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Category Archives: Debatte

Auszeichnung „Jugend wirtschaftet!“ mit Geld- und Bücherspende

©Daniel Stelter/Campusverlag

Landshut, 08.07.2020 (PM der Stiftung Finanzbildung): Seit Jahren veranstaltet die Stiftung Finanzbildung den Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“, um die Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Themen zu fördern und das #Finanzbewusstsein zu stärken. Auch 2020 reichten 29 Teilnehmer Arbeiten ein, sieben davon kamen in die Endrunde und erhielten Geldpreise im Gesamtwert von 1.500 Euro.

Als besondere Beigabe erhielten die Finalisten eine persönlich signierte Ausgabe von Starökonom und Publizist Daniel Stelter, der derzeit wie kein Zweiter die öffentliche Diskussion um die Auswirkungen der Corona-Krise prägt. Die Bücher wurden gesponsort von Jurymitglied Matthias Mauer, Vorstand der M&L Aktiengesellschaft aus Frankfurt.

Unser Dank gilt dem Autor Daniel Stelter für die persönlichen Widmungen sowie dem Spender Matthias Mauer.

Quelle: Stiftung Finanzbildung gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)

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Corona trifft Print am härtesten

von Mathias Brandt , 06.07.2020

Weltweit leidet die Medienlandschaft unter infolge der Corona-Pandemie gekürzten Werbebudgets. Besonders hart trifft das Magazine und Zeitungen, wie eine Prognose des Statista Advertising & Media Outlook zeigt. Der Umsatz mit Printwerbung könnte im laufenden Jahr um rund 18 Prozent zurückgehen. Ähnlich sieht die Situation auch hierzulande aus. Die Statista-Analysten taxieren den dem Rückgang der Ausgaben für Printwerbung in Deutschland auf etwas mehr als 17 Prozent. Während andere klassische Werbemedien wie Radio und TV ebenfalls Federn lassen müssen, ist die Entwicklung bei Online-Werbung positiv. Das betrifft vor allem Suchmaschinenwerbung, aber auch Social-Media-Werbung, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt.

© statista

Quelle: Mathias Brandt, https://de.statista.com/infografik/460/entwicklung-werbeausgaben-weltweit/

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Corona verändert die Online-Einkaufsgewohnheiten

von Mathias Brandt , 06.07.2020

Der E-Commerce-Umsatz ist in Deutschland laut Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro gewachsen. Der Blick auf die Warengruppen zeigt, dass sich die Corona-Krise sichtbar auf die die Online-Einkaufsgewohnheiten der Deutschen auswirkt. So ist etwa der Umsatz mit Medikamenten und Lebensmitteln jeweils um rund 90 Prozent gewachsen. „E-Commerce hat sich im zweiten Quartal nachhaltig als zusätzliche Versorgungs-Infrastruktur etabliert“, fasst deutet Christoph Wenk-Fischer, bevh-Hauptgeschäftsführer die Entwicklung. „Das zeigt sich nicht nur an den absoluten Zahlen, sondern auch am erklärten Willen der Konsumenten, auch künftig mindestens so viele, wenn nicht mehr Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente online zu kaufen“, so Wenk-Fischer weiter.

© statista

Quelle: Mathias Brandt, https://de.statista.com/infografik/22198/entwicklung-des-e-commerce-umsatzes-in-deutschland/

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Werner Dörrbecker von Osiris Investments GmbH empfiehlt ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11

Werner Dörrbecker, Osiris Investments GmbH

Werner Dörrbecker, geschäftsführender Gesellschafter der Osiris Investments GmbH empfiehlt ÖKORENTA Erneuerbare Energien 11 – ein Portfoliofonds mit breiter Risikostreuung in Wind- und Solarparks für alle die beides wollen, Ökologie und Rentabilität.

Die Begründung:

ÖKORENTA gehört mit 21 Jahren Unternehmenshistorie zu den erfahrensten Fondsinitiatoren und den am besten vernetzten Portfoliomanagern im Bereich der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Die breite Streuung der Anlegergelder in eine Vielzahl unterschiedlicher Wind- und Solarparks an unterschiedlichen Standorten bietet eine attraktive Investitionschance in diese Assetklasse.

