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Category Archives: Debatte

Bundesbürger halten Investitionen in Immobilien für guten Schutz vor Minus-Zinsen

Hamburg, 18.11.2019 (OPM) – Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hält Investitionen in Immobilien für sehr wertstabil und für eine gute Maßnahme, sich vor einer Minderung des Geldwertes zu schützen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Online-Umfrage des Hamburger Fintechs Exporo zum Thema „Anlageverhalten in der Niedrigzinsphase”, zu der im November diesen Jahres 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

Viele Menschen fürchten sich vor einer Verminderung des Geldwertes durch stetig sinkende Zinsen. Es verwundert daher nicht, dass mehr als 75 Prozent aller Bundesbürger Immobilien für sehr wertstabil halten. Allerdings empfinden sie die nötigen Anlagesummen, um in “Betongold” investieren zu können, als sehr hoch. 

Über 70 Prozent der Befragten halten Investitionen in Immobilien darüber hinaus auch für einen guten Schutz vor den aktuellen Niedrig- bzw. Minuszinsen. Allerdings nimmt dieses Vertrauen in Immobilien mit zunehmendem Alter ab: Bei den 18 bis 30 Jährigen sind es 76,2 Prozent, bei den 31 bis 45 Jährigen noch 70,7 Prozent und bei den über 45 Jährigen nur noch 68,2 Prozent.

Sparen dagegen wird in allen Altersklassen immer unbeliebter: 65 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Sparen sie nicht vor einer Verminderung des Geldwertes schützt. 

Gewisse Anlagerisiken eingehen will die Mehrheit (51,9 Prozent) der Befragten jedoch nicht. Das gilt auch für Risiken, die die Befragten selber einschätzen und beurteilen können. 

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei der Frage an die Interviewpartner, ob  sie generell erwägen, in Sachwerte zu investieren. Nur 46 Prozent der Umfrageteilnehmer überlegen, aktiv in Sachwerte zu investieren um ihr Erspartes vor Minuszinsen zu schützen. Auch wenn Investitionen in Sachwerte schon zu geringen Anlagesummen ab 500 Euro zu tätigen sind, bleiben 54 Prozent  skeptisch.

Quelle: Exporo AG

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IMMAC research: Bis 2030 feiern jeden Monat rund 100.000 Personen ihren 65. Geburtstag

© pixabay

Bis 2030 feiern jeden Monat rund 100.000 Personen ihren 65. Geburtstag. Dies geht aus einer Analyse von IMMAC research hervor, die auf der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes basiert. Aus dem demographischen Wandel ergeben sich große gesellschaftliche Veränderungen, die auch heute schon vielfach zu spüren sind. Das ergibt die Recherche von IMMAC research, der hausinternen Marktbeobachtungsabteilung der IMMAC group aus Hamburg.

Was passiert mit der Stadt, der Gesellschaft und ihrer Versorgung, wenn alle Einwohner einer Stadt wie Kaiserslautern monatlich ihren 65. Geburtstag feiern?

Stellt man sich jene fiktive Stadt vor, in der nur 65-Jährige leben, so hat dies sicherlich große Auswirkungen auf das innerstädtische Bild. Büroflächen werden vermutlich leer stehen, genauso wie Großteile der ehemals 1-A-Innenstadtlagen im Erdgeschoss. Hintergrund ist einerseits die abnehmende Erwerbstätigkeit und andererseits die voraussichtlich nachlassende Kaufkraft aufgrund geringerer Einkommen im Alter. Busse und Bahnen werden ihren Betrieb nur schwer aufrechterhalten können. Der 65-jährige Taxifahrer stockt seine Rente mit täglich drei Stunden Arbeit auf. Dies wird die Nachfrage wahrscheinlich nicht decken. Auch der 65-jährige Arzt tritt kürzer und wird keinen Vollzeitjob mehr ausüben. 

Laut Statistik liegt aktuell die vollstationäre Pflegequote bei 4,27 Prozent. Von den rund 100.000 Einwohnern der fiktiven Stadt werden also statistisch ca. 4.270 Personen in einem Pflegeheim versorgt. Bei einer durchschnittlichen Größe von 80 Plätzen pro Heim müssen in der Stadt also 53 Pflegeheime zur Verfügung stehen. Dies werden die einzigen Immobilien sein, die nicht leer stehen werden. Gepflegt werden die Pflegebedürftigen von Robotern und täglich in die Stadt pendelnden Pflegefachkräften.

