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Category Archives: Debatte

Die Stiftung Warentest bzw. Finanztest begeht Denkfehler

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Landshut, 16.04.2018 (Ein Kommentar von Edmund Pelikan):  Die Stiftung Warentest beziehungsweise ihr Ableger Finanztest gilt als Gradmesser für Verbraucherschutz und fast so was, wie der mediale Arm des Bundesverbands Verbraucherschutz. Wenn die Berliner eine Assetklasse kritisieren, ist das nicht selten der Tod dieser. Als Diskutant war ich mal auf einem Podium mit einem Vertreter eines regionalen Verbraucherschutzvereins und der war scheinbar allwissend. 

In einem gerade veröffentlichten Artikel zu einer Studie wurde nun die Thema Sparen in ETF in den Mittelpunkt gestellt. Das Fazit der Studie: ETF Sparen macht Sinn wegen der geringen Kosten, sicherheitsorientierte Anleger sollten sich auf Anleihen ETF konzentrieren. So weit so gut!

Alles was hier beschrieben wird, ist grundsätzlich nicht falsch. Gleichzeitig entspricht diese Meinung dem absoluten Mainstream. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn inzwischen ist durchaus das Thema ETF nicht mehr unumstritten. Auf dem Punkt bringt dies ein kritisches Buch über Black Rock, einem der führenden Anbieter von ETFs. Denn die Entscheidungen treffen Computer und Algorithmen und es werden blind die Indices nachgebaut. Das was klassisch als Vorteil gesehen wird, birgt auch Risiken. Diese können am besten mit dem Herdentriebvergleich erklärt werden. ETF-Anleger investieren in der Regel immer mit dem Trend!

Der zweite Denkfehler ist die Fehleinschätzung, dass Anleihen und Festverzinsliche Renten etwas für sicherheitsorientierte Anleger sind. Wenn die Marktzinsen steigen – und dieser Zinsanstieg wird kommen – werden die Anleihenkurse in den Keller fallen. Und finanzmathematisch begründet ist, dass je länger die Restlaufzeit ist, umso höher der Wertverlust. Und bei Fonds und ETFs wird der Ausweis der Kursverluste auch wegen der börsentäglichen Kursfeststellung sofort sichtbar sein.

Kurz gesagt: Wie ein Finanzpolitiker nie Risiken für eine 10-jährige Staatsanleihe bejahen wird, wird ein Verbraucherschützer von Finanztest immer verdrängen, dass Anleihen deutliche Risiken innewohnen und auf lange Anlagehorizonte die Aktie oft die bessere Alternative ist.

Quelle: epk media

Noch ergänzend hinzugefügt:

Welt.de schreibt in seiner Ausgabe vom 18.04.2018, dass der IWF vor plötzlicher anspringender Inflation warnt. Der schnell ansteigende Dollar-Zins könnte weltweit übergreifen. Gerade die freigiebige Wirtschaftspolitik von Donald Trump könnte laut Meinung der Experten aus Washington dafür sorgen, dass die Notenbanken ihren Kurs schlagartig ändern müssen.

Wenn die Zinsen steigen und das Geld in den USA wieder knapper wird, hat dies Einfluss auf die Finanzierungsbedingungen weltweit. Daher rät der IWF den Geldhäusern außerhalb der USA, sich unabhängig zu machen.

Aber auch die ETFs sind von der Zinsentwicklung betroffen. Da diese Fonds vermehrt in riskante, hoch verzinsliche Papiere investiert haben, sei die Ansteckungsgefahr bei größeren Kapitalbewegungen auf dem ETF-Markt sehr hoch.

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Wald- und Holzfonds brennen teils lichterloh

Landshut, 16.04.2018 (Ein Kommentar von Edmund Pelikan): Vor etwa einem Jahr fuhr der Holzfonds Lignum noblis – ein direktinvestierender Rundholzanbieter – gegen die Wand. Das war eine ähnliche Überraschung wie die 2018 bekanntgewordene Insolvenz des Containeranbieters P&R.

Der Branchendienst KMI GmbH hat nun die Probleme des Waldfonds von Nordcapital offengelegt. Noch 2007 und 2008 galten Waldfonds als interessante Immobilienfondsalternative. Das Beispiel Nordcapital zeigt, dass die damals vorherrschende Funktion eines Emissionshauses als (fachdummen) Kapitalsammelstelle sich heute rächt. Die Fehler reichen von der Auswahl des falschen Fachpartners, der nicht ausreichenden Prüfung von Restitutionsansprüche der rumänischen Waldgrundstücke bis zu einer falschen Bewirtschaftungsstrategie.

