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Category Archives: Akteure

Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung vergibt fünf Preise für herausragenden Wirtschaftsjournalismus und verabschiedet ihren langjährigen Juror Professor Michael Hüther

Essen. 22. November 2017 – Die Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung vergab am 21. November 2017 zum 32. Mal ihre Preise für ausgezeichneten Wirtschaftsjournalismus: Vier Auszeichnungen und ein Stipendium gingen an Journalisten und Journalistinnen aus Druckmedien und Fernsehen. Die feierliche Verleihung fand mit freundlicher Unterstützung der R+V Allgemeine Versicherung AG in der Niederlassung der DZ Bank AG in Frankfurt am Main statt. Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Finanztip Verbraucherinformation gGmbH, appellierte an die Preisträger und zahlreichen Gäste der Veranstaltung, Leser und Zuschauer klüger zu machen, damit sie bessere Entscheidungen treffen können: dies sei die einzige und wahre Alternative zu journalistischem Zynismus. Abschied nehmen musste die Jury des Vogel-Preises von Professor Michael Hüther, Direktor des IW Köln, der nach zwölf Jahren das Vergabekomitee der Stiftung auf eigenen Wunsch verließ.

Die vier mit 3.000 Euro dotierten Vogel-Preise erhielten im Jahr 2017:

Nicola Meier, Hamburg für das Dossier „Wer rettet Klara?“, erschienen in DIE ZEIT 39/2016 am 15. September 2016

Juror Michael Boll, Verleger des Solinger Tageblatts: „In dem hervorragend geschriebenen, aufwändig recherchierten und spannend aufgebauten Artikel geht es um die brisante Frage, unter welchen Bedingungen ein Pharmaunternehmen todkranken Patienten auf deren eigenes Risiko ein noch nicht zugelassenes Medikament herausgeben sollte (sog. „compassionate use“). So eindeutig, wie diese Frage auf den ersten Blick zu beantworten scheint, ist es nicht. Die Autorin schafft es, sehr feinfühlig anhand des Beispiels von Klara, die an der seltenen, tödlich verlaufenden Stoffwechsel-Erkrankung NCL2 leidet, die Situation der betroffenen Patienten zu schildern, ohne in das übliche Muster zu verfallen, die vermeintlich skrupellosen Pharmaunternehmen anzuprangern. Im Gegenteil: Auch der Sichtweise der Pharmaunternehmen, die oft gute (und nicht ausschließlich ökonomische) Gründe haben, die Medikamente nicht herauszugeben, wird viel Platz eingeräumt. Schließlich kommen auch die medizinethische Sichtweise und die Rolle von Journalisten und sozialen Medien zu Wort. Ein komplexes Thema im Spannungsfeld von Wirtschaft, Medizin und Ethik – journalistisch herausragend aufbereitet.“

Gianna Niewel, Trier, für die Seite-3-Reportage „Der nachtblaue Orden“, erschienen in Süddeutsche Zeitung am 2. Dezember 2016

Juror Thomas Tuma, stellvertretender Chefredakteur Handelsblatt : „Herbst 2016, die Republik bereitet sich längst auf Weihnachten vor. Die Einzigen, die die Stimmung verderben, sind die Piloten der Lufthansa. Tagelang legen sie den Flugverkehr lahm. Ihre Sparten¬gewerkschaft Cockpit fordert eine Tariferhöhung von 22 Prozent, rückwirkend für die letzten fünf Jahre, in denen ihr Gehalt nicht erhöht wurde. Es geht um viel mehr als um das Geld und die Piloten. Es geht um die große Macht kleiner Spartengewerkschaften generell. Es geht um Tarifeinheit, aber auch um die Frage, wie weit sich unsere Gesellschaft noch fragmentiert. Auch wir beim Handelsblatt haben darüber vielfältig berichtet, aber leider nie so kraftvoll den großen Wurf wagend, wie es Gianna Niewel mit einer einzigen ‚Seite 3‘ in der „Süddeutschen“ gelungen ist. Ich bin wirklich neidisch auf die SZ-Kollegen und ihr neues und noch junges Top-Talent, das schon derart durchkomponierte Stücke abliefert – geschrieben mit ebenso viel Selbstvertrauen und Sicherheit, Weisheit und zugleich Demut. Ich wünsche dem Wirtschaftsjournalismus, dass unsere Preisträgerin gerade da weitermacht: Wirtschaft braucht Beobachterinnen wie sie.“