Auch wenn es sich hierbei um ein ausgedachtes Szenario handelt, wird zukünftig die sich verändernde Altersstruktur Auswirkungen auf das gesellschaftliche Umfeld haben. Beim Immobilienankauf sollte also auch heute schon bei der Marktbeurteilung auf Themen wie die Altersstruktur innerhalb einer Gemeinde geachtet werden. Im Fokus von IMMAC stehen nur Standorte, die langfristig attraktiv sind und eine rentable Nachnutzung ermöglichen. „Man sollte sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Renditekompression auch in anderen etablierten Assetklassen und dem leicht zugänglichen Thema des demographischen Wandels jedoch nicht täuschen lassen. Das Pflegeheim ist und bleibt eine anspruchsvolle Assetklasse, die eine hohe Marktkompetenz erfordert“, so Jens Wolfhagen, Mitglied des Vorstands der IMMAC group. Wer heute an falschen Standorten womöglich gut ausgelastete Pflegeheime kauft, kann schon morgen ein großes Risiko im Portfolio haben. Gründe hierfür kann der jüngst fertigstellte Neubau nebenan, eine nachlassende Nachfrage aufgrund der lokalen Altersstruktur oder aber ein Betriebsausfall durch Betreiberverschulden sein. All diese unterschiedlichen Faktoren werden von der IMMAC – dem Spezialisten für Sozial- und Betreiberimmobilien – berücksichtigt. Hierdurch ergeben sich Wohnraumlösungen für Betagte als Investitionsmöglichkeit auch für private Anleger als Beimischung des persönlichen Portfolios eignen.

Quelle: IMMAC

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Vatikanstaat ist pleite – oder wie Fehlmeldungen entstehen

© pixabay

Ein Impuls für Vermögensverwalter

Die Schlagzeilen überschlugen sich Ende Oktober. Die Aufmacher reichten von „Heiliger Crash“ über „Steht der Vatikan kurz vor dem Bankrott“ bis hin zu „Der Vatikan ist in vier Jahren pleite“. Basis dieser Meldungen ist das neue Buch des angesehenen Investigativjournalisten Gianluigi Nuzzi: „Guidizio universale“, was soviel wie „Das jüngste Gericht“ bedeutet. Detailreich werden dort Fakten und Einschätzungen einer drohenden finanziellen Misere beschrieben, die er durch Aktenstudium von mehr als 3.000 bisher noch nie veröffentlichten Dokumenten zusammengetragen hat. Nuzzi erhebt dabei schwere Missmanagement-Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen des Kirchenstaates.

Richtig und unbestritten ist, dass, dem Buch und unabhängigen Quellen zur Folge, sich die Einnahmen aus den Diözesen – vor allem die aus Deutschland und den USA – seit 2006 deutlich reduziert haben. Es heißt, dass diese sich von über 100 Millionen Euro p.a. auf rund 50 Millionen Euro halbiert hätten. Der Vorwurf, dass davon lediglich 20 Prozent an soziale und karitative Einrichtungen der Kirche gehen, ist hierbei eher ein ethisches wie ökonomisches Dilemma. Das Hauptproblem ist gemäß den Recherchen von Nuzzi in der Güter- und Immobilienverwaltung des Kirchenstaates, dem sogenannten APSA, zu sehen. Man liest, dass von 4.421 verwalteten Immobilien 800 leer stehen sowie von den verbleibenden Immobilien 15 Prozent mietfrei und die Hälfte unter Preis vermietet sind. Da kommt einem der Skandal vor Jahren in den Sinn, wo ein führender Kardinal eine 400 Quadratmeter-Wohnung in für sich und sein Personal aufwendig renovieren ließ. Dazu muss man wissen, dass Kardinäle meist mietfrei in Objekten der Kirche leben. Dies alles hat zur Folge, dass das Defizit der ASPA derzeit bei 63,3 Millionen Euro liegen soll, was eine Steigerung von 200 Prozent in den letzten fünf Jahren bedeutet.

Soweit so gut. Jetzt kommt aber der kritische Blickwinkel auf die plakative Überschrift. Und hier darf ich mit einem Einblick aus dem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ von Daniel Stelter aufklären. Stelter schreibt ein ganzes Kapitel über den Unterschied zwischen Einkommen und Vermögen. Hier zeigt er, dass Deutschland mit einem Bruttoinlandsprodukt – also im Bereich Einkommen (=Flussgröße) – von rund 48.000 USD pro Kopf, auf Platz 20, zu den bestverdienenden Ländern gehört. Jedoch besitzen die Deutschen wenig Vermögen (=Bestandsgröße). Selbst der kapitalismuskritische Reichtumsforscher Thomas Piketty, der umfangreiches Datenmaterial zur Entwicklung von Vermögen in den einzelnen Euroländern ausgewertet hat, kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Deutschen besitzen im Durchschnitt weniger Vermögen als die Italiener, Franzosen oder Spanier. Dies nur zur Erläuterung des Unterschieds zwischen Einkommen und Vermögen.