Allein bei dem Waldfonds 1 von Nordcapital konnten 60 Millionen Euro von 2.800 Investoren eingesammelt werden. Von den etwa 35 bis 40 Prozent Sollausschüttungen sollen bisher lediglich 9,5 Prozent geflossen sein. Eigentlich sollten 2020 schon wieder alle Waldgrundstücke verkauft sein. Das ist nach heutiger Ausgangslage eine Illusion. Fassen wir zusammen: Nordcapital hinkt sowohl bei finanziellen als auch bei juristischen Themen des Waldfonds 1 weit hinterher. Vielleicht haben die von der BeteiligungsReport Redaktion oft kritisierten Anlegerschutzanwälte recht, dass Nordcapital als Fondsverwalter bisher bei diesem Waldfonds wohl versagt hat.
Quelle: epk media

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Fabian Langaard ergänzt die Jury des Wettbewerbs „Jugend wirtschaftet!“

Fabian Langaard

Pressemitteilung der Stiftung Finanzbildung vom 12.04.2018

Landshut, 12.04.2018 – Inzwischen zum achten Mal fördert die Stiftung Finanzbildung mit ihrem Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ die Auseinandersetzung mit finanzökonomischen Themen in der Oberstufe von Gymnasien, Fach- und Berufsoberschulen. Dabei können die Absolventen ihre Facharbeiten beziehungsweise Seminararbeiten zum Wettbewerb einreichen, wenn sich diese rund um den Themenkomplex Finanzen und Wirtschaft drehen.

Manche Wirtschaftsphilologen und Fachlehrer stellen sich regelrecht bereits auf den Wettbewerb ein und bieten Seminarthemen dazu an. Durch gezielte Hinweise sowohl in Rundschreiben des Kultusministeriums als auch des bayerischen Wirtschaftsphilologenverbandes steigt die Zahl der eingereichten Arbeiten kontinuierlich. Jurymitglieder müssen somit jedes Jahr bis zu 1.000 Seiten Fachliteratur würdigen. Deshalb ist es auch notwendig, die Jury zu erweitern.

Dieses Jahr wird nun der Young Professional Fabian Langaard (29) in die Jury berufen. Nach seinem Abitur in Landshut, seinem Bachelor in Volkswirtschaft an der Universität in St. Gallen und an der Columbia University New York sowie seinem Master in „International Political Economy“ am King’s College London rundete er seine Ausbildung an der London Business School mit dem Schwerpunktbereich Private Equity ab. Danach arbeitete der heute 29-Jährige in verschiedenen Positionen bei Hedgefonds und im internationalen M&A/Private Equity-Bereich von der Schweiz und von Norwegen aus. Heute hat er diverse Verwaltungsrats- und Aufsichtsratspositionen inne.

„Fabian Langaard bringt einen wichtigen praxisbasierten Erfahrungsschatz in die Jury ein“, so Edmund Pelikan, Stiftungsgeschäftsführer und Vorsitzender der Jury, und unterstreicht: „Er ist eine wunderbare Ergänzung zu den Jurykollegen Professor Erwin Blum, Unternehmerin Karin Hildebrandt, Versicherungsvorstand Dr. Stefan Kunowski, M&L-Unternehmensberatungschef Matthias Mauer, Landtagsabgeordneten und Banker Helmut Radlmeier und FNG-Chef Volker Weber. Wir begrüßen ihn herzlich und danken ihm für sein ehrenamtliches Engagement.“

Wie jedes Jahr werden auch 2018 im Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ bis zu sechs Auszeichnungen für die besten Arbeiten mit dem „Klaus-Hildebrand-Preis“ prämiert und etwa 1.000 Euro Preisgeld vergeben. Traditionell werden die Ehrungen und Geldpreise an der Abiturfeier durch die Lehrkräfte Ende Juni 2018 überreicht werden.