Markus Koch und Matthias Praxenthaler (Moderation und Produktion) für den Livestream „Auf der Couch by Markus Koch – 3 Shows und 3 wichtige Fragen“, Folge 3, 29. November 2016, 19:30 Uhr
Diverse Onlineplattformen und www.aufdercouch.net

Juror Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V.: „Bei Markus Koch auf der Couch wird eingelöst, was vielfach als Mangel benannt: Gute Unterhaltung zum Thema ‚finanzielle Bildung‘. Niedrigschwellig in angenehmer Atmosphäre werden auch schwierige Themen unserer Finanzwelt – wie Robo Advice und Behavioral Finance – aufbereitet und vermittelt.“

Ariane Riecker und Dirk Schneider (Autoren) sowie Marianne Harr (Mitarbeit), Prof. Olaf Jacobs (Hoferichter & Jacobs GmbH, Produktion) und Silke Heinz (MDR, Redaktion) für die dreiteilige Reportage „Wer bezahlt den Osten“
Teil 1 – Geben & Nehmen, 30. Mai 2017, 22:05 Uhr
Teil 2 – Soll & Haben, 6. Juni 2017, 22:50 Uhr
Teil 3 – Gewinn & Verlust, 13. Juni 2017, 22:05 Uhr
Mitteldeutscher Rundfunk

Juror Reinhard Schlieker, Zweites Deutsches Fernsehen: „Wer bezahlt den Osten – das ist eine dreiteilige Chronik der wilden Jahre nach der Wiedervereinigung. Mit zahlreichen Beispielen von tollkühnen Investoren, harten Bürokraten und ausufernden Kosten. Schicksale einzelner und das Wohlergehen oder Untergehen ganzer Industrien werden in Beziehung zueinander gesetzt. Auch wenn es sich vorwiegend um eine historische Betrachtung handelt, wirken die Geschehnisse von damals täglich in unsere aktuelle Gegenwart hinein: in finanzieller, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht. Der Bezug zum Thema Soziale Marktwirtschaft ist geradezu Kernelement dieser hervorragenden Serie. Dabei wird durchaus problematisiert, dass viele Menschen in der ehemaligen DDR von der Geschwindigkeit des Wandels überfahren worden sind. Und dass viele im Namen der Marktwirtschaft versuchten, ihren eigenen Vorteil zu suchen – und dies auf rücksichtslose Weise. An Beispielen wagemutiger Unternehmer wird jedoch auch gezeigt, dass der unternehmerische Geist dazu angetan ist, ganze Landstriche neu zu beleben. Die Autoren haben für den MDR ein zeithistorisches Werk von bleibender Bedeutung geschaffen.“

Das mit 3.000 Euro dotierte Vogel-Stipendium im Jahr 2017 erhielt:

Stefanie Nickel, Hannover, feste freie Mitarbeiterin in der NDR Onlineredaktion, für ihre Rechercheidee „Krieg und Frieden im Klassenzimmer: Nationalismus in Lehrplänen und ethnische Trennung an Schulen in Bosnien und Herzegowina“