Die langjährige Expertise des Anbieters gepaart mit der Fondsgestaltung als voll regulierter Alternativer Investmentfonds (AIF) macht dieses Angebot zu einer echten Alternative zu anderen oft weniger regulierten und weniger risikogestreuten Kapitalanlagen.

Mit seinem risikogemischten und breit diversifizierten Beteiligungsportfolio an Wind- und Solarparks richtet sich dieser AIF insbesondere an Privatanleger, die mit ihren Kapitalanlagen gerne ihre individuellen Renditeziele auch mit wichtigen und nachhaltigen ökologischen Zielen verbinden möchten.

Das gefällt uns:
  • Risikogemischtes und breit gestreutes EE-Portfolio in Wind- und Solarparks
  • Viel Erfahrung und nachgewiesene Expertise im Managementteam
  • Voll regulierter AIF nach KAGB
  • Die prognostizierten Renditechancen sind mit durchschnittlich ca. 5% p.a. im heutigen Marktumfeld attraktiv aber nicht spektakulär.
  • Die ÖKORENTA-Portfoliofonds verfolgen zwei Ziele, Ökologie und Rentabilität.
Das sollten Anleger bedenken:
  • Es handelt sich um eine Unternehmerische Beteiligung mit allen damit verbundenen Chancen aber auch Risiken.
  • In der Platzierungsphase des Fonds sind noch keine Vermögensgegenstände erworben (Blindpoolrisiko).
  • Die geplante Laufzeit des Fonds beträgt rund 9 Jahre, mit zusätzlich 3 Jahren Verlängerungsoption, ist also nicht geeignet für kurz- bis mittelfristige Anlagen.
Mehr zu Werner Dörrbecker:

Herr Dörrbecker ist gelernter Bankkaufmann und Diplombetriebswirt. Er ist seit über 30 Jahren im Bereich der Finanzdienstleistungen tätig. Seine professionelle Expertise im Bereich der Kapitalanlagen hat ihn 1999 als Vorstandssprecher an die Spitze des DFB/VdV-Versorgungswerks geführt. 2006 gründete er gemeinsam mit seinem Kollegen Janosch Brom die Osiris Investments GmbH. Seit 14 Jahren berät die Osiris Investments GmbH vermögende Privatkunden bei ihren Kapitalanlageentscheidungen. Sie verfügt über die Zulassung als Finanzanlagenvermittler gem. § 34 f GewO. Die Tätigkeit unterliegt der gesetzlichen Aufsicht der IHK Kassel nach §24 FinVermV.

Kontakt:

Werner Dörrbecker
Osiris Investments GmbH
Ernst-Ihle-Str. 11, 34613 Schwalmstadt
Tel.: 06691 806 505 0
Email: w.doerrbecker@osirisinvest.de
Homepage: www.osirisinvest.de

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Nachhaltig aus der Krise mit ökonomischer Bildung – Jetzt erst recht!

Berlin, 15. Juni 2020 (OPM):

  • In der Schule darf es nach Aufhebung des Corona-Lockdowns keine Rückkehr zum „Business as usual“ geben
  • Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) fordert bessere Vermittlung von wirtschaftlichen Zusammenhängen
  • Chancen der Digitalisierung müssen jetzt für längst überfällige Ergänzung der Lehrinhalte genutzt werden

