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Category Archives: Debatte

Teilerfolg von Lloyd Fonds reicht nicht

©www.shutterstock.com

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Kommentar von Edmund Pelikan

Landshut, 09.04.2015 – In den letzten Wochen berichteten wir über das Angebot der Lloyd Fonds AG an elf ihrer Schiffsfonds, deren Kommanditkapital in Aktienkapital der Lloyd Fonds AG umzuwandeln und damit aus einer Emissionshaus AG eine echte Schifffahrts AG zu machen.

Nach einer Pressemeldung der Lloyd Fonds AG konnte der Vorschlag in den Gesellschafterversammlungen zwar eine Mehrheit der Kommanditisten bei einer hohen Wahlbeteiligung überzeugen, die notwendige Dreiviertelmehrheit konnte jedoch bei nur einer einzigen KG erreicht werden. Nach Bekanntwerden der Abstimmungsniederlage fiel der Börsenkurs zeitweise auf deutlich unter zwei Euro, stabilisierte sich aber wieder bei dieser Marke. Man kann dies so interpretieren, dass die Umtauschpläne mehr der Aktiengesellschaft nützen als den Kommanditgesellschaften.

Die Lloyd Fonds AG hält wahrscheinlich deshalb an ihren Plänen fest und will gemäß Unternehmensangaben das „Geschäftsmodell weiterentwickeln“. Sie will es dann in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Juli vorstellen, um dann den bisherigen sowie weiteren KGs ein neues Angebot zu unterbreiten.

Neben zahlreicher medialer Zustimmung musste die Lloyd Fonds AG auch die eine oder andere berechtigte Kritik seitens Anwälten und Fachmedien einstecken. Man darf gespannt sein, wie sich Torsten Teichert als Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG nun dieser Kritik stellt. Vielleicht wird nun endlich ein Kommunikationskonzept präsentiert, das ausgewogen sowohl auf die Chancen eines Neuaktionärs als auch auf die Ängste eines Kommanditisten eingeht. Als Vorbereitung für die im April stattfindenden Gesellschafterversammlungen wurden die Kommanditisten eher verprellt. So gewinnt man keine 75 Prozent der Stimmen.

Wir bleiben dran!

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Repräsentative Umfrage: Fast jeder Fünfte trifft Anlageentscheidungen mittlerweile ohne Berater

Rund ein Viertel der Bevölkerung holt sich Anlagetipps von Freunden und Bekannten

Geldscheine in Fächerform

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Wien, 08. April 2015 – Banken beraten beim Thema Geldanlage nicht kompetent und im Sinne des Kunden. Dessen sind sich fast zwei Drittel der Bevölkerung sicher (62%). Auf dem Vormarsch sind hingegen jene, die sich selbst um das eigene Vermögen kümmern. 20 Prozent der Befragten sehen sich als Selbstentscheider und treffen ihre Anlageentscheidungen eigenständig ohne Beratung. So die zentralen Ergebnisse der deutschlandweiten Studie „Money & Web 2015“, durchgeführt von der GfK Marktforschung im Auftrag von wikifolio.com.

Statt sich an ihre Bank zu wenden, lassen sich 11 Prozent der Bevölkerung von einem Vermögensverwalter beraten. Bereits 23 Prozent der Befragten holen sich Tipps von Freunden oder Bekannten. Besonders hoch ist der Anteil der Selbstentscheider bei Selbstständigen (27%), Männern (24%) sowie Anlegern ab 30 Jahren (22%). Noch höher ist er bei Befragten, die bereits über das Internet Geld angelegt haben (46%) oder Beratungstools im Internet nutzen (42%).

„Die wachsende Zahl der Selbstentscheider zeigt, dass sich immer mehr Menschen intensiv mit dem Thema Kapitalanlage auseinandersetzen und dafür vor allem das Internet nutzen“, so Andreas Kern, Gründer und CEO von wikifolio.com. Die Social Trading Plattform wolle deshalb einem breiteren Publikum Geldanlage näher bringen sowie die Möglichkeit geben, einfach, kostenlos und mit Spaß von erfahrenen Tradern zu lernen. Darüber hinaus stehe die Plattform auch Vermögensverwaltern und Finanzberatern offen, die ihre Expertise neuen Zielgruppen zugänglich machen wollen.

Die Studie „Money & Web 2015“ wurde im Auftrag von wikifolio.com von der GfK Marktforschung durchgeführt. Dafür wurden rund 2.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren in Deutschland befragt.

Quelle: wikifolio.com

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Reich mit Geiss: Eine Werbung, die daneben geht

Landshut, 24.03.2015 – Kommentar von Edmund Pelikan

reich-mit-geiss-screenshot

Quelle: www.reichmitgeiss.de

Mit meiner Tochter kämpfe ich immer mal wieder um das Montag Abendprogramm. Sie steht auf „Die Geissens“ und ich wüsste kaum Schlimmeres. Irgendwie erinnert mich dieser großkotzige Prolet an die S&K-Bilder, die derzeit wegen des nahenden Prozessbeginns wieder in den Medien präsent sind. Wenn es nach dem Motto ging, die Schönere gibt nach, müsste ja meine Tochter mir die abendliche Fernsehauswahl überlassen. Meistens jedoch räume ich das Feld, da ja eh noch immer viel Arbeit ansteht und ich mir im Zweifelsfall die eine oder andere Lektüre zu Gemüte führe.