Zurück zum Vatikan: Gerne würde man ein Bruttoinlandsprodukt für den Vatikan ausweisen, aber dies wird für die weniger als 500 Staatsbürger nicht ermittelt. Aber wenn man einen Blick in den kommunizierten Jahreshaushalt von etwa 300 Millionen Euro wirft und allein das Immobilienvermögen, welches rund 3 Milliarden Euro umfassen soll, dagegenstellt, kann von einer Pleite keine Rede sein. Und das Immobilienvermögen ist ja nur ein Teil des kirchlichen Vermögens. Die unschätzbaren Kunstschätze, das weitverzweigte und intransparente Stiftungs- und Firmengeflecht spricht eine deutliche Sprache: Der Vatikan ist reich und wenn es eine Steigerung von „am reichsten“ gäbe, würde dies für den Vatikan zutreffen. Maximal steckt der Kirchenstaat in Liquiditätsproblemen. Diese basieren – und hier ist ein Buch wie das von Gianluigi Nuzzi zur Offenlegung unschätzbar – auf Missmanagement, Korruption und totaler Unkenntnis von finanzökonomischen Regeln und vermögensverwaltungstechnischen Methoden. Dieses Problem ist aber nicht nur auf den Vatikan in Italien beschränkt. In Deutschland zeigt der Millionenschaden beim Bistum Eichstätt, welch wirtschaftlicher Dilettantismus hier für die Verwaltung der Gelder zuständig ist. Und dies potenziert sich in der römischen Kurie um ein Vielfaches.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Bei seinem kolportiert exorbitanten Vermögen ist der Vatikan bei weitem nicht pleite, maximal steckt er in Zahlungsschwierigkeiten. Bei entsprechender Vermögensverwaltung könnte der Kirchenstaat wahrscheinlich autark sein und allein aus seinem Vermögen überleben.
  • Ein „Sozialunternehmen“ wie die Kirche und der Kirchenstaat sollten eine professionelle Vermögensverwaltung in Gelddingen unbedingt beherzigen, und dass nicht nur weil es auch um Spendengelder geht.
  • Auch in einer absoluten Wahlmonarchie, wie der des Vatikanstaats, ist es an der Zeit für Transparenz und Offenlegung zu sorgen.

Autor: Edmund Pelikan

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FOR – family office report

Das Magazin der Stiftung Finanzbildung erscheint alle zwei Monate im Verlag epk media und richtet sich an (semi-) institutionelle Investoren.

Der Think Tank „Stiftung Finanzbildung“ beobachtet und kommentiert seit Jahren die monetären Märkte. Ziel ist es, Widersprüche auszudecken und auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Dabei will die Stiftung sich nicht nur um die Finanzbildung des Wirtschaftsnachwuchses kümmern, sondern die Diskussion auch unter den Profis beleben.

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier:

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EU-Austritt: So viel Jobs könnte ein harter Brexit kosten

Mathias Brandt, 21.08.2019: Heute Abend trifft Boris Johnson in Berlin ein.

Der neue britische Premierminister will das Brexit-Abkommen nachverhandeln, vor allem der sogenannte Backstop ist dem Tory-Politiker ein Dorn im Auge. Viele Beobachter glauben indes, dass es Johnson nicht wirklich ernst mit dem Verhandeln ist. Tatsächlich scheint derzeit alles auf einen harten Brexit hinauszulaufen. Ein solcher ungeordneter EU-Austritt dürfte schmerzhaft für alle Beteiligten werden, wie eine Untersuchung der Universität Leuven nahelegt. Demnach könnten in Großbritannien und der EU mehr als 1,7 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen – davon rund 292.000 in Deutschland.

©statista.com

Quelle: Statista GmbH



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Das Anleihekaufprogramm mit den 12 Nullen

von Hedda Nier, 30.07.2019

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt heute über das Finanzprogramm der Europäischen Zentralbank. Es soll klären, ob die Europäische Bankenunion und die Wertpapierkäufe der EZB mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sind.

Seit März 2015 kauft die EZB im großen Stil Vermögenswerte an – zuletzt handelte es sich um Wertpapiere des öffentlichen Sektors. Über diesen Teil des Programms sollen die Karlsruher Richter verhandeln. Insgesamt beläuft sich der Bestand der aufgekauften Anleihen seit 2015 auf 2,554 Billionen Euro, wie die Grafik von Statista zeigt – eine Summe mit zwölf Nullen.

Die EZB strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Liegen die Preise dauerhaft darunter, könnten Unternehmen und Verbraucher Investitionen aufschieben, was wiederum die Wirtschaft bremst. Die Inflationsrate lag zuletzt deutlich unter dem angestrebten Wert, weshalb die EZB die Zinsen senkte und durch die Anleihenkäufe frisches Geld in den Markt bringt. Eine merkbare Veränderung an der Teuerungsrate stellte sich bisher nicht ein.