 

 

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Der offene InvestAnalyseBrief

©InvestAnalyseBrief

Liebe Leser des InvestAnalyseBrief,

es hat schon etwas, die Bilanzanalyse des Jahres 2017. Wer nicht zu faul zum Lesen ist, kann sich mit einem Blick in das Zahlenwerk der Finanzhäuser tatsächlich eine der Wahrheit nahen Meinung bilden. Heinz-Roger Dohms hat das in seinem Blog finanz -szene.de gemacht und uns interessante Erkenntnisse mitgeteilt.

Zum Beispiel, dass es Sparkassen und Volksbanken besser geht, wie sie uns glauben lassen wollen. Ein Grund dafür ist, dass diese Institute die Provisionsumsätze massiv nach oben trieben. Bei Sparkassen schlägt das 2017 mit einem Plus von 8,4 Prozent zu Buche. Noch schamloser ist hier die Postbank, deren Provisionsüberschuss um 12,0 Prozent stieg.

Unter den Provisionen subsummierten sich auch die Gebühren, welche die Retailbanken unter dem Vorwand „Niedrigzinsen“ bis zur Schmerzgrenze des Kunden erhöhten. König Kunde merkt dies entweder nicht oder ist zu faul zum Wechseln. Banken ohne großes Retailgeschäft jedoch spürten den Schwund der Zinsmargen und haben außer eigenes Investmentgeschäft bzw. Spekulationsgeschäft diesem wenig entgegenzusetzen.

Am deutlichsten ist dies bei der Deutschen Bank zu sehen. Vorstandsgenerationen setzten hier auf die Sparte Eigenschaft mit ihren Megaboni – mit den bekannten Folgen und den nicht enden wollenden Problemen. Ob ein neuer Vorstandschef diese Kultur ändern kann oder gar will, ist mehr als fraglich. Denn was bleibt dann noch von dem ehemaligen Branchenprimus? Das verheerende Urteil zur Infrastruktur der Großbank durch seine eigene IT-Chefin Kim Hammonds rundet das Bild zum Negativen ab.

Heinz-Roger Dohms Fazit: Die Autobanken von Volkswagen und Mercedes, die die gewinnträchtigsten deutschen Banken des vergangenen Jahres waren, beherrschen den Point of Sale. Genau das fällt vielen klassischen Banken immer schwerer.

An dieser Kurzanalyse von finanz-szene.de sieht man, wie der monetäre Markt im Umbruch ist. Hinzu kommt die zunehmende Digitalisierung und Regulierung. Werden die Anlageprodukte deshalb besser? Sicher nicht, meistens fällt nur eine Verkäuferebene weg. Wenn ein teures, kompliziertes oder sogar schlechtes Produkt direkt nur über die digitale Welt an den Endkunden herangetragen wird, hat dieser keine Entschuldigung mehr, sich auf fehlende Finanzbildung oder mangelnde Beratung zu berufen. Im Digitalen heißt es: Seitenlangen FinTecNutzerbedingungen zustimmen und Vollhafter sein. Oder haben sie schon mal das Kleingedruckte von Facebook gelesen?

In diesem Sinne – bleiben sie kritisch.

Ihr Edmund Pelikan

Der aktuelle InvestAnalyseBrief finden Sie hier:

Der Offene InvestAnalyseBrief Nr.29

Bisher erschienene InvestAnalyseBriefe können Sie hier nachlesen:

Der Offene InvestAnalyseBrief Nr. 28

 

 

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Fundamental Capital kooperiert mit FondsDISCOUNT.de

Fundamental-Capital_Gruppenbild

Willich, 20. März 2018 – Der Online-Vermögensverwalter Fundamental Capital, spezialisiert auf Anlagestrategien, die mithilfe von Algorithmen und Einzeltiteln umgesetzt werden, kooperiert ab sofort mit FondsDISCOUNT.de, einem unabhängigen Online-Fondsvermittler der wallstreet:online capital AG.

Kunden von FondsDISCOUNT.de können dabei durch die Einbindung von Fundamental Capital in dessen Angebot mit wenigen Klicks ihr Kapital dort anlegen.

„Wir freuen uns, dass wir mit FondsDISCOUNT.de einen der führenden Vermittler von Geldanlage-Produkten gewinnen konnten. Die Zusammenarbeit eröffnet uns eine weitere Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen“, erklärt Uwe Zimmer, Geschäftsführer von Fundamental Capital.