die Geissens WELT_artikel

Quelle: www.welt.de

Die neue Werbekampagne „Reich mit Geiss“ schießt aber den Vogel ab. Sie spielt genau mit den Faktoren, die die Stiftung Finanzbildung mit ihrer ANTI-Anzeige aufdecken wollte. Da ist einer, der vermeintlich Millionen hat und diese Strategie verrät er nun. Nichtig ist, dass der Fonds schon vor dem Werbeengagement existierte und im Vergleich zu anderen dividendenorientierten Fonds eher Underperformer ist. Um eines klarzustellen: der Fonds ist nicht unseriös, die Werbung ist aber in puncto Geschmack daneben. Selbst die Depotbank des Fonds, Hauck & Aufhäuser, distanziert sich von dieser Werbung nach einem Welt-Bericht vom 18.03.2015.
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Die Stiftung Finanzbildung hatte vor einem halben Jahr ihre „Finanztraum-Anzeige“ geschalten, um auf unreelle Geldanlagen aufmerksam zu machen. Allen, die sich auf diese Anzeige gemeldet hatten, wurde folgender Text geschrieben und damit indirekt vor Werbungen im Stil von „Reich mit Geiss“ gewarnt:

Herzlichen Dank, dass Sie sich auf die Anzeige „Finanztraum“ bei uns gemeldet haben. 
Wir freuen uns, dass wir Ihre Aufmerksamkeit erzielt haben.

Kennen Sie das Buch (1984) beziehungsweise den Film (2008) „Die Welle“ von Hans-Georg Noack. Dort startet ein Experiment aufgrund der Frage einer Schülerin, warum zwischen 1933 und 1945 sich so viel Menschen haben mitreißen lassen und ob das heute nicht mehr möglich wäre. Der Roman zeigt, dass es wahrscheinlich heute wieder möglich wäre. 

Dadurch inspiriert haben wir von der Stiftung Finanzbildung uns überlegt, Anlegerschutz erlebbar zu machen und die Anzeige „Finanztraum“ entwickelt. Diese Anzeige hat bei Ihnen Gier ausgelöst. Und durch finanzpsychologische Mechanismen haben Sie verständlicherweise auf Slogans wie „Konzept der Milliardäre“, „absolut sicher“ und eine künstliche Verknappung von nur den „ersten 100 Rücksendungen“ aktiv reagiert. 

Hätten Sie auch dieses ominöse Produkt gezeichnet? Sie und wir wissen es nicht und soweit wollten wir es auch nicht treiben. Aber viele kluge und vernünftige Anleger sowie Anlageprofis sind auf Betrüger wie Bernard L. Madoff oder Helmut Kiener hereingefallen, um zwei Fälle von verurteilten Anlagebetrügern zu nennen. Gegen zahlreiche wird derzeit verhandelt, wie zum Beispiel gegen die Frankfurter S&K Verantwortlichen, die mediale Aufmerksamkeit durch Megapartys mit Elefanten und Promis erlangten. 

Natürlich sind selbst in Niedrigzinsphasen 12 Prozent Anlagerendite möglich, aber nie ohne Risiko. Ein Totalverlust ist in solchen Renditeklassen meistens möglich, ja sogar Teil des Systems. Entscheidend ist aber, dass sich der Investor darüber bewusst ist. Mehr Eigenverantwortung und Beschäftigung mit finanzwirtschaftlichen Fragestellungen ist anzuraten. Denn der gesetzliche Anlegerschutz ist eine Illusion. Gesetze erleichtern vornehmlich die Strafverfolgung nach Eintreten des Schadens. Schadensvermeidung erreicht der kritische und wissende Anleger durch Hinterfragung der Konzepte und der Suche nach dem „Weg des Geldes“.

Die Stiftung Finanzbildung entschuldigt sich, Sie verführt zu haben. Wir hoffen aber, dass wir Sie ein bisschen aufrütteln und Sie in einer kritischen Haltung bestärken konnten. Die Finanzwelt ist sehr spannend, wenn man sich mit ihr beschäftigt. Das Finanzbildungsmagazin Sinn&Invest der Stiftung können Sie sich kostenfrei unter www.sinninvest.de herunterladen. Bleiben Sie neugierig und kritisch!

Ihre 
Stiftung Finanzbildung

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Aus dem BR-Update: Lloyd Fonds-Aktien müssen lange gehalten werden!

Kommentar von Edmund Pelikan

Grafik und Businessman

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Landshut, 20.03.2015 – Wenn man das Management der Lloyd Fonds AG derzeit in den Medien hört, ist die Entscheidung aus deren Sicht sehr klar: das Modell der Zukunft ist die Aktie. Wie sich bei dieser Überzeugung die Schiffsfondseigner fühlen, deren Fonds zu schlecht sind, dass sie ein Angebot bekommen haben? Aber sei´s drum: Es wird in Zukunft wie im Übrigen bereits in der Vergangenheit bei der Lloyd Fonds AG zwei Anlegertypen geben – den Aktionär und weiterhin den Kommanditisten. Wer der Bevorzugte künftig sein wird, scheint nach den zahlreichen öffentlichen Stellungnahmen von Vorstandsvorsitzenden Thorsten Teichert klar zu sein.