© https://de.statista.com/infografik/18842/bestand-des-anleihekaufprogramms-der-ezb/

Quelle: https://de.statista.com/infografik/18842/bestand-des-anleihekaufprogramms-der-ezb/

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Finanzielle Bildung ist keine Frage des Geschlechts! – Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ der Stiftung Finanzbildung vergibt Preisgelder

Landshut, 09.07.2019 – Zum achten Mal wurde im Jahr 2019 der Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ der Landshuter Stiftung Finanzbildung in der bayerischen Oberstufe durchgeführt. Auch in diesem Jahr wurden hervorragende Fach- und Seminararbeiten, die die Schwerpunkte Wirtschaft und Finanzen thematisierten von der Fachjury prämiert. Seit Einführung des Wettbewerbs wurden bereits Preisgelder von über 10.000 € ausgezahlt. An den Abiturfeiern der jeweiligen Preisträger wurden die Auszeichnungen der Stiftung Finanzbildung von den Fachlehrern oder Direktoren überreicht. Der Klaus-Hildebrand-Preis ist einem Münchner Unternehmer gewidmet, der sich Zeit seines Lebens für den Austausch von Wirtschaft und Lehre eingesetzt hat. Den 1. Platz belegten punktgleich Tobias Kolodziej, Abiturient des Gymnasiums Olching und Franziska Limbacher der Evangelischen Friedrich Oberlin Fachoberschule in München mit Arbeiten von absolutem Aktualitätsbezug. Aufgrund des hohen Niveaus entschied sich die Jury auch den zweiten Platz an zwei gleichermaßen überzeugende Wettbewerbsarbeiten zu vergeben sowie gleich drei weitere Einreichungen finanziell zu honorieren. Somit wurden 2019 sieben Preisträger mit Preisgeldern bedacht.

Die Stiftung Finanzbildung freut sich, die Preisträger 2019 des Wettbewerbs „Jugend wirtschaftet!“ zum Klaus-Hildebrand-Preis im Folgenden kurz zu präsentieren:


Franziska Limbacher, Evangelische Friedrich Oberlin Fachoberschule München

1. Platz: Franziska Limbacher, Evangelische Friedrich Oberlin Fachoberschule München
Thema der Arbeit: „Das Ende der Nullzinspolitik? Folgen für die deutsche Wirtschaft“

Die Jury: „Franziska Limbacher beleuchtet in herausragender Weise das Szenario steigender Leitzinsen und dessen Auswirkungen auf den Finanzsektor, Unternehmen, Staat und den privaten Haushalt. Die Annahmen basieren auf fundierten Kenntnissen der Funktionsweise der Europäischen Zentralbank und ausführlichen Hintergründen der Niedrigzinspolitik. Mit klarer Struktur und Tiefe zeigt Franziska Limbacher in dieser wissenschaftlichen Arbeit ihr Verständnis für multidimensionale Zusammenhänge.“
Aus der Arbeit: „Das konservative Anlageverhalten der Deutschen gepaart mit den niedrigen Finanzierungskosten, hat dazu geführt, dass sich viele für den Erwerb eigengenutzter Immobilien entschlossen haben (Heilmann; 2015). Dieser Nachfrageschub hat die Immobilienpreise vielerorts in Deutschland explodieren lassen. Ein größerer Zinsanstieg verteuert die Anschlussfinanzierung für Baudarlehen deutlich. Kann diese erhöhte Belastung von den Eigentümern nicht getragen werden, müssen diese vermehrt ihre Immobilien verkaufen (Haimann; 2014).

Tobias Kolodziej, Gymnasium Olching

1. Platz: Tobias Kolodziej, Gymnasium Olching
Thema der Arbeit: „Die Abschaffung des Bargelds und Beurteilung digitaler Bezahlverfahren“

Die Jury: „Die beiden erstplatzierten Arbeiten greifen thematisch ineinander. Die Arbeit von Tobias Kolodziej zeigt eine äußerst gelungene Einführung in die Welt digitaler Bezahlverfahren und legt den Schwerpunkt auf den deutschen Verbraucher. Die Konzeption und Auswertung der Umfragedaten ist kein rein reproduktiver Aspekt und zeichnet ein Meinungsbild, welches vom Preisträger umfassend analysiert wird. “
Aus der Arbeit: „In der Diskussion um eine mögliche Abschaffung des Bargelds werden immer wieder auch die skandinavischen Länder – insbesondere Schweden – aufgrund ihrer fortschrittlichen Entwicklung als Vorbilder genannt. Und tatsächlich ist es dort mittlerweile ungewöhnlich und vor allem in ländlichen Regionen auch umständlich eine Transaktion mit Bargeld durchzuführen. (…) Ein Grund für diese Entwicklung ist die weite Verbreitung des Bezahldienstes „Swish“ in Schweden. In einer Smartphone-App wird die Telefonnummer des Empfängers in Verbindung mit dem zu begleichenden Betrag eingegeben. “