Juror Dr. Michael Moerchel, freier Journalist, Bonn: „Stefanie Nickel ist Nachrichtenredakteurin und Autorin in der Onlineredaktion des Norddeutschen Rundfunks. Als freiberufliche Journalistin schreibt sie Reportagen für Magazine und Zeitungen. An der Leuphana Universität Lüneburg hat sie ein berufsbegleitendes Studium zu Nachhaltigkeit und Journalismus abgeschlossen und dort zu nachhaltigem Wirtschaften, extensiver Landwirtschaft und deren Alternativen gehört. Der Zusammenhang von Bildung und wirtschaftlicher Entwicklung interessiert sie dabei besonders. In ihrer Recherchereise möchte sie die ethnisch getrennten und nationalistisch aufgeladenen Bildungssysteme in Bosnien und Herzegowina und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes analysieren. Ihre als Arbeitsprobe eingereichte Reportage ‚Grünau lebt‘, die in der Zeitschrift Chrismon erschienen ist, schildert in einem einfühlsamen Feature die Entwicklung der Plattenbausiedlung Grünau in Leipzig und hat die Jury restlos überzeugt.“

Die Friedrich und Isabel Vogel Stiftung dankt der R+V Allgemeine Versicherung AG für die freundliche Unterstützung bei der Verleihung der Vogel-Preise 2017.

Über die Vergabe der Vogel-Preise entschieden 2017 die folgenden Juroren: Michael Boll (Verleger des Solinger Tageblatts), Heinrich Meyer (Herausgeber Neue Ruhr Zeitung), Hermann Neusser (Verleger des Bonner General-Anzeigers), Dr. Michael Moerchel (freier Journalist), Peter Brors und Thomas Tuma (stv. Chefredakteure Handelsblatt) Prof. Dr. Michael Hüther (Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) und Reinhard Schlieker (Wirtschaftsredakteur ZDF).

Leitfigur für Dr. Friedrich Vogel und seine Frau Isabel war Ludwig Erhard, dessen Idee der sozialen Marktwirtschaft der Handelsblattgründer und Journalist mit seinen Publikationen unterstützte. Darin sah er seinen Beitrag zum Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten deutschen Wirtschaft. Seine Ideale leben in der 1984 gegründeten Vogel-Stiftung weiter, die jährlich Wirtschaftsjournalisten für ihre beispielhaften Arbeiten auszeichnet.

Die Bewerbungen für den Vogel-Preis 2018 können ab 1. März 2018 wieder eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2018.

Quelle: Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung, Pressemitteilung vom 22. November 2017

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Studie: Wissen über Geld wichtiger als Wissen zur Gesundheitsvorsorge

Frankfurt, 25. September 2017– Das Wissen über Geld und persönliche Finanzen ist für die Deutschen der wichtigste Bildungsbereich, noch vor Gesundheit, Politik und Ernährung.

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Nach Expertenmeinung wird die Bedeutung in den nächsten zehn Jahren sogar weiter ansteigen. Das belegt eine Studie von Kantar EMNID im Auftrag von Union Investment. Wie es tatsächlich um das Wissen rund ums Geld steht – da gehen die Meinungen allerdings auseinander. Während die breite Bevölkerung die eigene Finanzkompetenz als gut einschätzt, sehen das Fachleute ganz anders.

Im Rahmen der Studie von Kantar EMNID wurden eine quantitative bevölkerungsrepräsentative Befragung unter 1.014 Personen im Alter ab 14 Jahren durchgeführt und außerdem 600 Experten aus Finanzindustrie, Journalismus, Lehrerschaft, Politik und Verbraucherschutz befragt. Es zeigt sich, dass die Ansichten über Wissen, Herausforderungen und Verantwortung weit auseinandergehen. Einigkeit besteht allerdings darin, dass das Wissen über Geld und persönliche Finanzen für alle Befragten noch vor Gesundheit, Politik und Ernährung der wichtigste Bildungsbereich ist. Für jeden zweiten Befragten aus der Bevölkerung (52 Prozent) und zwei Drittel der Experten (65 Prozent) hat es heute zwar schon eine hohe Priorität. Tatsächlich ist die faktische Relevanz deutlich geringer, sagen 46 Prozent der Experten. Sie rechnen aber damit, dass die Bedeutung der Finanzbildung in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. 61 Prozent gehen davon aus, dass das Thema in zehn Jahren äußerst oder sehr wichtig sein wird.