Aber ist Aktionär von Lloyd Fonds zu sein ein erstrebenswertes Ziel? In der Vergangenheit hatten diese Anleger nach 2008 wenig Freude: Kurssturz auf fast Pennystocksniveau und ausgefallene Dividenden. Außer Kosten nichts gewesen. Das liegt auch daran, dass wenige der Kommanditbeteiligungen so richtig performen. Mag das sicherlich zum großen Teil auch am darbenden maritimen Marktumfeld liegen, das Management hat aber auch keine positiven Outperformer-Qualitäten bewiesen. Da hilft auch wenig, dass kürzlich ein Analysehaus die Aktien auf einen Kursausblick von vier Euro hebt und der Kurs sich seit der Bewertungsankündigung kräftig nach oben bewegt hat.

Und nun soll es der Aktienumtausch richten. An einem grundlegenden Gedanken möchte ich aufzeigen, dass dies nicht das Allheilmittel sein wird. Bei der Aktien ist eine jederzeitige Handelbarkeit gegeben. So zumindest in der Theorie, und auch Thorsten Teichert führt dieses Beispiel immer wieder als Vorteil an. Das ist auch grundsätzlich richtig.

Aber der Aktienmarkt ist ein freier Markt, wo Angebot und Nachfrage regieren. Stellen wir uns nun weiter vor, dass die Kommanditisten, die den Aktienumtausch ihrer Schifffondsanteile in Aktien genau aus diesem Grund nicht nur akzeptieren, sondern sogar sehnsüchtig erwarten, um wieder an ihr Geld zu kommen, in der Anfangsphase eher ihr Waterloo erleben werden. Denn zum einen haben sie zu einem theoretischen mit Gutachten gestützten Kurs von 3,54 Euro ihre Aktien bekommen, Mitte März steht der Kurs der Lloyd Fonds-Aktie aber bei etwa 2,40 Euro. Wenn nun viele Neuaktionäre selbst nach einer gewissen Schamfrist verkaufen, wird der Kurs fallen, weil der Markt diese vermutlich nicht aufnehmen wird. Eine Ausnahme für dieses Szenario gibt es – wenn Institutionelle im großen Stil diese Aktien aufkaufen. Das bleibt den umtauschwilligen Aktionären zu wünschen, wetten würde ich nicht darauf.  Deshalb müssen sich diese Anteilseigner im Klaren sein, dass sie auch in der Aktie lange bleiben und gleichzeitig hoffen, dass das Management einen guten Job macht. Dies ist das  wünschenswerte Szenario, in dem die Umtauschaktionäre monetär mit einem blauen Auge oder sogar Gewinn aus dem Deal herauskommen werden. Ob es eintritt, ist mehr als fraglich.

Letztendlich muss jeder Kommanditist selbst entscheiden. Mir kommt es aber eher wie eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera vor. In jedem Fall sind Durchhaltevermögen und gute Nerven auch für die potentiellen Neuaktionäre gefragt.


Quelle: BR-Update 2/2015

Zum gesamten BR-Update 2/2015

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Mark my words: Aquila Capital

mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

Fragen an Aquila Capital zu dem Bestandsfonds (Platzierung 2012/2013)

HydropowerInvest III und IV

• Welche Folgen hat die derzeitige Schieflage der oben genannten Fonds für die Anleger?

Aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit in der Türkei im Jahr 2014 konnte die Wasserkraftgesellschaft die im Dezember 2014 anstehende Tilgungszahlung nicht aus den eingenommenen Erträgen zahlen. Um die Verpflichtung gegenüber den Banken einzuhalten, hat die Geschäftsführung der Wasserkraftgesellschaft in Abstimmung mit der Fondsgeschäftsführung eine Zwischenfinanzierung aufgenommen. Es ist das Ziel der Fondsgeschäftsführung mit den finanzierenden Banken eine Umfinanzierung zu verhandeln oder im Bedarfsfall eine neue Finanzierung mit einem alternativen Kreditinstitut einzugehen. Im Anschluss soll die aufgenommene Zwischenfinanzierung wieder zurückgeführt werden. Selbstverständlich wurden die Investoren über die Sachlage, die geplante Vorgehensweise und den aktuellen Stand zu verschiedenen Zeitpunkten informiert. Darüber hinaus stand die Fondsgeschäftsführung den Anlegern auch im Rahmen einer Webkonferenz für Fragen zur Verfügung. Mögliche Folgen für die Anleger ergeben sich somit aus nicht erzielten Gewinnen aus dem operativen Betrieb der Wasserkraftgesellschaft im Jahr 2014 und den dadurch bedingten Kosten für die Zwischenfinanzierung. Eine exakte und belastbare Einschätzung der Folgen für die Anleger kann erst erfolgen, wenn eine Einigung hinsichtlich einer Umfinanzierung erreicht wurde und entsprechende Term Sheets vorliegen. Auf Grundlage dieser Term Sheets wird die Fondsgeschäftsführung eine aktualisierte Prognoserechnung erstellen. Die Anleger werden  anschließend unmittelbar über das Ergebnis informiert.

• Wann darf der Anleger des Fonds erste prospektgemäße Ausschüttungen erwarten?