Wenige Monate nach Gründung des Bündnisses Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) zeigt sich durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie erneut, wie wichtig das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge in unserer Gesellschaft ist. Um die gesellschaftlichen und individuellen Folgen der Krise abzumildern, Eigenverantwortung und Chancengleichheit ebenso wie die Legitimität wirtschaftspolitischer Maßnahmen zu stärken, muss ökonomische Bildung jetzt verpflichtender Bestandteil der Bildung und Ausbildung aller jungen Menschen werden. Die von der Pandemie erzwungene Beschleunigung der Digitalisierung der Schulen bietet hierzu eine historische Chance.
Die von der Corona-Pandemie erzwungene Beschleunigung der Digitalisierung im Bereich der Schule muss dringend auch zur Modernisierung der Lerninhalte genutzt werden. Insbesondere eine Stärkung der ökonomischen Bildung ist dabei wichtig, angebracht und zeitgemäß.
Diese Forderung richtet das von über 70 Institutionen aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft getragene Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) anlässlich der Wiederaufnahme des Schulbetriebs im Sommer 2020 an die zuständigen Ministerien aller Bundesländer.
Unternehmertum und Selbstverantwortung müssen als Konjunkturmotor angesehen werden, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Der Weg in die Selbstständigkeit könnte für viele eine Möglichkeit sein, wenn sie über wirtschaftliches Hintergrundwissen verfügen würden. Subventionen und Sozialleistungen, die durch die Krise erforderlich werden, entspringen ökonomischen Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft und müssen von Bürgerinnen und Bürgern vor dem Hintergrund von wirtschaftlicher Stärke, Stabilität und Nachhaltigkeit beurteilt werden können.
Dazu Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer: „Die aktuelle wirtschaftliche Situation, wie sie durch die Pandemie verursacht wurde, ist nicht nur eine bis dato unvorstellbare Belastung für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem. Sie ist auch mit enormen wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden. Deswegen müssen fachlich ausgebildete Lehrkräfte den Heranwachsenden heute mehr denn je vermitteln, wie Wirtschaft, Gesellschaft und persönliche Entwicklung zusammenhängen und zusammenwirken.“
Den Zusammenhang zwischen der Krise und der Notwendigkeit einer besseren ökonomischen Bildung unterstreicht Dirk Loerwald, Professor für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Geschäftsführer des Instituts für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg:

„Mit dem aktuell geschnürten Konjunkturpaket der Bundesregierung tun sich Themen und Inhalte auf, die für viele Bürger schwer durchschaubar sind und die die Komplexität der sozialstaatlichen und ökonomischen Zusammenhänge offenbaren. Es bedarf einer gewissen gesamtwirtschaftlichen Grundbildung, um diese Maßnahmen und ihre langfristigen Auswirkungen verstehen zu können.“
Nicht zuletzt verdeutlicht die Krise, wie irrational manche Verbraucherentscheidungen getroffen werden. Exzessive Hamsterkäufe von Alltagswaren, übermäßig zunehmende Onlinekäufe und damit verbundene verschwenderische Ausgaben zeigen, wie wenig das eigene Tun in einer Krisenzeit hinterfragt wird. Vor allem für Jugendliche wären ein kompetenter Umgang mit dem eigenen Geld, individuelle Absicherung von Lebensrisiken und ein vernünftiges Verbraucherverhalten wichtig.
Dazu Verena von Hugo, Vorstand der Flossbach von Storch Stiftung: „Um als aufgeklärter Mensch ein Leben in Unabhängigkeit führen zu können, braucht man auch fundierte Wirtschaftskenntnisse. Es gilt ökonomische Zusammenhänge zu erfassen, die aus der Krise erwachsenden Herausforderungen besser zu meistern und sich bietende Chancen zu nutzen.“

Quelle: Bündnis Ökonomische Bildung

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So viel Corona-Hilfe erhalten Die EU-Staaten

von René Bocksch, 29.05.2020

Die Europäische Union plant ein 750 Milliarden Euro Hilfspaket für die wirtschaftliche Erholung der Mitgliedsstaaten nach der Corona-Pandemie. Die Höhe der Zuschüsse soll mit 500 Milliarden Euro dem Vorschlag von Merkel und Macron entsprechen. Hinzu kommen weitere 250 Milliarden Euro an verfügbaren Darlehen. Die Statista-Grafik zeigt, wie sich die direkten Zuschüsse auf die einzelnen Länder verteilen.

Italien und Spanien sind in Europa besonders schwer von der Corona-Krise betroffen und sollen demnach den größten Anteil der Hilfe bekommen – Italien erhält etwa 82 Milliarden und Spanien 77 Milliarden Euro. Deutschland wird mit knapp 29 Milliarden Euro verhältnismäßig wenig zugesprochen, vor allem weil die Bundesrepublik die Corona-Pandemie derzeit in wirtschaftlicher Hinsicht vergleichsweise gut bewältigt.