„Wir sind froh, mit Fundamental Capital einen innovativen Partner gefunden zu haben, mit dem wir unser Produkt- und Serviceportfolio um eine neue Facette erweitern können – die des Technologie-getriebenen, aktiven Value-Investierens. Besonders freue ich mich darüber, dass wir einen Robo-Advisor anbieten, der mehr kann, als nur nach ETFs zu suchen. Einerseits ist Fundamental Capital einzelaktien- statt indexbasiert und erwirbt für seine Kunden „echte“, also physische Aktien. Hinter diesen Anlageentscheidungen steht ein intelligenter Algorithmus, der rund um die Uhr 60.000 Aktien weltweit überprüft und bei der richtigen, weil günstigen Gelegenheit die Wertpapiere kauft. Zudem steht hinter dem ganzen Prozess ein ausgereiftes System zur Risikoanalyse“, sagt Thomas Soltau, Vorstand der wallstreet:online capital AG und Vertriebsleiter bei FondsDISCOUNT.de.

Nachdem Fundamental Capital im November 2017 in den Markt eingetreten ist, erschließt sich das Fintech-Unternehmen durch die neue Kooperation nun zusätzliche Kundensegmente. Als echte B2B-Partnerschaft ist die Zusammenarbeit mit FondsDISCOUNT.de dabei auch richtungsweisend für zukünftige Geschäftsbeziehungen von Fundamental Capital – geplant sind weitere Vertriebskooperationen im In- und Ausland.

Quelle: Fundamental Capital 

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++++ FOR – family office report ++++

Landshut, 15.3.2018 – Das neue Magazin der Stiftung Finanzbildung erscheint seit Dezember 2017 quartalsweise im Verlag epk media und richtet sich an (semi-) institutionelle Investoren

Der Think Tank „Stiftung Finanzbildung“ beobachtet und kommentiert seit Jahren die monetären Märkte. Ziel ist es, Widersprüche auszudecken und auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Dabei will die Stiftung sich nicht nur um die Finanzbildung des Wirtschaftsnachwuchses kümmern, sondern die Diskussion auch unter den Profis beleben.

So tritt der Stiftungsgeschäftsführer Edmund Pelikan neben verfassten Streitschrift wie z.B. „Pseudologie der Finanzpolitik“ in der „edition geldschule“ auch als Sachverständiger im Fiannzausschuss des Bundestages auf. Kürzlich beteiligte er sich mit einem offenen Brief an Kardinal Woelki an der Debatte um dessen Aussage zu Weihnachten, „Immobilienspekulanten seien zynisch und menschenverachtend“.

Mit dem neuen Magazin „FOR – family office report“, das kostenfrei an etwa 200 Family Offices geschickt wird und unter www.family-office-report.de abrufbar ist, entspricht die Stiftung Finanzbildung einem oft geäußerten Wunsch, auch unter den Profis Impulse zum monetären Diskurs zu setzen.

Viel Freude beim Lesen und bewahren sie sich ihren Widerspruchgeist.

Ihr
Edmund Pelikan

FOR – family office report März 2018-Ausgabe 

Bereits veröffentlichte Ausgaben:

FOR – family office report Dezember 2017-Ausgabe 

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Gute Zeiten für Anleger

München, 8. März 2018 – Seit 50 Jahren ist Gottfried Heller in der Vermögensverwaltung erfolgreich tätig. Der langjährige Partner der Börsenlegende André Kostolany teilt nun in seinem neuen Buch „Die Revolution der Geldanlage“ sein Erfolgsrezept, wie jeder sein Geld risikoarm und gleichzeitig renditestark anlegen kann. „Die Zeiten für Anleger waren noch nie so vielversprechend wie heute“, sagt Gottfried Heller. „Mit einfachen Mitteln, wenig Zeitaufwand und niedrigen Transaktionskosten kann sich heute jeder an der Börse engagieren und den Grundstock zu einem nachhaltigen privaten Wohlstand legen.“

In den Mittelpunkt seiner Revolution der Geldanlage stellt Heller Indexfonds, sogenannte ETFs. Das Entscheidende: Anleger müssen hier selbst aktiv werden, denn Finanzdienstleister empfehlen sie nur selten. Kein Wunder, daran ist für Banken nur wenig zu verdienen, für die Anleger dafür umso mehr.