Die witterungsbedingt geringeren Einnahmen führten dazu, dass keine Rückflüsse auf Ebene der Fondsgesellschaft erfolgt sind. Auszahlungen an die Anleger konnten insofern nicht getätigt werden.
Die Fondsgeschäftsführung erwartet bei entsprechender Stromproduktion erstmals im Jahr 2016 Auszahlungen an die Anleger. Voraussetzung hierfür ist, dass im Jahr 2015 entsprechende Gewinne auf Ebene der Wasserkraftgesellschaft erwirtschaftet und diese nach der Gewinnfeststellung im Jahr 2016 anteilig an die Fondsgesellschaft ausgezahlt werden.

• Wer bezahlt die in den Medien berichteten „Maßnahmen zur Betriebsoptimierung“?

Leider können wir nicht nachvollziehen auf welche Medien Sie sich beziehen, gern gehen wir auf die im Rahmen unseres Reportings berichteten Maßnahmen ein. Hinsichtlich der im Rahmen unseres Reportings berichteten Maßnahmen müssen drei verschiedene Kategorien unterschieden werden: Zur ersten Kategorie gehören Maßnahmen, die der Behebung von Errichtungs- und Anwendungsfehlern dienen. Diese werden dem Verkäufer/Errichter des Wasserkraftwerks in Rechnung gestellt. Stellungnahme 2015 Abdruck honorarfrei gestattet. Wir freuen uns über ein Belegexemplar. Zur zweiten Kategorie gehören Maßnahmen, die bereits im Rahmen der Ankaufsphase zur Optimierung des Wasserkraftwerks eingeplant wurden. Diese Maßnahmen wurden entsprechend in der Kalkulation des Verkaufsprospekts berücksichtigt. Durch die operationelle Umsetzung der geplanten Maßnahmen entstehen daher auf Fondsebene keine zusätzlichen Kosten.
Zur dritten Kategorie gehören Optimierungsarbeiten, deren Notwendigkeit sich erst im laufenden Betrieb gezeigt hat. Die Fondsgeschäftsführung führt vor Durchführung eine Kosten-Nutzen-Analyse durch. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Maßnahme umgesetzt.

• Konnten die Konzeptionäre eine derartige Abhängigkeit durch Frost nicht erkennen und einpreisen? War damit der Kaufpreis der Wasserkraftwerke nicht zu hoch?

Wir können keine unmittelbare Abhängigkeit von Frost erkennen. Die Ursache für die Unterschreitung der prognostizierten Stromproduktion resultiert vielmehr aus der Kombination von Frost mit einer
außergewöhnlich geringen Niederschlagsmenge. Für die Kalkulation der Erträge der Kraftwerke im Fonds wurde auf drei unabhängige hydrologische Gutachten von Wasserkraft-Spezialisten zurückgegriffen, die speziell für die Standorte der Investitionsobjekte des HydropowerINVEST III und HydropowerINVEST IV erstellt worden sind. Diese Gutachten dienten sowohl zur Ermittlung eines
adäquaten Kaufpreises als auch zur Erstellung der Prognoserechnung über die Laufzeit des Fonds hinweg. Die Möglichkeit einer Wasserknappheit wurde grundsätzlich in den Prospektprognosen der Fonds berücksichtigt, die Trockenheit im Jahr 2014 war jedoch außergewöhnlich hinsichtlich des Länge und auch die Folge aus Frost, wenig Schneefall und anschließender Trockenheit. Ein solches Szenario kann grundsätzlich nicht in einem Prospekt als Basisannahme unterstellt werden, da solche Ereignisse ausgesprochen selten auftreten.

• Wie sieht das Asset Management den Einfluss der Politik des nahezu autokratischen Präsidenten der Türkei für die Investitionsobjekte?

Selbstverständlich berücksichtigen wir bei der Beurteilung einer Investition die gegebenen Rahmenbedingungen. Hierzu gehört natürlich auch die Stabilität des politischen und wirtschaftlichen Systems. Allerdings beschränken wir uns bei unserer Einschätzung auf Faktoren, die wir zum einen auf Basis unserer Fachexpertise beurteilen können und die zum anderen Einfluss auf die Rentabilität und Sicherheit unseres Investments haben. Die Fondsgesellschaften haben zudem zur Absicherung der Investitionen entsprechende Investitionsgarantien des Bundes beantragt und erhalten. Damit sind die Investitionen der Anleger abgesichert.

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Finanziert der deutsche Steuerzahler indirekt den Vatikan mit?

 

Pseudologie-Finanzpolitik_cover_webStreitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ legt Finger in die Wunde

Landshut, 12.03.2015 – Die Causa Tebartz-van Elst wirft weiterhin lange Schatten, wenn man diese erkennen will. Die Streitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ des Wirtschaftspublizisten Edmund Pelikan greift in einem der Kapital die Frage nach der fehlenden Trennung von Staat und Kirche auf.

Der Fokus des Büchleins liegt dabei auf den finanziellen Dogmen und ihre Folgen. Fest steht, dass die öffentlichen Haushalte neben der Abwicklung der Kirchensteuer auch hohe Haushaltsposten an die zwei großen christlichen Kirchen überweisen. Einerseits sind Konkordate dafür die Basis, andererseits werden aber auch zahlreiche freiwilligen Leistungen erbracht.