Schlechte Schulnoten für das Finanzwissen der Deutschen
Auseinander gehen die Urteile von Experten und der Bevölkerung bei der Einschätzung des Finanzwissens in Deutschland. Während die Bevölkerung sich selbst die Schulnote 2,5 gibt, erhält sie von den Experten nur eine 3,8. Mehr als 50 Prozent der befragten Bevölkerung bewerten das eigene Wissen mit gut oder sehr gut. Nur 5 Prozent der Experten vergeben diese Noten.

Die größten Defizite verspüren die Deutschen, wenn es um Themen wie Altersvorsorge (89 Prozent), Zinsen und Schulden, Ratenzahlung und Haushaltsbudget (79 Prozent), Zinsen und Sparen (76 Prozent) oder Versicherungen (72 Prozent) geht. Je nach Altersgruppe wechseln die Schwerpunkte. Zudem fällt beim Vergleich zwischen den Antworten der Experten und der Gesamtbevölkerung auf, dass zusätzliches Wissen zum Thema Geldanlage mit Aktien und Fonds von jedem zweiten Experten (53 Prozent), aber nur von jedem dritten Befragten (33 Prozent) aus der Bevölkerung als wichtig erachtet wird.

Woran liegt es, dass die befragten Experten beim Thema Finanzbildung zu einem so kritischen Urteil kommen? Als größte Hindernisse sehen sie eine unzureichende Behandlung des Themas in der Schule (52 Prozent), mangelnde Wissensvermittlung im Elternhaus (50 Prozent) und fehlende Eigenverantwortung junger Menschen (48 Prozent). Als nicht positiv besetztes Lifestyle-Thema benennt knapp die Hälfte der befragten Experten „Desinteresse“ als weiteres großes Hindernis.

Die Hauptverantwortung für die Vermittlung von Finanzwissen weisen Experten derzeit vor allem den Familien (73 Prozent), gefolgt von den Schulen (55 Prozent) zu. Dafür erhalten die Eltern von den Fachleuten allerdings nur eine schwache Schulnote von 3,7. Noch schlechter fallen die Noten für die Vermittlung von Finanzwissen in den Schulen (4,1) aus. Auch die Politik bekommt von den Experten eine 4,0.

Besonders umstritten ist die Rolle der Schule. Nur jeder dritte Deutsche (36 Prozent) gibt an, dass ihm wichtiges, auch heute noch relevantes Finanzwissen in der Schule vermittelt wurde. Die befragten Experten signalisieren vor allem den Schulen, dass diese sich intensiver des Themas annehmen sollen. Impulse erwarten sie dabei von der Politik, die sich selbst aber deutlich weniger in der Verantwortung sieht. Eltern, Politik und Schule erfüllen demnach nicht die Erwartungen und weisen die Verantwortung für Verbesserungen jeweils den anderen gesellschaftlichen Akteuren zu.

Die Studie zeigt, dass die Schule nur ein Teil der Lösung ist, ihre Rolle aber trotzdem deutlich gestärkt werden sollte. 73 Prozent der Bevölkerung wünschen eine bessere Verankerung der Finanzbildung bereits in unteren Jahrgängen, 61 Prozent fordern dafür ein eigenes Schulfach.

Erwachsenenbildung ist wichtiger Baustein
Überraschenderweise sieht ein Großteil der Befragten eine Lösung des Problems in der Öffnung der unternehmensinternen Weiterbildung. Vier von fünf Befragten (83 Prozent) halten es für chancenreich, das Thema Finanzbildung über innerbetriebliche Maßnahmen zu fördern. Drei Viertel der Befragten (74 Prozent) wünschen sich eine Stärkung der Elternkompetenzen. Auf Platz drei folgt die Schule mit 73 Prozent.