2. Platz: Roscher Lea, Friedrich-List-Gymnasium Gemünden
Thema der Arbeit: „Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz – Nutzen und Gefahren in einer Abwägenden Betrachtung“

Die Jury: „Um die wechselseitige Beziehung zwischen künstlicher Intelligenz und Big Data entstand in den letzten Jahren ein Hype in der Finanzwirtschaft. Diesen greift Lea Roscher souverän auf und klärt vielschichtig über Chancen und Gefahren der Automatisierung intelligenten Verhaltens auf. Der hochwertige Anteil an wissenschaftlicher Eigenleistung sowie das sprachliche Niveau wird von uns besonders honoriert. “
Aus der Arbeit: „Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz gelingt es Finanzunternehmen die Umsätze ihrer Kunden zu steigern. Durch Prognosen und Datenanalysen kann jedem Kunden ein individuell passendes Angebot gemacht werden. Ein Beispiel hierfür ist der Robo Loan Officer, der als virtueller Kreditberater fungiert.“


Maximilian Märkl, Städtische Nelson-Mandela-Berufsoberschule Wirtschaft

2. Platz: Maximilian Märkl, Städtische Nelson-Mandela-Berufsoberschule Wirtschaft München
Thema der Arbeit: „Corporate Performance Management durch Einführung eines Business Intelligence Systems – Chancen und Risiken für das Unternehmen“

Die Jury: „Maximilian Märkl hat sich tief in den Themenbereich der Business Intelligence Systeme eingearbeitet. Seine Arbeit stellt ein komplexes Thema ausführlich in den Kontext einer datenorientierten Wirtschaftswelt und findet in einem überzeugenden Fazit seinen Höhepunkt. “
Aus der Arbeit: „Die heutige Technologie bietet unendlich viele Möglichkeiten, Daten aus den verschiedensten Lebensbereichen der Menschen zu sammeln und für Unternehmen nutzbar zu machen. Doch sollte bei dieser Anhäufung riesiger Mengen an Daten nie vergessen werden, welch gewinnbringendes Wissen sich zwischen den Zeilen der vielen Millionen Datensätzen verbirgt und wie essentiell es ist, durch eine Business Intelligence Lösung diese Informationen für die Entscheidungsträger optimal aufzubereiten und dadurch langfristige Marktvorteile im Wettbewerb und den stetigen Ausbau des Unternehmenserfolgs zu sichern.“

3. Platz: Felix Riß, Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg
Thema der Arbeit: „Der Drehtüreffekt“

Die Jury: „Ein wirtschaftsjuristisches Thema attraktiv und gleichsam substanziiert aufbereitet: Felix Riß diskutiert in seiner Arbeit die Problemfragen und Interessenskonflikte, die entstehen, wenn die metaphorische „Drehtür“ zwischen Politik und Wirtschaft durchschritten wird. Die große Anzahl praxisnah gewählter Beispiele basierend auf regulatorischen und rechtlichen Grundlagen schaffen einen Diskussionsanstoß. “
Aus der Arbeit: „Problematisch wird die Wechselpraxis erst bei Überschneidungen der ehemaligen Amtsaufgaben, mit dem Tätigkeitsfeld des Unternehmens oder Verbandes. Daraus resultieren Interessenkonflikte, die das gute Funktionieren demokratischer Regierungen behindern und schwächen können. Durch Vorteilsbeschaffungen, wie beispielsweise das Treffen einer politischen Entscheidung zugunsten des zukünftigen Arbeitgebers aus dem Privatsektor, ergibt sich aufgrund (…) von Machtasymmetrien eine Funktionsverzerrung des Marktes.“

3. Platz: Martin Rostalski, Meranier-Gymnasium Lichtenfels
Thema der Arbeit: „Asset Backed Securities“

Die Jury: „Die Funktionsweise und Anforderungen an das Finanzinstrument „Asset Backed Securities“, durch Vermögenswerte besicherte Wertpapiere, wird von Martin Rostalski detailliert erörtert. Er hinterfragt kritisch die Anreize von Asset Backed Securities aus bilanzieller Perspektive und nimmt gesondert Bezug auf die deutsche Entwicklung nach der Weltwirtschaftskrise 2007. Dies verdient Anerkennung. “
Aus der Arbeit: „Erfreulicherweise entwickelt sich sowohl der deutsche als auch der europäische Verbriefungsmarkt positiv. Mit der Entwicklung neuer Qualitätsstandards für ABS-Transaktionen ist es gelungen verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen.“