An einem Punkt kommt wieder aktuell der Skandalbischof Tebartz-van Elst ins Spiel. Dieser ist nun „freiwillig“ im Ruhestand und bezieht etwa 6.000 Euro Pension im Monat. Nicht von der Kirche, sondern vom Staat, abgewickelt über sein ehemaliges Bistum. Mag sein, dass das dem deutschen Recht entspricht. Nun war aber in der Presse zur Jahreswende 2014/2015 zu lesen, dass der Bischof einen neuen Job in der römischen Kurie gefunden hat. Eine Rückfrage im Bistum Limburg ergab, dass Tebartz-van Elst aber weiterhin, scheinbar ohne Einschränkung, sein Ruhestandgeld bekommt. Das wirft natürlich auch die Frage bei anderen nach Rom gewechselten Bischöfen wie Gerhard Müller oder selbst Josef Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI auf. Zahlt hier auch der deutsche Steuerzahler weiter beziehungsweise wie lange zahlt der deutsche Staat? Finanziert damit der deutsche Steuerzahler Teile des Vatikans?

Fragen, die dringend einer Klärung bedürfen. Auch hierbei sollte die steuerliche Dimension nicht zu kurz kommen. Dieses Ärgernis wie auch andere Märchen über gesetzestreue Politiker, wahre Statistiken oder Anlegerschutz lesen Sie in der Streitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ (ISBN 978-3-937853-25-3) von Edmund Pelikan, die ab sofort als E-Book z.B. bei Amazon für 4.99 Euro und als Printausgabe für 6,90 Euro ab Mitte März 2015 im Buchhandel erhältlich sein wird.

Pressemitteilung als PDF

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Mark my words: Lloyd Fonds

mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

Frage zum Aktientauschangebot von Lloyd Fonds AG
• Welche 11 KG-Schiffe bzw. KG-Fonds erhalten eine Offerte zum Umtausch?
• Sind auch Problemfonds oder von der Insolvenz bedrohte Fonds unter den ausgewählten?
• Ihre Argumente für die Umsetzung Ihrer Pläne im Cash-Interview sind Flottenverbund, Handelbarkeit der Aktie und Kostenreduzierung.
 

Zum Flottenverbund:
• Kann durch einen Charterpool nicht das gleiche erreicht werden?

Zur Handelbarkeit:
• Die Börse hat die Lloyd Fonds Aktie nun lange Zeit im Korridor zwischen 1 und 2 Euro gesehen. Ihr vermeintlicher innerer Wert liegt bei 3,54 Euro. Woher kommt die Differenz?
• Sie sprechen von keinem funktionierenden Zweitmarkt und hatten selbst seit 2007 eine Zweitmarktfirma namens TradeOn. Was ist falsch gelaufen?

Zum Kostenargument:
• Sind derzeitige Management- und Treuhandgebühren Teil des Ertragswert, die die WP Gesellschaft RBS zum Ergebnis von 3,54 Euro gebracht hat?
• Würde bei einem geplanten Wegfall dieser Einnahmen nicht die Lloyd Fonds AG niedriger bewertet werden müssen?
• 18.000 Ihrer Anleger erhalten nach Ihren Worten im Cash-Interview vom 09.02.2015 eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment. Und die restlichen 35.000 Anleger haben keine Zukunft?
• Sie sagen im Cash-Interview: „Anders als bei der bisherigen KG-Beteiligung sitzen dann alle – also Aktionäre, Mitarbeiter und Vorstand – gemeinsam in einem Boot und haben vollkommen gleiche Interessen.“
• Gab es demnach in der Lloyd Fonds eigenen Treunhandgesellschaft für die Treuhandkommanditisten keine Interessensgleichheit mit dem Unternehmen?
• Und in der Lloyd Fonds AG sind die Aktionäre vor den KG-Anleger bevorzugt worden?

Antwort der LLoyd Fonds AG
„Die Lloyd Fonds AG wird das erste deutsche börsennotierte Schifffahrtsunternehmen mit eigenen Schiffen und 20 Jahren Investmenterfahrung.

Die Schifffahrt AG bietet Anlegern eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment.

Die Lloyd Fonds AG reagiert auf die Marktentwicklungen und stellt sich als börsennotiertes Schifffahrtsunternehmen neu auf: In einem ersten Schritt wird 11 von Lloyd Fonds initiierten Schifffahrtsgesellschaften das Angebot gemacht, ihre Schiffsbetriebe einschließlich der Schiffe in die Lloyd Fonds AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung einzubringen. Im Gegenzug erhalten die KG-Gesellschaften Aktien der Lloyd Fonds AG, die dann an die Kommanditisten ausgegeben werden. Wenn alle Gesellschaften das Angebot der Lloyd Fonds AG annehmen, hat die Sachkapitalerhöhung ein Volumen von 162 Mio. EUR. Innerhalb der kommenden zwei Jahre  sollen weitere KG-Schifffahrtsbetriebe einschließlich ihrer Schiffe in die AG übernommen werden. Mittelfristiges Ziel ist es, den Lloyd Fonds Konzern als international agierendes Schifffahrtsunternehmen zu etablieren. Die Lloyd Fonds AG will eine moderne Flotte mit einem kontinuierlichen Cash-Flow aufbauen und sich als Dividendentitel etablieren. Die „neue“ Lloyd Fonds AG wird hierfür ihre Börsennotierung nutzen, um zukünftig auch neue Schiffe zu erwerben.