Der Leser erfährt nicht nur, warum Indexfonds in den Mittelpunkt der Privatanlage gehören. Heller erklärt auch, was bei Depots beachtet werden muss, wie jeder mit Indexfonds in aufstrebende Märkte investieren und wie die private Altersvorsorge mit ETFs gesichert werden kann. Vor allem erklärt er das alles in einfachen Worten und mit Beispielen, auch für Einsteiger bestens verständlich.
Dabei spart Heller aber auch nicht an Kritik – egal ob Euro, Riester Rente oder Nullzinspolitik. Deutliche Worte findet er zur Altersvorsorge. Deutschland trage hier die rote Laterne und das sei eine Schande. „Die Amerikaner, Skandinavier, Schweizer, Österreicher und sogar die Franzosen sind uns um Welten voraus. Unsere Rente ist ein Schönwettermodell auf Sand gebaut.“ Aber die Politik verweigere sich sinnvollen Lösungen.

Schon heute gilt die Rente in Deutschland im internationalen Vergleich als niedrig, dieser Zustand wird sich in den kommenden Jahren noch weiter verschlechtern. „Vor diesem Hintergrund ist es geradezu sträflich, dass die Chancen Vermögen aufzubauen verschiedenen Bevölkerungsgruppen komplett verwehrt werden.“
Ohne Aktien ist keine vernünftige Vorsorge möglich. Sie ist langfristig die mit Abstand ertragreichste Anlageklasse. Das hat sie in den letzten beiden Jahrzehnten bewiesen.
Obwohl in dieser Zeitspanne so viele Finanzkrisen und Kurseinbrüche wie nie zuvor die Börsen und die Anleger erschüttert haben, konnten Aktienanleger per saldo attraktive Renditen aus Kursgewinnen und Dividenden erzielen.

In seinem neuen Buch stellt Gottfried Heller in leicht verständlicher Sprache bequem nachvollziehbare Strategien vor. Sie basieren auf neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch auf seinen Erfahrungen, die sich in seinen 50 Jahren in der Vermögensverwaltung und an den Finanzmärkten erfolgreich bewährt haben.

Quelle: wordstatt GmbH (Pressemitteilung vom 08.03.18)

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AXA Studie: Fast jeder Zweite würde gern an der Börse anlegen – sieht aber Risiken wie im Spielcasino

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AXA Studie: Fast jeder Zweite würde gern an der Börse anlegen – sieht aber Risiken wie im Spielcasino

In Deutschland zeigt sich ein auffälliger Widerspruch. Laut „Deutsches Aktieninstitut“ besitzt nur etwa jeder siebte Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds. Dagegen glauben exakt 42 Prozent aller Erwachsenen, dass „eine Geldanlage an der Börse hochinteressant ist.“ Unter Männern sind es sogar 51 Prozent (Frauen 34 Prozent). Ebenso stehen Aktienfonds klar an erster Stelle, wenn die Deutschen gefragt werden, welche Geldanlage langfristig die besten Chancen zum Vermögensaufbau verspricht.

Bundesweit vier von zehn Erwachsenen sagen schließlich: „Ich würde gern Geld an der Börse anlegen, mit fehlt aber das Wissen dazu.“

Die Erklärung, warum erst so wenige an der Börse Geld anlegen, kann eine aufrüttelnde Erkenntnis geben. So glauben 58 Prozent der Deutschen, mit einer Geldanlage an der Börse „unkontrollierbare Risiken einzugehen.“ Fast die Hälfte (46 Prozent) ist sogar der Meinung, dass „Geldanlage an der Börse genauso riskant ist wie ins Spielcasino zu gehen.“

„Mythen statt Fakten dominieren die Vorstellung von der Börse, weshalb sich die Deutschen viele Chancen verbauen. Insgesamt hat die nun schon Jahre andauernde Niedrigzinsphase aber offenbar ein Umdenken in Deutschland eingeleitet. Nur die Umsetzung der Erkenntnis hakt noch“, resümiert Dr. Patrick Dahmen, verantwortlich für das Lebensversicherungsgeschäft im Vorstand der AXA Konzern AG, das Ergebnis einer neuen Fokusbefragung im Rahmen des AXA Deutschlandreport 2017.