Nach Ansicht von Union Investment zeigen die Studienergebnisse einerseits, wie groß der Handlungsbedarf bei dem Thema ist und wie erheblich teilweise die Unterschiede im Meinungsbild der verschiedenen befragten Gruppen sind.

Quelle: Union Investment, Presseinformation vom 25.09.2017

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Das seltene Wesen: der Wähler!

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Landshut, 19.09.2017 (Kommentar der epk media) – Bereits in der letzten Quartalsausgabe des BeteiligungsReport 03-2017 habe ich mich als FDP-Mitglied geoutet. Damit will ich Sie nicht beeinflussen, sondern mich als ein zunehmend selten werdendes Wesen beschreiben: ich bin ein Wähler. 

Und hierin will ich Sie tatsächlich motivieren, es mir gleich zu tun – gehen Sie am 24.09.2017 zur Wahl oder bestellen Sie noch schnell Briefwahlunterlagen, falls Sie nicht in Ihrem Wahllokal vorbeikommen können. Denn zur Wahl zu gehen, das ist Teil unserer Demokratie. Nur wenn wir unsere Stimme erheben, werden wir als Volk gehört. EU-Präsident Juncker hat, bevor er dieses Amt antrat, mal auf einem Podium erklärt, wie Gesetze gemacht werden: „Wir beschließen etwas, beobachten, ob jemand laut schreit und protestiert, und wenn keiner seine Stimme erhebt, wird es Gesetz.“ So oder so ähnlich wird es ihm zugeschrieben.

Kurz: Wir müssen etwas sagen, und das Wichtigste in der Demokratie sind dabei unsere Wahlstimmen.

Wussten Sie, dass über 60 Prozent des Benzinpreises staatliche Abgaben sind? Ja, das steht ja auf so mancher Zapfsäule. Aber Ähnliches gilt auch für Strom: etwas über 50 Prozent bei Privatkunden und rund 80 Prozent bei Unternehmenskunden sind staatliche Abgaben und politische Gebühren bei der Stromrechnung. In der ehemaligen DDR war es anders herum. Da wurde der Brotpreis jahrzehntelang künstlich niedrig gehalten. Heute werden der Strom und der Benzinpreis künstlich hochgehalten. Beides ist falsch und einer freiheitlichen Marktwirtschaft nicht würdig.

Soll die Finanzwirtschaft mit ihren Bankpleiten und Finanzexzessen denn überhaupt frei agieren dürfen? Ja, aber mit klaren Spielregeln des Staates, was sich ordoliberale Politik nennt. Ordoliberalismus ist ein Konzept für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung, in der ein durch den Staat geschaffener Ordnungsrahmen den ökonomischen Wettbewerb und die Freiheit der Bürger auf dem Markt gewährleisten soll. Denn was passiert, wenn der Staat die Wirtschaft leitet, hat man in der DDR erleben können. Heute sieht man dies noch in Venezuela oder auch in Kuba. Andererseits sollten wir auch auf die Mündigkeit von Anlegern beziehungsweise von Verbrauchern bauen dürfen. Denn was ist das für eine Welt, die einer Verbraucherin Schadensersatz für ihre tote Katze zuspricht, weil auf der Mikrowelle kein Warnhinweis für Katzen innerhalb des Geräts stand.

Natürlich dürfen wir nie die Schwachen in der Gesellschaft vergessen, die unverschuldet in Probleme geraten sind. Auch denen, die unseren Schutz bedürfen, muss uneingeschränkt geholfen werden. Das sind meine Erfahrungen und meine Überzeugung.

Vielleicht haben Sie andere Erfahrungen gemacht. Das ist gut so. Und deshalb wählen Sie etwas anderes als ich. Super, sonst wäre die Demokratie doch langweilig. Aber wir sind uns einig, Sie gehen wählen. Abgemacht!