Mit der Zusammenführung der KG-Schiffe in der bestehenden börsennotierten Aktiengesellschaft hat die Lloyd Fonds AG ein Konzept entwickelt, das den Anlegern eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment bietet: Aus sechs Containerschiffen und fünf Tankern in unterschiedlichen Größenklassen soll ein gut aufgestellter, diversifizierter Flottenverbund entstehen. Die Neustrukturierung der Finanzierung dient dem Ziel, das Ausfallrisiko und ein damit verbundenes Risiko eines von der jeweils finanzierenden Bank erzwungenen kurzfristigen „Notverkaufs“ von Schiffen zu vermindern. Die geplanten Flottenfinanzierungen bieten den Vorteil, dass die Schiffe im Flottenverbund nach dem Solidaritätsprinzip füreinander einstehen können.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Handelbarkeit und beständige Bewertung der Lloyd Fonds Aktie im Vergleich zu einem weitgehend illiquiden Zweitmarkt für Geschlossene Fonds. Darüber hinaus werden Kosten reduziert, da Management- und Treuhandvergütungen sowie ein Teil der Fondsverwaltungskosten nach Umsetzung der Transaktion entfallen.

Die Reaktionen auf das neue Konzept sind positiv. Alle Geschäftsführungen der Schifffahrtsgesellschaften, mit einer einzigen Ausnahme, empfehlen den  Anlegern die Zustimmung zum Angebot der Lloyd Fonds AG.  Und auch alle Beiräte, mit einer einzigen Ausnahme, befürworten das Angebot der Lloyd Fonds AG. Dies ist ein eindrucksvolles Votum für das neue Geschäftsmodell. Und auch die Börse hat positiv auf die geplante Transaktion reagiert: Nachdem das Kursziel der Lloyd Fonds Aktie von den Analysten auf 4 Euro angehoben wurde, stiegt der Börsenkurs über 100 % auf 2,85 Euro.“

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Mark my words: Canada Gold Trust

mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

Fragen an XOLARIS, Treuhänder des Canada Gold Trust zu dem Bestandsfonds (Platzierung 2012/2013) Canada Gold Trust I bis III (ursprünglich Nachrangdarlehen)

• Warum fordert der Treuhänder eine außerordentliche Gesellschafterversammlung?
• Warum wurde eine Sonderprüfung der Fonds durch die Wirtschaftsprüfergesellschaft Röver Brönner Susat vom Treuhänder beauftragt?
• Gibt es einen Verdacht für Missstände bei der Mittelverwendung?

Antwort von Stefan Klaile, Geschäftsführer der XOLARIS Service GmbH

„Wir bemühen uns als Treuhandgesellschaft der Anleger des Canada Gold Trust-Fonds bereits seit geraumer Zeit um mehr Transparenz auf Ebene der Fondsgesellschaften und insbesondere der nachgelagerten Projektgesellschaften.

Im Zuge der geplanten und Ende Juli 2014 beschlossenen Umwandlung der Fondsanteile in Aktien der Henning Gold Mines Inc. (HGM) haben wir daher ein verbessertes Berichtswesen mit höherer Informationstiefe eingefordert. Diese Forderung haben wir noch verstärkt, nachdem bekannt wurde, dass Aktien der HGM bereits seit dem Frühjahr in Kanada einem Handelsstop unterliegen.

Da uns als Treuhandgesellschaft trotz vieler Anfragen, Gespräche und Verhandlungen nur ein unvollständiger Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaften in Kanada gewährt wurde und unseren Forderungen bis heute nicht in zufriedenstellender Weise entsprochen wurde, ergab sich der Verdacht, dass die Mittelverwendung auf Ebene der kanadischen Gesellschaften möglicherweise nicht ordnungsgemäß erfolgte.

Eine vollständig zweckkonforme Verwendung der Gelder konnte uns bis heute nicht belegt werden. Aus unserer Sicht besteht eine Deckungslücke von rund CAD 7 Mio.

Eine von uns als Treuhandgesellschaft beauftragte Sonderprüfung der CGT-Fonds durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RöverBrönnerSusat konnte bis heute nicht umfassend durchgeführt werden, da die Unterlagen der HGM nicht zur Verfügung gestellt wurden.

Wir haben daher am 20. Januar 2015 über eine Rechtsanwaltkanzlei Antrag auf dinglichen Arrest beim Landgericht Frankfurt gestellt, um die Ansprüche der Anleger gegenüber der als schuldbeitretenden Gläubigerin der Fonds auftretenden Henning Gold Mines Inc. für die Anleger zu sichern. Dem Antrag wurde zwischenzeitlich stattgegeben.