Bedingung für das Hilfspaket ist die ausnahmslose Zustimmung aller EU-Mitgliedsstaaten, die Kosten der Maßnahme würden mit dem Haushalt der kommenden Jahre verrechnet werden. Bei schneller Einigung sollen die ersten Gelder schon ab September dieses Jahres ausgeschüttet werden.

© Statista

Quelle: René Bocksch, https://de.statista.com/infografik/21853/geplante-corona-zuschuesse-der-eu/

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FOR – family office report 2020

Welche Bedeutung werden Immobiliensachwerte für das persönliche Vermögen haben?

Mein Bericht für diesen BeteiligungsReport Immobilien Spezial war schon geschrieben, aber
von Woche zu Woche ändern sich die Marktberichte. Da ich als Wirtschaftpublizist und Marktbeobachter
eine Meinung vertrete, aber durchaus auch gegenteilige Marktberichte aufmerksam
verfolge, ist mir für einen Artikel für eine Beilage im LION Magazin immer wichtig, auf der Höhe
der Zeit zu sein. Und ich stehe zwar immer als Experte für den Sachwertemarkt ein, bin aber
auch ein mehr als aufmerksamer Begleiter der Finanzmärkte und der volkswirtschaftlichen Entwicklungen,
denn das eine kann ohne das andere nicht sein. …
Welche Bedeutung werden Immobiliensachwerte für das persönliche Vermögen haben?
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Gothaer Anlegerstudie 2020: Frauen machen sich stark für Nachhaltigkeit

© pixabay

Köln, 27. April 2020 – Geld ist Geld? Nicht für jeden. Denn nicht nur, wofür es ausgegeben wird, ist sehr unterschiedlich. Auch bei der Frage, wie es angelegt wird, gibt es große Unterschiede, beispielsweise zwischen den Geschlechtern. 47 Prozent der deutschen Frauen messen dem Klima- und Umweltschutz bei der Geldanlage die größte Bedeutung zu. Bei der Investitionsbereitschaft in nachhaltige Geldanlagen liegen die Männer mit 57 Prozent vorn. Zudem haben Frauen bei der Geldanlage ein höheres Sicherheitsbedürfnis (55 Prozent) als Männer (48 Prozent).

Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG (GoAM) von der forsa Politik- und Sozialforschung im Januar 2020 bereits zum elften Mal durchführen ließ.

Umwelt- und Klimaschutz bei der Geldanlage ist vor allem bei Frauen ein Thema

Das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz ist bei Frauen besonders ausgeprägt. Auf die Frage, welche Facette von Nachhaltigkeit – Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit oder verantwortungsvolle Unternehmensführung – ihnen am wichtigsten sei, nannten 47 Prozent der deutschen Frauen den Umwelt- und Klimaschutz. Die Männer liegen mit knapp sechs Prozentpunkten dahinter (41 Prozent). Jeweils 28 Prozent der deutschen Frauen und Männer messen bei der Geldanlage der sozialen Gerechtigkeit die zweitgrößte Bedeutung zu. Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung ist nur 22 Prozent der befragten Frauen am wichtigsten. Die Männer liegen dabei mit vier Prozentpunkten mehr weiter vorne (26 Prozent).

Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit bei den befragten Frauen hoch im Kurs steht, sind sie bei der Investition in nachhaltige Geldanlagen etwas zurückhaltender als Männer. Die Hälfte der weiblichen Befragten wäre bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit auf Rendite zu verzichten, bei den Männern sind es 57 Prozent. Zusammengefasst: 47 Prozent der Frauen sehen Umwelt- und Klimaschutz als wichtigste Facette von Nachhaltigkeit. Noch mehr, nämlich 50 Prozent, sind bereit trotz geringerer in nachhaltige Geldanlagen Rendite zu investieren.

Insgesamt investieren derzeit erst sechs Prozent der Deutschen in nachhaltige Fonds. „Aus den Ergebnissen unserer Befragung lässt sich aber ein neuer Zukunftstrend bei der Geldanlage ablesen, der wahrscheinlich mit der politischen Debatte zum Klimawandel in den letzten Monaten zusammenhängt. Besonders für Frauen hat der Umwelt- und Klimaschutz offensichtlich einen hohen Stellenwert, die Hälfte von ihnen ist sogar bereit in nachhaltige Geldanlagen zu investieren, wenn sie dafür auf eine höhere Rendite verzichten müssten“, erläutert Carmen Daub, Fondsmanagerin bei der Gothaer Asset Management AG.