Bleiben Sie kritisch und erheben Sie Ihre Stimme.

Autor: Edmund Pelikan

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Anlagestrategie: lieber durchdacht als blind gefolgt

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Frankfurt, 13. September 2017 –  „Social Investing“ oder auch „Social Trading“ liegen im Trend. Diese neue Spielart des Geldanlegens setzt auf die „Weisheit der Massen“.

Auf Internetplattformen legen Anleger ihre Handelsstrategien mit Musterdepots offen, was „Follower“ zur Nachahmung anregt. Letztlich können diese User den vorgestellten Strategien folgen. Das Social Investing wird mitunter als kostengünstige Alternative zur professionellen Vermögensverwaltung oder zu einem Fondsmanager beworben. Die Finanzaufsicht BaFin listet auf ihren Internetseiten neben den möglichen Vorteilen auch die potenziellen Risiken auf. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

So können Anleger auf diesen Plattformen Strategien einsetzen, die sie selbst für erfolgreich halten, aber nicht unbedingt mit den Bedürfnissen und Anlagezielen des Sparers übereinstimmen. Durch die im Social Investing und Social Trading häufiger eingesetzten Derivate sind beispielsweise auch schnellere und höhere Verluste möglich.

Das Social Investing kann eine ganzheitliche Anlagestrategie daher nicht ersetzen. Ein vernünftiger Vermögensaufbau braucht seine Zeit. In einem ersten Schritt sollten sich Anleger deshalb Gedanken darüber machen, was die eigenen finanziellen Ziele und Möglichkeiten sind. Ein Berater kann dabei helfen und ein maßgeschneidertes Vermögenskonzept entwickeln. Erst im Anschluss geht es an die Auswahl der Produkte.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

 

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Anlegerbarometer: Deutsche Sparer blicken optimistisch in die Zukunft

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Frankfurt, 12. September 2017 – Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande sind deutsche Sparer für die kommenden sechs Monate zuversichtlich gestimmt. Gleiches gilt für ihre persönliche finanzielle Situation, diese beurteilen die Befragten ebenfalls positiv. Optimistisch sind die meisten Anleger auch auf mittlere Sicht: Zwei von drei Sparern (65 Prozent) rechnen damit, dass die hiesige Wirtschaftslage in den kommenden fünf Jahren gleich bleibt oder sich sogar noch verbessert. Dabei sehen die Befragten in der Globalisierung einen wesentlichen Faktor für den Wohlstand in der Bundesrepublik. Die Chance, selbst als Aktionär von der starken deutschen Wirtschaft zu profitieren, erkennt allerdings nur eine Minderheit. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Im kommenden halben Jahr erwarten knapp zwei Drittel der Sparer (60 Prozent), dass sich an der positiven wirtschaftlichen Situation in Deutschland nicht viel ändern wird (Vorquartal: 59 Prozent). Die Zahl derer, die von einem Konjunkturaufschwung ausgeht, ist dabei zwar um sechs Prozentpunkte auf 18 Prozent gesunken. Für ihre persönliche wirtschaftliche Situation sehen die meisten aber keine Konsequenzen aus der im Vergleich zum letzten Quartal etwas pessimistischeren Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung. 70 Prozent der Befragten rechnen weiterhin mit konstanten finanziellen Verhältnissen in ihrem Haushalt in den nächsten sechs Monaten (Vorquartal: 74 Prozent). Jeder Fünfte erwartet sogar eine Verbesserung seiner eigenen finanziellen Situation. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im zweiten Quartal 2017.