3. Platz: Mona Höhlig, Berufliches Schulzentrum Amberg
Thema der Arbeit: „Arbeit 4.0: Anpassungen in den Berufsausbildungen am Beispiel von Groß- und Außenhandel und E- Commerce“

Die Jury: „Die berufliche Bildung ist eine Säule der deutschen Ausbildung und einer guten Qualifizierung. Der Wandel in einer zunehmend digitalisierten Welt schlägt sich auch in diesem Erfolgsmodell nieder und schafft neue Ausbildungsberufe. Mona Höhling beschreibt inhaltlich anschaulich diese Veränderung anhand zwei konkreter Beispiele, trotz einiger formalen Schwächen. Sie bricht damit eine Lanze für eine neue Arbeitsperspektive, die sie Arbeit 4.0 nennt.“

Allen Wettbewerbsteilnehmern, insbesondere aber den sieben Preisträgern, darf die Jury, die aus Hochschulpräsident a.D. Prof. Dr. Erwin Blum, Unternehmerin Karin Hildebrand, Versicherungsvorstand Dr. Stefan Kunowski, Big-Data-Experte Matthias Mauer, Young Professional Fabian Langaard, Landtagsabgeordnetem Helmut Radlmeier, FNG-Vorstand Volker Weber sowie Stiftungsgeschäftsführer und Finanzsachverständiger Edmund Pelikan besteht, ihre Anerkennung für die eingereichten Arbeiten aussprechen.

Vor allem zeigen diese Teilnehmer, dass Finanzbildung unabhängig von Geschlechterklischees abläuft. Die Frauenquote unter den Wettbewerbsteilnehmern beträgt nahezu 50 Prozent. Und den ersten und zweiten Platz teilen sich jeweils eine Teilnehmerin und ein Teilnehmer. Hinzu kommt, dass alle Schulformen, Gymnasium, Fachoberschule und Berufsoberschule jeweils unter den Gewinnern vertreten sind.

Die Freude über die zahlreichen Wettbewerbsteilnehmer und die prämierten hervorragenden Arbeiten im Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ verbindet die Stiftung Finanzbildung mit dem Appell, die Bedeutung von Wirtschaft als Schulfach zu unterstreichen, mehr praxisnahen Wirtschaftsunterricht in allen Schulformen und Jahrgangsstufen anzubieten, wie auch wirklichkeitsgetreuere Studieninhalte zu vermitteln. Die Stiftung Finanzbildung will ihren Teil dazu beitragen und mit dem geplanten Deutsche Finanzbildungstag eine Plattform dafür schaffen.

Quelle: Stiftung Finanzbildung (Pressemitteilung vom 09.07.2019)

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Makroökonomie – Die Ruhe vor dem Sturm?

Olivier de Berranger

Frankfurt, 18.06.2019: Von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer und Enguerrand Artaz, Fondsmanager La Financière de L‘Echiquier