„German Angst“ hemmt den deutschen Anleger

Fast die Hälfte aller Bundesbürger schätzt die Wahrscheinlichkeit auf mindestens 50 Prozent, für Aktien an der Börse auch nach 20 Jahren Anlagedauer weniger zu bekommen, als investiert wurde. Besonders häufig ist diese Meinung in Thüringen, am seltensten in Bayern vertreten. Fakt ist dagegen: Laut „Deutsches Aktieninstitut“ hat es seit 1965 noch nie einen einzigen 20-Jahres-Zeitraum mit Verlust für ein Portfolio mit DAX-Aktien gegeben. Vielmehr waren in der Reget Renditen deutlich über der Inflationsrate und sogar oft zweistellig möglich. Wie groß trotz solcher Fakten die Furcht vor Verlusten ist, zeigt ein weiteres Ergebnis der AXA Fokusbefragung. Demnach wäre die Mehrheit aller Deutschen (54 Prozent) bereit, an der Börse dann zu investieren, wenn es eine Garantie für das eingesetzte Kapital gibt. Jeder Dritte ist aber nicht bereit, für eine solche Garantie etwas zu bezahlen.

„Wir sehen diese Vorbehalte und bieten daher unterschiedliche Sicherheiten in unseren Produkten. Es gibt Angebote, in denen Garantien sinnvoll sind und dem Kundenbedarf entsprechen. Doch auch mit anderen Sicherungsmechanismen lässt sich das Schwankungsrisiko an den Börsen wirksam und kostengünstig begrenzen“, so Dr. Patrick Dahmen.

Große Unterschiede innerhalb Deutschlands

Die repräsentative Befragung offenbart große regionale Unterschiede im Bundesländervergleich, aber auch Verschiedenheiten zwischen den Geschlechtern sowie Altersgruppen. „Geld an der Börse anzulegen, lehne ich aus Prinzip ab.“ Dieser Aussage stimmen immer noch bundesweit drei von zehn Erwachsenen zu. Während es aber in Hamburg und Bayern nur 21 Prozent sind, pflichten dem in Thüringen mehr als doppelt so viele und insgesamt fast die Hälfte aller Befragten bei (44 Prozent). Interessant ist die Ursachenforschung. Kaum jemand will die Börse als „unseriös“ bezeichnen. Mit nur 14 Prozent wird diese Meinung bundesweit nur sehr selten vertreten. Stark dominiert dagegen das Gefühl, dass „Geldanlage an der Börse nur etwas für Experten ist.“ Sechs von zehn Befragten sind dieser Meinung. In Thüringen wird hierbei erneut der bundesweite Spitzenwert mit 70 Prozent gemessen. Frauen sehen das mit 64 Prozent deutlich häufiger als Männer (55 Prozent) und die über 55-Jährigen mit 68 Prozent deutlich häufiger als die unter 55-Jährigen (54 Prozent).

Die Älteren vertrauen am stärksten auf ihr Glück

Als wichtigstes Kriterium für gute Anlageergebnisse nennen die Deutschen „ein gutes Anlageprodukt“.

85 Prozent halten das für „sehr wichtig“ oder „wichtig“. An zweiter Stelle steht „Geduld“ (83 Prozent). Schlicht an „Glück“ glauben bundesweit 61 Prozent. Dabei vertrauen die Älteren jedoch intensiver auf ihr Glück bei der Geldanlage als die Jüngeren. Denn fast jeder dritte (30 Prozent) der über 55-Jährigen stuft Glück sogar als „sehr wichtig“ für gute Anlageergebnisse ein. Unter den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren teilen nur halb so viele (15 Prozent) diese Einschätzung. Generation Z zeigt sich in Punkto Geldanlage demnach um einiges rationaler.

Über den Themenfokus „Anlageverhalten der Deutschen 2017“

Der Themenfokus ‚Anlageverhalten der Deutschen 2017‘ wurde im Rahmen des AXA Deutschland-Report zu Ruhestandsplanung und -management durch insgesamt 2.103 Online-lnterviews erhoben. Befragt wurde die Wohnbevölkerung repräsentativ in allen 16 Bundesländern. Die Ergebnisse wurden zudem zur Ableitung bundesweiter Aussagen bevölkerungsrepräsentativ gesamtgewichtet. Die Befragung wurde im Oktober 2017 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt.