Für Frauen steht die Sicherheit der Geldanlage an erster Stelle

Wie legen die Deutschen ihr Geld an? Nach wie vor ist das Sparbuch mit aktuell 48 Prozent die erste Wahl. Bei den Frauen sind es sogar 50 Prozent, die diese Form der Geldanlage nutzen (2019: 49 Prozent). Auch bei den männlichen Befragten steht das Sparbuch mit 46 Prozent an erster Stelle (2019: 47 Prozent). Auf Platz zwei rangieren Immobilien mit 32 Prozent, allerdings sind Frauen hier mit 29 Prozent deutlich zurückhaltender als Männer (35 Prozent).

Wie legen die Deutschen ihr Geld an? Nach wie vor ist das Sparbuch mit aktuell 48 Prozent die erste Wahl. Bei den Frauen sind es sogar 50 Prozent, die diese Form der Geldanlage nutzen (2019: 49 Prozent). Auch bei den männlichen Befragten steht das Sparbuch mit 46 Prozent an erster Stelle (2019: 47 Prozent). Auf Platz zwei rangieren Immobilien mit 32 Prozent, allerdings sind Frauen hier mit 29 Prozent deutlich zurückhaltender als Männer (35 Prozent).

Frauen setzten stattdessen eher auf (Kapital-)Lebensversicherungen, im Vergleich zum Vorjahr ist hier bei den Frauen (32 Prozent) ein leichter Anstieg zu verzeichnen (2019: 30 Prozent).

Doch warum sind besonders das Sparbuch und Lebensversicherung eine so beliebte Geldanlage bei den Deutschen? Es ist der Wunsch nach Sicherheit. Insgesamt messen 55 Prozent der befragten Frauen und 48 Prozent der Männer der Sicherheit der Geldanlage die größte Bedeutung zu. Allerdings ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken: 2019 sprachen sich noch 60 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer für die Sicherheit als wichtigsten Aspekt aus.

Flexibilität in der Anlage spielt jeweils für 31 Prozent der Frauen und Männer die wichtigste Rolle (2019: 29 Prozent). Der größte Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich aber beim Thema Rendite: Während die Rendite für 15 Prozent der männlichen Befragten ein wichtiges Kriterium ist (2019: 12 Prozent), ist sie nur für fünf Prozent der befragten Frauen ausschlaggebend (2019: 6 Prozent).

Quelle: Gothaer (Pressemitteilung vom 27.04.2020)

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Beispiellose Veränderungen, die zu einer neuen globalen Gesellschaft führen