Anleger gehen mittelfristig von einer Belebung der Wirtschaft aus
Mit Blick auf einen längeren Horizont rechnen deutlich mehr Menschen mit veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland. Nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) glaubt, dass die Wirtschaftslage in den kommenden fünf Jahren konstant bleibt. Ein wenig mehr Befragte (33 Prozent) gehen von einer schlechteren Entwicklung aus. 35 Prozent und damit die größte Gruppe erwartet eine bessere konjunkturelle Situation. „Die Zahlen zeigen, dass es in der Gesellschaft offensichtlich ganz unterschiedliche Zukunftserwartungen gibt. Die meisten Menschen blicken dennoch grundsätzlich optimistisch in die Zukunft“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Globalisierung wirkt sich positiv auf den Wohlstand hierzulande aus
Dabei erkennt der Großteil der Deutschen durchaus an, dass die Globalisierung zur allgemein guten wirtschaftlichen Situation beiträgt. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) sind der Ansicht, dass der Wohlstand durch einen erfolgreichen Welthandel steigt. Während jeder Zehnte überhaupt keinen Einfluss wahrnimmt, gibt jeder Vierte (24 Prozent) an, dass die weltweiten Verflechtungen negative Auswirkungen auf den Wohlstand haben. „Die internationale Ausrichtung der deutschen Wirtschaft ist den Menschen durchaus bewusst. Ein offener Welthandel wird als Stärke und Vorteil gesehen“, sagt Gay. Die Befragten differenzieren jedoch deutlich, wenn es um die Frage geht, wer vom guten Zustand der deutschen Wirtschaft profitiert: In erster Linie nennen die Sparer die Führungskräfte in Unternehmen (88 Prozent), die Aktionäre (86 Prozent) und den Staat (86 Prozent). Dass die breite Bevölkerung etwas von der boomenden Konjunktur hat, glaubt dagegen nur eine Minderheit (38 Prozent). Lediglich jeder Vierte (23 Prozent) sieht die Mitarbeiter in den Unternehmen als Profiteure der starken Wirtschaft.

Nur knapp jeder Zweite sieht sich als Aktionär
Beinahe neun von zehn Befragten (86 Prozent) zählen Aktionäre zu den Nutznießern der guten deutschen Wirtschaftsentwicklung. Dennoch sieht nur jeder Zweite (48 Prozent) eine Chance darin, dass er mit einer Geldanlage in Aktien selbst auch von den Erfolgen der heimischen Wirtschaft profitieren kann. Von daher hält es weniger als die Hälfte (42 Prozent) für sinnvoll, wenigstens einen kleinen Teil des Ersparten in chancenreichere Anlageformen wie Aktien anzulegen. Steigende Aktienkurse sind dabei auch kein richtiger Motivator: Lediglich jeder Vierte (26 Prozent) fühlt sich durch steigende Aktienkurse beflügelt, Geld aktienbasiert anzulegen. „Die Menschen wissen, wozu Aktienanlagen imstande sind. Aber das beziehen die meisten auf andere. Für sich selbst kommen viele gar nicht auf die Idee, dass sie über entsprechende Geldanlagen am gesellschaftlichen Wohlstand besser partizipieren können“, so Gay.

Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das dritte Quartal erhob Forsa die Daten vom 3. bis 15. August 2017. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.

Quelle: Union Investment, Presseinformation vom 12. September 2017

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Sparen ist trotz Niedrigzins angesagt

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Nach einer Forsa-Studie ist bei den Deutschen Sparen trotz niedrigen Zinsen hoch im Kurs. 78 Prozent der Befragten gaben an, ihr Sparverhalten nicht ausschließlich von der Höhe der Zinsen, die sie für ihr Sparguthaben bekommen, abhängig zu machen. Ein finanzielles Polster zu haben gibt den Menschen ein gutes Gefühl und Sicherheit.

