmer, zusätzliche Sozialabgaben leisten. In diesen Bereich fielen ebenfalls Schriftsteller, wie Schwedens wohl bekannteste Autorin Astrid Lindgren. Diese hat sich damals, der neuen Regelung gemäß, eine Gesamtabgabe von 102 Prozent ihres Einkommens ausgerechnet, was dann selbst der überzeugten Sozialdemokratin nicht mehr ganz geheuer war. Lindgren erkannte, dass die vorherrschende Regierungspartei ihre zugeteilte Macht in allen Maßen ausnutzte. Diese neu gewonnene Erkenntnis behielt sie natürlich nicht für sich, sondern veröffentlichte ihren Standpunkt in Form einer Satire, in der am weitesten verbreiteten schwedischen Zeitung, dem „Expressen“.

Sie schrieb ein Märchen, wie sie es selbst nannte, in dem unschwer zu erkennen ist, dass es eigentlich um Astrid Lindgren und ihre Enttäuschung gegenüber dem Staat geht. Somit ist auch die Protagonistin Pomperipossa eine erfolgreiche Kinderbuchautorin und nicht nur in ihrem Fantasieland Monismanien bekannt. Sie ist, ebenso wie ihre Erschafferin, rundum glücklich mit ihrem Leben. Zahlt fleißig alle Steuern und erfindet immer wieder neue Geschichten. Bis der Märchenfigur eines Tages zu Ohren kommt, dass die Regierung 102 Prozent ihres Einkommens verlangen könnte, da jene schließlich sehr viel verdiene. Prompt rechnet sie sich aus, wie viel für sie wohl noch übrig bleiben mag (5000 Kronen, also ungefähr 500 Euro), doch was sie nicht merkt, sie hat sich verrechnet. Die arme Pomperipossa verfällt in tiefe Trauer, die ideologischen Grundsätze ihres hochgepriesenen Wohlfahrtsstaates wurden zerstört. Mit einem Schlag wird ihr bewusst, wie zweifelhaft dieser eigentlich ist, doch sich ganz loszulösen gelingt ihr nicht. Sie sucht nach Wegen, wie ihr der Staat helfen könnte. Als ihr schließlich auffällt, in welch einem betagten Alter sie sich bereits befindet, fordert sie von der Regierung ihre Wohlfahrt an. Nun glaubt sich die Hauptdarstellerin in finanzieller Stabilität zur Ruh setzen zu können, und es umgibt sie sogar ein leichter Hauch von Gleichgültigkeit was den Staat betrifft. In einem, wahrscheinlich zeitlich versetzten, Postskriptum wird die Reaktion Pomperipossas auf die amtliche Ausrechnung ihrer Einkommenssteuer, welche zeigt, sie müsse eigentlich noch draufzahlen, geschildert. In einer aggressiven Wortwahl verlangt sie nach den von ihr selbst ausgerechneten 5000 Kronen. Die sie erfüllende Wut gegenüber dem Staat verleitet sie sogar dazu, an illegale Machenschaften zu denken.

Diese Worte, geschrieben von einer überaus bekannten Autorin und Sozialdemokratin, feuerten bei den alltäglichen Zeitungslesern in weiten Kreisen Schwedens die Glut der Unzufriedenheit an. Pünktlich zur baldigen Wahl des nächsten Reichstags, wohl gemerkt. Es war die Chance etwas zu verändern, nicht nur für Lindgren, sondern auch für alle, und jene wurde so sehr es nur möglich war genutzt. Die Kinderbuchautorin setzte sich stark für die Abwahl der bestehenden Regierungspartei ein und mit Worten wie „Fast ein halbes Jahrhundert herrscht die sozialdemokratische Partei; das grenzt schon an eine Diktatur mit Zustimmung des Volkes“ animierte sie die Bürger zum Umdenken. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, bürgerliche Parteien erhielten eine Mehrheit im Reichstag, sie bildeten eine Koalitionsregierung ganz ohne die Sozialdemokraten. Zusammen mit der Reduzierung des Wohlfahrtsstaates konnten auch die Steuern gesenkt werden.

Eine Demokratin blieb Astrid Lindgren weiterhin, doch der Glaube an den Sozialismus hat sie verlassen.

Jetzt mag der eine oder andere sagen, dass wir weder in Schweden noch im Jahre 1976 sind und dass wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Aber ist so ein leichter Perspektivenwechsel, ein Umdenken, Umparken, nicht immer und in allen Lebenslagen ratsam? Gerade in Zeiten von Finanzkrisen, Problemen mit der Staatsverschuldung und Flüchtlingsdiskussionen?

Hier finden Sie das ganze Märchen von Pomperipossa in voller Länge:
Märchen Pomperipossa

Autorin: Laura Thomanek, Schülerredakteurin bei epk media GmbH & Co. KG

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Entwurf eines Gesetzes zur Novellierung von Finanzmarktvorschriften aufgrund europäischer Rechtsakte (Finanzmarktnovellierungsgesetz)

Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen

court gavel on top of a law bookBerlin,  19. Oktober 2015 – Das Bundesministerium der Finanzen hat am 16. Oktober 2015 den Ländern und Verbänden den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Novellierung von Finanzmarktvorschriften aufgrund europäischer Rechtsakte (Finanzmarktnovellierungsgesetz) zur Konsultation zugeleitet.

Das Finanzmarktnovellierungsgesetz setzt die Vorgaben der überarbeiteten Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) nebst der dazugehörigen Verordnung (MiFIR), der überarbeiteten Marktmissbrauchsrichtlinie und -verordnung (CSMAD, MAR), der EU-Verordnung über Zentralverwahrer (CSDR) und der Verordnung über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (PRIIP-VO) in nationales Recht um.