Da der unabhängige Geologe Dr Rüdiger Schwarz (Geotech) noch einmal ausreichende Goldvorkommen in den Claims gegenüber der Treuhandgesellschaft bestätigt hat, haben wir keinen Zweifel an der grundsätzlichen Tragfähigkeit des Fondskonzeptes.
Als den Anlegern verpflichtete Treuhandgesellschaft drängen wir jedoch auf den Austausch oder die Ergänzung der Fondsgeschäftsführung, damit die hier bestehenden Interessenkonflikte aufgehoben und eine direkte Durchgriffsmöglichkeit der Fondsgesellschaft auf die Projektgesellschaften geschaffen wird:

Derzeit ist Herr Prasch Fondsgeschäftsführer und zugleich Board-Mitglied sowie Vertreter eines Gesellschafters bei HGM. Zwangsläufig unterliegt Herr Prasch damit einem Interessenkonflikt im Rahmen einer möglichen Auseinandersetzung zwischen den Fonds und der HGM. Dies wird evident, wenn die HGM ihre Verpflichtungen gegenüber den Fonds nicht erfüllt und die Fondsgeschäftsführung dies toleriert, ohne geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Des Weiteren wurde die Geschäftsführung der Komplementärgesellschaft nicht durch die Fonds besetzt, sondern durch die Gesellschafter der Komplementärin. Dies ist aber ebenfalls HGM, sodass der Interessenkonflikt auch insoweit besteht. Alternativ könnte die Komplementärin durch eine neue Gesellschaft, die nicht mit der HGM verbunden ist, ersetzt werden.

Diese Lösungsvorschläge bedürfen der Zustimmung und Beschlussfassung der Anleger, so dass aus unserer Sicht eine außerordentliche Gesellschafterversammlung dringend notwendig ist.

Wir haben daher die Fondsgeschäftsführung aufgefordert, in kürzest möglicher Frist eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einzuberufen. Nachdem sie dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, haben wir unser Recht als Treuhandgesellschaft in Anspruch genommen und die Anleger zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2015 in Stuttgart eingeladen.“

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Gothaer Anlegerstudie 2015: Bürger sehen Niedrigzinspolitik der EZB mit Skepsis

Köln, 23. Januar 2015 – Während die Deutschen bei der Geldanlage Anfang letzten Jahres vor allem auf Sicherheit gesetzt haben, ist nun ein Trend hin zur Flexibilität zu erkennen. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG (GoAM) von der forsa Politik- und Sozialforschung im Dezember 2014 durchführen ließ.

Gestiegen ist vor allem der Wunsch, die Geldanlage flexibel gestalten zu können. Dies wünschen sich 36 Prozent der Befragten, im Januar 2014 waren es nur rund 24 Prozent. Eine solche Tendenz zeigt sich auch bei der Risikobereitschaft: Während bei der letzten Umfrage rund fünf Prozent dazu bereit waren, bei der Geldanlage auch ein höheres Risiko einzugehen, sind es bei der aktuellen Erhebung schon fast ein Viertel der Befragten. Das Sicherheitsbedürfnis hat hingegen abgenommen. Statt vormals 57 Prozent der Anleger räumen nur noch 43 Prozent der Sicherheit absolute Priorität bei der Geldanlage ein. Auch die Rendite spielt lediglich für sieben Prozent der Befragten eine wichtige Rolle. Beim letzten Mal waren es rund neun Prozent.

Sparbuch bleibt Klassiker, Aktien und Fonds holen auf

Bei der Wahl der Geldanlageform ist und bleibt das Sparbuch trotz geringer Renditen das beliebteste Anlagevehikel der Deutschen: 51 Prozent der Befragten gaben an, dort ihr Geld anzulegen (letzte Erhebung: 39,7 Prozent), 35 Prozent investieren in Bausparverträge oder Tagesgeld (letzte Erhebung: 32 Prozent). Auch Kapital-Lebensversicherungen sind weiter beliebt und werden von 30 Prozent zur Geldanlage genutzt. Christof Kessler, Vorstandssprecher der GoAM, erklärt dazu: „Die Beliebtheit des Sparbuchs ist vielleicht mit seiner langen Tradition zu erklären, jedoch nicht mit der Rendite.“

Aufholen konnten hingegen Dividendenpapiere. Mit 24 Prozent liegen Investmentfonds sowie Immobilien (letzte Erhebung: 25 Prozent) im Mittelfeld, 15 Prozent platzieren die Aktien neben Festgeld (letzte Erhebung: 15 Prozent) und noch vor Anleihen (letzte Erhebung: 4 Prozent). Bei der vorherigen Befragung erreichten Fonds nur fünf, Aktien lediglich vier Prozent. Damals waren Festgeld und Immobilien beliebter (Rund 19 beziehungsweise 12 Prozent).