Weitere Ergebnisse und Informationen finden Sie unter: www.axa.de/deutschland-report

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Jerome Powell betritt die Bühne

Von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer bei La Financière de l’Echiquier

Am 5. Februar übernahm Jerome Powell den Fed-Vorsitz und schlüpfte mit einer doppelten Anhörung vor dem Kongress in der vergangenen Woche endgültig in die Rolle des Gouverneurs der US-Notenbank. Ein von den Märkten erwarteter erster großer Auftritt, denn diese möchten gerne die künftige Richtung der Fed-Geldpolitik erfahren.
Dieser erste Auftritt des Princeton-Absolventen erfolgte zweigeteilt vor jeder Kammer des Kongresses.
Zuerst eine kurze Rede, die mit den Mitgliedern des Offenmarktausschusses abgefasst wurde, um den Konsens des Gouverneursrates zu verdeutlichen. Es ging um die Stabilität des Arbeitsmarktes und den Willen der Fed, die Normalisierung der Geldpolitik fortzusetzen, erst recht seit der Verabschiedung der US- Steuerreform. Es gab jedoch wenig neue Inhalte und die Äußerungen glichen inhaltlich denen von Janet Yellen bei ihrer letzten Anhörung vor dem Kongress im Juli.
Die anschließende Frage-Antwort-Runde erwies sich als viel interessanter, denn Powell schlug hierbei unerwartet restriktive Töne an. Er verwies insbesondere darauf, seine persönlichen Wachstumsprognosen seit der Verabschiedung der Steuerreform, die eine beachtliche Zunahme der Binnennachfrage auslöste, nach oben korrigiert zu haben. Dieses Vertrauen in die Robustheit der US-Konjunktur wurde von den Anlegern als Anzeichen einer Wende zu einer restriktiveren Geldpolitik aufgefasst, die vier Leitzinsanhebungen in diesem Jahr glaubwürdig erscheinen lässt. Die Wahrscheinlichkeit dieser Annahme stieg von 24,4 % auf 35 %. Die langfristigen Zinsen stiegen ebenfalls und erreichten während des Auftritts von Powell einen Stand von 2,92 %.
Die Wahrnehmung wird durch den von Powell erwarteten Anstieg des Lohndrucks noch verstärkt. Bei seinem Auftritt vor dem Senat wies er jedoch darauf hin, dass die Mitglieder des Offenmarktausschusses keinerlei „Anhaltspunkte“ sähen, die das Szenario einer überhitzten US-Konjunktur befürchten ließen. Überdies wischte er die jüngste Rückkehr der Volatilität mit der Begründung beiseite, dass die Fed den Aktienmarkt nicht steuere, bestätigte aber zugleich, ein wachsames Auge auf die Reaktionen des Anleihemarktes zu haben.
Powell folgt somit der Linie, die Janet Yellen bereits zum Ende ihres Mandats vorgegeben hatte. Die Fed wird ihre Zinssätze zur Vermeidung von Not-Interventionen weiterhin schrittweise, aber regelmäßig anheben müssen. Unsere zentrale Annahme eines Szenarios mit vier Zinsanhebungen in diesem Jahr nimmt damit noch etwas schärfere Konturen an – lediglich eine jähe Reaktion des Anleihemarktes, die das Finanzsystem destabilisieren würde, könnte die US-Notenbank zur Änderung ihres Fahrplans veranlassen.

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Buchempfehlung: International Handbook of Financial Literacy

© Springer-Verlag GmbH

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann eine Gedichtanalyse schreiben. In vier Sprachen.“ Diese nüchterne Erkenntnis teilte eine Abiturientin vor einiger Zeit in einem öffentlichen Tweet mit und sorgte damit für Aufsehen. So wie dieser Schülerin geht es vielen jungen Erwachsenen. Sie haben keine oder nur unzureichende Kenntnisse über Wirtschafts- und Finanzthemen. Das Schulfach Finanzbildung wird in Deutschland, wie auch in vielen anderen Staaten, schlichtweg stiefmütterlich behandelt.

Und diejenigen, die sich intensiver mit dem Thema Finanzbildung auseinandersetzen wollen, stoßen auf ein weiteres Problem: die unüberschaubare Menge von Denkansätzen und Themenfeldern.

Abhilfe will hier das Buch International Handbook of Financial Literacy von Carmel Aprea, Eveline Wuttke, Klaus Breuer schaffen. Interessierte wie Lehrpersonal, Studierende und Finanzdienstleister können sich damit eine Übersicht über die verschiedenen Ansätze von Finanzbildung schaffen. Erschienen ist das Buch im Springer Science Verlag.

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