© Shutterstock

von Alexander Roose, CIO Fundamental Equity bei DPAM

Seit den am 23. März erreichten Tiefstständen haben sich die Aktienmärkte um rund 20% erholt, was auf das Rebalancing der Portfolios von Pensionsfonds und das verlangsamte Wachstum der Infektionsraten in den zuerst betroffenen EU-Ländern zurückzuführen ist. Auch die Anleihenmärkte sind wieder auf die Beine gekommen. Unternehmen refinanzieren ihre bestehenden Schulden auf den US-Märkten für Unternehmensanleihen in rasantem Tempo. Ausschlaggebend dafür war die Ankündigung der Fed, 30 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital aus dem ‚Exchange Stabilization Fund‘ (ESF) des Finanzministeriums einzusetzen, um Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating zu kaufen. Zuletzt hatten wir betont, dass der direkte Ankauf von Unternehmensanleihen durch die Fed von größter Bedeutung ist, um sicherzustellen, dass die Liquiditätskrise nicht zu einer ausgewachsenen Bonitätskrise führt. Experten sind sich immer noch im Unklaren, ob die Fed auch die Finanzierungskosten für High-Yield-Emittenten senken sollte. Allerdings könnte dies einen gefährlichen Präzedenzfall und auch ein moralisches Risiko schaffen.
Darüber hinaus ist die Fed nun dem Weg der japanischen Notenbank gefolgt, indem sie die Grenzen zwischen Geld- und Fiskalpolitik verwischt und einen Teil des zwei Billionen USD schweren Pakets des
‚Coronavirus Aid, Relief and Economic Security (CARES) Act‘ direkt finanziert und mehr als 450 Milliarden USD an Eigenkapital aus dem ESF freigibt. Das CARES-Gesetz richtet sich mit Direktzahlungen hauptsächlich an Einzelpersonen/Familien mit mittlerem Einkommen (30% des Pakets) sowie an große (25%) und kleine
(19%) Unternehmen. In den USA ist zudem von einem zusätzlichen Wirtschaftspaket von insgesamt einer Billion USD die Rede, das auf Infrastrukturinvestitionen abzielt. In Europa sind die auf nationaler Ebene ergriffenen fiskalischen Maßnahmen von beeindruckender Größenordnung (in % des BIP), auch wenn sie in den einzelnen EU-Ländern sehr unterschiedlich ausfallen. Wie in den USA übertreffen sie bei weitem die während und nach der Großen Finanzkrise (GFC) unternommenen Anstrengungen.
Die Achillesferse des europäischen Projekts bleibt der Mangel an fiskalischer Solidarität. Zwar befürwortet die Mehrheit der EU-Mitglieder die Ausgabe von speziellen ‚Corona-Anleihen‘, während andere
(Deutschland, Österreich und die Niederlande) lieber den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) nutzen würden, der ihrer Ansicht nach zu diesem Zweck geschaffen wurde. Wie so oft erwarten wir am Ende einen Kompromiss der EU-Finanzminister, um ein Finanzpaket für die gesamte Eurozone umzusetzen. Das Gefühl der Dringlichkeit ist groß, und alle EU-Mitglieder sollten sich bewusst sein, dass die Last der Covid-19-Krise von allen gleichermaßen getragen werden sollte. Dies ist ein entscheidender Moment für das
‘europäische Projekt’.
Zusätzlich zu diesen weltweit durchgeführten ‚Whatever it takes‘-Maßnahmen wurden zunehmend Aktionspläne für eine räumliche Distanzierung sozialer Kontakte ausgearbeitet. Es gibt mittlerweile ermutigende Anzeichen dafür, dass die Epidemie in einigen Ländern unter Kontrolle kommt. Bedeutet dies, dass wir unsere frühere Empfehlung „Zu spät, um Aktien zu verkaufen“ zugunsten von „Zeit, um Aktien zu kaufen“ aufgeben? Nein, noch nicht ganz, denn wir gehen davon aus, dass wir noch nicht über den Berg sind, und zwar aus folgenden Gründen:
Selbst wenn die Märkte beginnen, ihre Aufmerksamkeit auf Ausstiegsstrategien aus dem Lockdown zu lenken (Österreich hat als erstes Land einen Normalisierungsprozess eingeleitet), erwarten wir, dass diese sehr allmählich und maßvoll erfolgen, da Epidemiologen vor dem Risiko einer zweiten Welle der Krankheit im Herbst und dem Risiko eines Re-Imports des Virus bei Aufhebung der Reisebeschränkungen warnen.
• Die wirtschaftlichen Schäden sind beispiellos. Da die Berichtssaison für das erste Quartal vor der Tür steht, könnte bald mehr Klarheit über die tatsächlichen schlimmen Auswirkungen dieser Krise auf Unternehmensgewinne und -verluste bzw. die Bilanzen der Unternehmen bestehen und die Marktteilnehmer dementsprechend zu einer vorsichtigeren Haltung veranlassen.