Die Aktienmärkte schlossen die vergangene Woche ohne größeren Trend leicht im Plus. Zu Beginn der Woche hatten sie angesichts der Einigung zwischen den USA und Mexiko deutlich zugelegt. Denn am vorherigen Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump via Twitter die Aussetzung der mehrere Wochen zuvor angekündigten Zollerhöhungen verkündet, nachdem die mexikanische Regierung beim Thema Migration Zusagen gemacht hatte. Allerdings geriet der Kursanstieg aufgrund wichtiger Treffen und anhaltender Unsicherheit rasch ins Stocken.
Die größte Ungewissheit betrifft den Handelsstreit zwischen den USA und China, da weiterhin Zweifel bestehen, ob es auf dem nächsten G20-Gipfel zu einem Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump kommen wird. Nach Angaben von Larry Kudlow, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, wartet Trump nach wie vor darauf, dass sein chinesischer Amtskollege der Unterredung zustimmt. Darüber hinaus setzten beide Seiten ihre Drohungen fort, wenn auch weniger direkt als in den Wochen zuvor. China schärft seine Waffen in Sachen seltene Erden: Offiziellen chinesischen Medien zufolge könnten auch Endprodukte, die diese Rohstoffe enthalten, unter die Exportbeschränkungen für Technologieprodukte fallen. Die Beschränkungen waren in Erwiderung der Attacken auf Huawei angekündigt worden. Das Thema seltene Erden ist aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig für die USA, da der riesige Technologiesektor stark von diesen Produkten abhängt. Auch aus geostrategischer Sicht ist es von Bedeutung, denn die am höchsten entwickelten Waffen der US-Streitkräfte enthalten ganz wesentlich mit seltenen Erden gefertigte Komponenten.
Donald Trump seinerseits behauptete erneut, dass zahlreiche Währungen gegenüber dem Dollar zu schwach bewertet seien, und appellierte abermals an die chinesische Zentralbank (PBoC), keine Abschwächung des Yuan unter die Marke von 7 Yuan pro Dollar zuzulassen. Daraufhin gab der Chef der PBoC, Yi Gang, zu verstehen, dass die Zentralbank den Yuan unter Umständen nicht weiter verteidigen wird. Ein Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump auf dem G20-Gipfel und dessen Ergebnisse werden demnach Tag für Tag wichtiger.
Vor dem am 28. und 29. Juni in Japan stattfindenden G20-Gipfel wird sich die Aufmerksamkeit vorerst auf die Fed-Sitzung am 19. Juni richten. Nach den sehr moderaten Äußerungen einiger ihrer Mitglieder und insbesondere ihres Vorsitzenden Jerome Powell wird auf Maßnahmen der Notenbank gelauert. Auch wenn eine Zinssenkung auf dieser Sitzung nicht auf der Tagesordnung steht, rechnen die Märkte damit, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) die Äußerungen von Powell bestätigen und einer Senkung der Leitzinsen auf der Juli-Sitzung den Weg ebnen wird. Hierzu wird es vermutlich zwar
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kommen, doch Anleger müssen weiter misstrauisch sein. Das Ausbleiben schlechter Nachrichten beim G20-Gipfel in Verbindung mit stabileren makroökonomischen Daten ist ein glaubhaftes Szenario für die nächsten Wochen, wäre aber kein wichtiger Katalysator für die Märkte. Allerdings könnte dieses Szenario die Fed von Zinsmaßnahmen im Sommer abbringen. Zweifelsohne würde ein Status quo von den Anlegern schlecht aufgenommen werden, deren Erwartungen hinsichtlich der Maßnahmen der Notenbank und ihrer Fähigkeit, in völligem Einklang mit dem Verlauf des Konjunkturzyklus zu handeln, überzogen waren.
Nach der Korrektur im Mai war in den ersten Juniwochen eine kräftige Erholung der Märkte zu beobachten. Angesichts von Ereignissen, die erhebliche Bewegungen auslösen und uns die Richtung für die nächsten Monate weisen könnten, ist vorerst Abwarten angesagt.

Quelle: GFD – Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH

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Das Grundgesetz wird 70

von Frauke Suhr, 28.05.2019 (Marktkommentar)

Heute vor siebzig Jahren, am 23. Mai 1949, wurde die deutsche Verfassung beschlossen und das Grundgesetz aus der Taufe gehoben. Seitdem hat sich in Deutschland einiges geändert. 

Männer und Frauen arbeiten heute fast zu gleichen Teilen – um 1950 blieb ein großer Teil der Frauen dagegen noch zuhause am Herd. Die Bevölkerung ist seit 1950 von 51 Millionen Menschen auf fast 83 Millionen Einwohner angewachsen. Gleichzeitig ist die Bevölkerung gealtert: Das Durchschnittsalter, das um 1950 noch bei 34,8 Jahren lag, beträgt heute rund zehn Jahre mehr, wie die Statista-Grafik zeigt. Der Anteil der unter 20-Jährigen ist von 30,5 Prozent auf 18,54 Prozent gesunken. 

Um durchschnittlich 2,5 Prozent ist die deutsche Wirtschaft seit 1950 gewachsen. Die durchschnittliche Inflationsrate in dieser Zeit betrug 3,4 Prozent. 

© https://de.statista.com/infografik/18120/daten-und-fakten-zur-bundesrepublik-deutschland/

Quelle: Frauke Suhr, https://de.statista.com/infografik/18120/daten-und-fakten-zur-bundesrepublik-deutschland/

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World Gold Council: Warum die Zentralbanken der wichtigste Treiber für die Gold-Nachfrage sind

msn finanenzen: ein Beitrag von Jakob Blume Die Notenbanken von Russland und China setzen besonders stark auf das Edelmetall. Die Länder schätzen Gold vor allem als Schutz vor geopolitischen Krisen.

Die Zentralbanken haben ihre Goldreserven in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 145 Tonnen aufgestockt. Das entspricht einem Anstieg von 68 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018, wie das World Gold Council am Donnerstag mitteilte. Damit erreichen die Notenbank-Käufe den höchsten Wert für ein erstes Quartal seit 2013.

Größter Käufer ist einmal mehr die russische Zentralbank: Sie stockte ihre Goldreserve in den ersten drei Monaten des Jahres um 55 Tonnen auf. Bereits 2018 hatte Russland die Rekord-Menge von 274 Tonnen Gold gekauft. Damit könnte Russland das fünfte Jahr in Folge mehr als 200 Tonnen Gold kaufen. „Russland führt das Rudel an“, kommentiert John Mulligan, Sprecher des World Gold Council.