Zur Umsetzung dieser EU-Regelungen sind Anpassungen im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), Kreditwesengesetz (KWG) und Börsengesetz (BörsG) erforderlich. Hinzu kommen Änderungen U.A. im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) sowie zahlreiche geringfügige Folgeänderungen in anderen Vorschriften, da das Gesetz zum Anlass genommen wird, das WpHG zur besseren Übersichtlichkeit neu zu nummerieren.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

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Catella untersucht BIG DATA in der Immobilienwirtschaft – Digitalisierung oftmals unterschätzt, Innovationssprünge erwartet

DatenFrankfurt, 19 Oktober 2015 – In einer aktuellen Studie „BIG DATA in der Immobilienwirtschaft – Chance oder Branchenbedrohung?“ haben die Analysten von Catella den Status Quo und die Zukunftsfähigkeit der europäischen Immobilienbranche vor dem Hintergrund der Digitalisierung untersucht. Die Umfrage bei 468 europäischen Immobilienunternehmen hat dabei interessante Ergebnisse zu Tage gefördert.

Zentrales Ergebnis: „Big Data wird als relevant und revolutionär angesehen für die zukünftige Entwicklung der Immobilienbranche“, so Dr. Thomas Beyerle, Chefanalyst von Catella. „Zwar produzieren alle befragten Unternehmen Daten zuhauf, doch nur ein geringer Teil setzt diese umfassend als Prozesselement in die Leistungserstellung, in die Prognose und strategische Planung ein“. Bei den meisten Unternehmen haben die Daten eher einen flüchtigen Charakter und sind nur teilweise auf die Gebäude selbst fokussiert. Doch gerade Immobilien werden mehr denn je zum Softwareproduzenten und wirken damit direkt auf die Unternehmen – obwohl Gebäude seit Jahrtausenden der Begriff für Hardware schlichthin waren.

Weitere wichtige Ergebnisse:

  • Die Mehrzahl der Unternehmen trifft aktuell Entscheidungen zu 60,4% auf Basis von Erfahrungswerten, lediglich ein Viertel (23,4%) gab an sich primär auf Datenbasis zu entscheiden. Die Kombination „Daten & Erfahrung“ wurde von 11,7% gewählt
  • Als größte Transparenzdefizite an den Immobilienmärkten werden gesehen „Keine standardisierten Daten/Erhebungsmethoden“ (34,2%), „keine zentrale Datenquelle“ (21,1% und „keine Datenlage auf Teilmarktebene“ (19,2%)
  • Gefragt nach den größten sektoralen Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung, erwarten 30,5% der Befragten Strukturbrüche im Bereich Immobilieninvestment, gefolgt von 23,8% bei der Transaktionsberatung. Lediglich 5,7% erwarten eine messbare Veränderung im Bereich Immobilienfinanzierung
  • Das größte Potenzial von Big Data wird gesehen im Bereich der Verbesserung der Entscheidungsfindung (77 Nennungen), gefolgt von Transparenz an den Immobilienmärkten (67) sowie der Risikominimierung (57)

Gerade in der Differenzierung auf Gebäude-, Dienstleistungs- und Marktebene werden die Vorteile von Big Data sichtbar: Auf Gebäudeebene können große Mengen an technischen Daten aufgezeichnet und in Echtzeit analysiert werden. Auf der Dienstleistungsebene kann durch transparente Kundenprofile ein verbesserter und auf den Klienten zugeschnittener Kundenservice angeboten werden. Auf Marktebene können Finanz- und Investment- und Marktdaten ähnlich wie bei Big Data Anwendungen im Finanzsektor unterstützend zur Kaufentscheidung und Risikoeinschätzung verwendet werden, so die Autoren der Catella Studie.

Dies wird zu Veränderungen in den Prognoseverfahren führen, Fragen nach dem immobilienwirtschaften Outsourcing oder make or buy werden auf der Agenda der Entscheider ganz oben stehen. Nicht nur neue Berufsbilder wie z.B. der Data Scientist werden entstehen, eine veränderte Preisgestaltung oder eine personalisierte Immobilienwerbung stehen auf der Liste der Veränderungen in den kommenden Jahren, so die Analysten. „Gerade in der kundenorientierten Spezialisierung und transparenter Preisgestaltung sehen wir einen sehr großen Strukturbruch auf die Branche zukommen“, so Beyerle. Aber auch Fragen zu den Eigentumsstrukturen der Daten werden beantwortet werden müssen. Die Gefahr der Entstehung von Datenoligopolen in der Branche wirkt dabei latent.

Doch die Catella Analysten geben sich überzeugt, dass gerade in der Immobilienwirtschaft die Möglichkeiten von Innovationssprüngen durch vermehrten Dateneinsatz gewaltig sind. Dies setzt zwangsweise voraus, dass nicht nur profane Dinge wie Verfügbarkeit der Daten, einheitliche Standards oder schlicht Transparenz die Entwicklung fördern, sondern die Erkenntnis, dass Daten der Schlüssel zum langfristigen wirtschaftlichen Erfolg sind. Absehbar ist bereits heute, dass diese neuen digital orientierten Immobilienunternehmen eine neue Wettbewerbssituation ausrufen mit Alteingesessenen.

Weitere Ergebnisse entnehmen Sie bitte der Studie

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Abbildung: In welchem Sektor der Immobilienwirtschaft erwarten Sie die größten Veränderungen durch Big Data?

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Abbildung: Welches Potenzial bietet Ihrer Meinung nach der Einsatz von Big Data in der Immobilienwirtschaft?

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Quelle: Catella
Fotoquelle: © www.shutterstock.com

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