• Positiv ist zu vermerken, dass sich die Krankenhauseinweisungen in New York früher als erwartet verlangsamt haben. Angesichts unzureichender landesweiter Sperrmaßnahmen muss allerdings angenommen werden, dass die Entwicklung in New York nicht repräsentativ für die gesamten USA ist.
• Das Verbrauchervertrauen wird aufgrund der gleichzeitigen Wirkung steigender Gesundheitskosten und einer geringeren Kaufkraft, letztere vor allem verursacht durch die schwere Rezession im beschäftigungsintensiven Dienstleistungssektor, stark beeinträchtigt werden. Daher erwarten wir, dass sich die Verbraucher beim Konsum weiterhin zurückhalten werden, sobald die Sperren aufgehoben sind.
• Viele Bereiche stehen unter spürbarem Stress, wie der Markt für High-Yield-Anleihen oder die Währungen der Schwellenländer. Ohne eine umfassende Vereinbarung zwischen den OPEC-Mitgliedern und den USA über eine Drosselung der Ölförderung könnten hochverzinsliche Anleihen des Energiesektors im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar stark unter Druck geraten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir keine V-förmige, aber eine möglicherweise U-förmige Erholung erwarten. Wir schließen uns nicht den Ansichten einiger Strategen an, die Parallelen zur GFC ziehen. Wie bereits in früheren Stellungnahmen erwähnt, ist diese Krise nicht systemischer Natur, die Banken sind besser kapitalisiert, und die zuständigen Behörden sind mit ihrer Geld- und Fiskalpolitik stärker am Ball. Was die Bewertungen anbelangt, dürften die Kurs-Gewinn-Multiplikatoren am Tiefpunkt des Marktes, der hoffentlich hinter uns liegt, im Vergleich zu 2008/09 höher sein aufgrund des bedeutenden Unterschieds bei den realen Anleiherenditen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Die Covid-19-Krise ist der Katalysator für die Einleitung einer radikalen Fiskalpolitik, die sich an der linksgerichteten Politik in der westlichen Welt orientiert. Und es könnte noch mehr davon auf den Weg gebracht werden. Unkonventionelle fiskalische Maßnahmen könnten dazu beitragen, die wachsende Ungleichheit zu bewältigen, ein Phänomen, das teilweise durch die Inflation der Vermögenspreise nach der GFC verstärkt wurde, als die quantitative Lockerung zu einem dauerhaften geldpolitischen Instrument wurde. Aktuell werden immer mehr Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen zurückgestellt, da der gesellschaftliche Druck zunimmt, Unternehmens-Cashflows von den Aktionären abzuziehen. Und dabei wird es wahrscheinlich nicht bleiben.
Auch Steuergerechtigkeit und gerechte Bezahlung von Arbeitnehmern sind politische Themen, die eine breitere Unterstützung finden werden. Einerseits werden die Regierungen das durch die Auswirkungen der Covid-19-Krise entstandene Steuerloch durch höhere Unternehmenssteuern stopfen. Auf der anderen Seite werden sie die Ausgaben im Gesundheitswesen erhöhen, um künftige medizinische Notfälle besser bewältigen zu können. Somit wird die Rolle der Regierungen wichtiger werden. Bei der Investition in Unternehmen muss diese Dynamik bei der Titelauswahl sowohl aus fundamentalen als auch aus Nachhaltigkeitsgründen längerfristig berücksichtigt werden. Hier liegt die Chance für aktive, nachhaltige und research-orientierte Vermögensverwalter wie DPAM.

Quelle: Degroof Petercam Asset Management S.A.

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IWF-Prognose Corona zwingt die Weltwirtschaft in die Knie

von Matthias Janson,   15.04.2020

Die globale Wirtschaft wird von der Corona-Pandemie mit voller Wucht getroffen. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt, schrumpft das weltweite Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr im Vergleich zu 2019 schätzungsweise um drei Prozent. Zum Vergleich: in der Finanzkrise 2008/2009 betrug der Rückgang lediglich -0,1 Prozent. Dies verdeutlicht das dramatische Ausmaß der gegenwärtigen Krisensituation. Im direkten Vergleich der drei großen Wirtschaftsblöcke China, USA und der Eurozone müssen die beiden letztgenannten laut IWF mit den stärksten Einbußen rechnen. China darf mit einem kleinen Wachstum rechnen, dass aber nicht ausreichen wird, um die Weltwirtschaft hinreichend zu stimulieren. Ein Lichtblick: für 2021 rechnet der IWF wieder mit einem deutlichen Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts. Für die Eurozone beträgt das Plus demnach 4,7 Prozent, für China gar 9,2 Prozent.

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