Bei Fonds wird stärker gestreut

Bei der Fondsanlage setzen die Deutschen stärker auf Diversifikation: Die Anzahl der Fonds, die die Deutschen besitzen, ist insgesamt gestiegen. Im Vergleich zum letzten Mal hat sich die Anzahl der Befragten, die in vier bis fünf oder sogar in sechs oder mehr Fonds investieren, fast verdoppelt. 21 Prozent der Deutschen haben inzwischen vier oder mehr verschiedene Fonds im Depot, 9 Prozent sogar sechs und mehr. Im Januar 2014 waren es nur 12 Prozent, beziehungsweise 5 Prozent bei mindestens sechs Fonds.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass viele Anleger die Bedeutung der Diversifizierung erkannt haben und Chancen und Risiken breiter streuen. In der Niedrigzinsphase können gerade Mischfonds die Schwankungen des Börsenmarktes über eine breite Diversifikation ausgleichen, ohne auf Rendite zu verzichten. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sich durch ihre vielen Standbeine an das wechselhafte Marktgeschehen erheblich besser anpassen können als reine Aktienfonds – durch die Streuung sinkt das Risiko.“, kommentiert Christof Kessler das Ergebnis. „Zu dieser aktiven Steuerung der Aktienquote ist aber auch bei den Mischfonds eine intensive und regelmäßige Analyse der Kapitalmärkte unablässig, nur so kann auf kurzfristige Marktschwankungen angemessen reagiert werden. Wer dazu keine Zeit oder Muße hat, sollte diese Aufgabe Experten überlassen. Anleger können davon insbesondere über unsere drei vermögensverwaltenden Comfort Fonds profitieren, die sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt haben.“

Kritischer Blick auf die Niedrigzinspolitik, finanzielle Sorgen verstärken sich

Über die Hälfte der Befragten hält die Niedrigzinspolitik der EZB für ein untaugliches Mittel, um den Problemen im Euro-Raum zu begegnen. Ein Drittel traut sich zu dem Thema allerdings gar keine Einschätzung zu. 30 Prozent fürchten sogar das Auseinanderbrechen der Währungsunion, bei der letzten Befragung waren es nur zehn Prozent. Diese Befürchtung spiegelt sich allerdings nicht im Anlageverhalten wider: Noch können sich lediglich 21 Prozent der Befragten vorstellen, ihr Geld auch außerhalb von Europa anzulegen.

Die Verunsicherung der Anleger zeigt sich auch bei der Angst vor einer Inflation: Von rund 44 auf 63 Prozent ist sie deutlich angestiegen. Ebenso haben die Sorgen um einem sinkenden Lebensstandard zugenommen: 61 Prozent der Befragten befürchten, dass ihre Geldanlagen später nicht ausreichen, um ihren jetzigen Lebensstandard zu halten. Im Januar 2014 waren es nur rund 40 Prozent. Dies betrifft vor allem die 30 bis 44-jährigen stark, hier hegen sogar 73 Prozent diese Befürchtung.

Immer mehr Bundesbürger sind zudem der Meinung, dass es durch die Schuldenkrise schwieriger geworden ist, die Ziele bei der Altersvorsorge zu erreichen: 42 Prozent der Befragten glauben, dass es durch die Finanzkrise schwieriger geworden ist, die gesteckten Anlageziele zu erreichen. Bei der Vorgänger-Erhebung hatten dies ebenfalls 43 Prozent der Befragten angegeben.

Quelle: Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen wurde im Auftrag der Gothaer Versicherung von der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH durchgeführt

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Der EZB Wahnsinn beginnt!

© European Central Bank/Robert Metsch

Jetzt werden über 1 Billion Euro (teils wertlose) Anleihen gekauft!

Landshut, 22.01.2015 – Die EZB will monatlich für 60 Milliarden Euro Anleihen kaufen. Die Käufe von Staats- und Unternehmensanleihen sollen bis September 2016 laufen, betont EZB Präsident Mario Draghi. Das ergibt eine Gesamtsumme von über 1.000.000.000.000 Euro – eine Billion Euro. Damit übertraf der Italiener sogar die Erwartungen von Börsen-Insidern. Zugleich wurde der Leitzins bei 0,05 Prozent belassen.

Dieses sind die Folgen der EZB-Politik:

• Der Euro wird weiter abstürzen. Nur die Stützungskäufe der Notenbanken halten den freien Fall noch auf.
• Aktien werden bis auf Weiteres steigen.
• Die Zinsen im Euroraum bleiben niedrig.
• Anlagen auf Konten und Staatsanleihen werden Kapital vernichten.
• Ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland wird durch diese vorbereitende Maßnahme sehr wahrscheinlich – egal wie die Wahl am 25.01.2015 ausgeht.
• Spanien, Portugal und Italien werden die Sparpolitik einschränken oder beenden.
• Das Geld kommt aus der Druckerpresse.
• Der Goldpreis wird steigen.
• Immobilienpreise werden bis 2016 weiter moderat bis stark steigen.
• Sachwerte gewinnen an Bedeutung.

Ob dies den gewünschten Anschub für ein Wirtschaftswachstum und gegen die befürchtete Deflation bringt, ist fraglich. Zumindest das Übertreffen der Erwartungen wird kurzfristig positive Markteffekte bringen. Das Ankaufprogramm wirkt kontraproduktiv bei der Sanierung von Krisenländer wie Griechenland. Sie müssen sich ihr Geld nicht zu hohen Zinsen auf dem freien Markt besorgen, sondern bekommen es zinsgünstig von der EZB. Trotz schlechter Bonität wird die EZB weiter billiges Geld an Griechenland geben, und bremst jegliche Reformbemühungen. Für den Rest Europas ist der Effekt eher gering, da die Zinsen bereits vor der Maßnahme sehr günstig waren.

Das schlimmste Signal der EZB: Wer mit frischgedruckten Euros teilweise wertlose Anleihen der Krisenländer kauft, glaubt selbst nicht mehr an die Stabilität des eigenen Geldes.

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