Und ein Ende des russischen Kaufrauschs ist nicht abzusehen: Sergey Shetsov, stellvertretender Chef der russischen Zentralbank sagte kürzlich, es sei nötig „die Währungs- und Goldreserven weiter zu erhöhen“ angesichts der „weiterhin bestehenden Sanktionsrisiken.“

Die türkische Notenbank hat die Atempause in der Währungskrise des Landes genutzt und rund 40 Tonnen zugekauft. Auch die chinesische Notenbank ist im Dezember vergangenen Jahres nach 25-monatiger Pause erstmals wieder am Goldmarkt aktiv geworden und hat ihre Reserven seither ebenfalls um 40 Tonnen aufgestockt.

Abkopplung vom Dollar

Aus Sicht des WGC-Sprechers Mulligan verfolgen die Zentralbanken vor allem ein Ziel: Sie wollen ihre Reserven diversifizieren und die eigene Währung stärker vom Dollar abkoppeln: „Wir sehen eine konzertierte De-Dollarisierung der Hauptkäufergruppe um Russland, China, Kasachstan und der Türkei.“

Gleichzeitig seien Akteure an den Goldmarkt zurückgekehrt, die ihre Währungsreserven lange Zeit unangetastet gelassen hatten. So haben etwa Katar, Ecuador und Kolumbien nach Jahren erstmals wieder größere Mengen Gold gekauft. „Die Zentralbanken nutzen Gold für die Stabilisierung ihrer Währung und als Schutz vor geopolitischen Risiken“, sagt Mulligan.

Viele der größten Käuferländer sind zuletzt durch geopolitische Krisen gegangen: So hatten die USA im vergangenen Jahr Russland mit Sanktionen belegt und den Rubel zweitweise unter Druck gesetzt. Der Streit zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei um einen inhaftierten Pastor hatte die Währungskrise des Landes ebenfalls verschärft.

Zwischen den USA und China schwelt der Handelskonflikt weiter. Katar wiederum wird von den Nachbarländern Saudi Arabien, Ägypten und anderen Golfstaaten seit 2018 boykottiert. Das Emirat muss seine Lebensmittelversorgung seither per Flugzeug aus der Türkei und dem Iran sichern.

Die Nettokäufe der Notenbanken wären sogar noch höher ausgefallen, wenn nicht Venezuela einen großen Teil der Gold-Reserve aufgelöst hätte. Das krisengeplagte Land war mit der Citibank ein sogenanntes Swap-Geschäft eingegangen. Venezuela hatte sich Devisen geliehen und im Gegenzug 42 Tonnen Gold als Sicherheit hinterlegt. Doch dem WGC zufolge hat Venezuela die Devisen zum Ende der Laufzeit im März nicht zurückbezahlt. Daher taucht der Deal als Verkauf von venezolanischen Gold in der Statistik des Verbandes auf.

Deutsche Gold-ETFs boomen

WGC-Experte Mulligan rechnet damit, dass die Notenbankkäufe auch in den kommenden Jahren auf hohem Niveau bleiben werden: „Es gibt noch jede Menge Luft nach oben bei den Gold-Reserven.“ Insbesondere die Bestände der chinesischen Notenbank seien noch lange nicht auf dem Niveau von vor einigen Jahren.

Eine weitere Stütze der globalen Goldnachfrage waren Zuflüsse in physisch gedeckte Gold-Indexfonds. Je mehr Anlegergeld in diese ETFs fließt, desto mehr Gold müssen die Index-Anbieter kaufen. Im ersten Quartal waren es rund 40 Tonnen – das entspricht einem Zufluss von rund 1,9 Milliarden Dollar.

Aus Sicht von Mulligan ist vor allem der Mittelzufluss in den USA ein Zeichen dafür, dass sich Profi-Investoren taktisch für steigende Goldpreise positionieren. Auch die beiden größten deutschen Index-Fonds, Xetra-Gold und der xtrackers Physical Gold ETC verzeichneten massive Zuflüsse. Bei Xetra-Gold war es ein Plus von rund zwölf Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018. Beim Konkurrenzprodukt der DWS betrug das Plus sogar mehr als 150 Prozent.

Dass der Goldpreis mit rund 1280 Dollar pro Feinunze derzeit schwächelt, liegt vor allem an dem hohen Goldangebot. Sowohl die Minenproduktion, als auch das Recycling sind im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres leicht gestiegen. Den Angebotsüberschuss auf dem Goldmarkt beziffert das WGC auf rund 90 Tonnen.

Quelle: www.msn.com/de-de/finanzen

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