80 Prozent der Befragten legten monatlich einen festen Betrag auf die hohe Kante, unabhängig vom Alter. 79 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sparen, unter den ab 60-Jährigen ist der Anteil genauso hoch. Bis zu 50 Euro pro Monat legen rund 14 Prozent der rund 1.200 Befragten zurück, fast 30 Prozent sogar mehr als 200 Euro. Dabei gaben zwei Drittel der Befragten an, es beruhigend zu empfinden, ein Geldpolster zu haben. 37 Prozent sparen, um nicht unnötig Geld auszugeben. Dieses Argument gaben vor allen die unter 30-Jährigen an. Andere Spargründe wurden auch genannt, z.B. sparen 32 Prozent für andere Personen wie Kinder oder Enkel, 31 Prozent sparen aus Spaß und 25 Prozent sparen, weil sie für andere ein Vorbild sein möchten.

Nach wie vor stellen Bargeld und Einlagen bei Banken mit rund 2,2 Billionen Euro den größten Posten des Geldvermögens der privaten Haushalte dar. Dies zeigen die von der Bundesbank jüngst veröffentlichen Zahlen, wie die Bundesbürger ihr Geld anlegen (Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im dritten Quartal 2016). Zum Vergleich: Aktien machen nur gut 10 Prozent (rund 563 Millionen Euro) der insgesamt 5,5 Billionen Euro an Vermögen aus. Als möglicher Grund wäre denkbar, dass sich fast die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) Gedanken um ihr Geld macht – Frauen noch mehr als Männer (48 zu 42 Prozent).

Außerdem ermittelte Forsa per Umfrage, dass Sparen attraktiv macht. Jede dritte Frau und jeder dritte Mann finden Personen anziehend, die regelmäßig Geld auf die Seite legen.

Im Durchschnitt liegt die Sparquote der Deutschen bei 9,4 Prozent im Jahr 2017 nach Schätzung der Deutschen Bundesbank.

Quelle: RaboDirect Deutschland

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Warum niemals alles gegen jede denkbaren Risiken versichert ist

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München, 06. September 2017 – Wenn ein Versicherer sein Produkt als „All-Risk-Versicherung“ bezeichnet, dann gleicht dies bisweilen dem Werbeversprechen von „Garantie-Zertifikaten“: Bei genauer Prüfung der Vertragsbedingungen kann es sich um „Marketing-Käse mit gewaltigen Löchern“ in der Versicherungsdeckung handeln.

Deckungslücken in Hausrat- und Gebäudeversicherung

Da verspricht die Pfefferminzia-Versicherung als perfekten Schutz fürs Eigenheim, alles inklusive, damit sich der Kunde wohl fühlt und Vertrauen zum Vermittler und Versicherer bekommt Dann folgt im Nebensatz der Hinweis auf den Rundumschutz gegen alle Gefahren, sofern diese nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. In Deutschland herrscht Baufreiheit, das heißt, jedermann darf überall alles bauen was er will, es sei denn, es gibt eine Bestimmung, die das untersagt – ob das Baurecht damit klarer wird, sei dahingestellt.

Im Schadensfall liest der Anwalt des Versicherungsnehmer erstmals das Kleingedruckte. Schwer entzifferbar sind in den Versicherungsbedingungen aber Allmählichkeitsschäden und solche durch Kontamination ausgeschlossen. Allenfalls ein Fachmann kann dem Kunden erklären, dass damit auch plötzlich auftretende Schäden ausgeschlossen sind, wenn diese auf länger dauernder Einwirkung von Niederschlägen (Rauch, Ruß, Staub), Temperaturen, Gasen, Dämpfen oder Feuchtigkeit beruhen. Zur Dauer der nötigen Einwirkung gibt es Urteile, welche mehrere Tage ausreichen lassen bis hin zu Entscheidungen wo es um Einwirkungen über Jahre geht. Nachdem so etwas kein Kunde überblicken kann, müßte sich jedem Versicherer und Makler aufdrängen, darüber gesondert aufzuklären.

Free-Lunch: Alternative Deckungen auch aus dem Ausland?

Manche Industrie- und Gewerbemakler priesen beispielsweise an, dass Selbständige doch noch ein Zweitbüro im Ausland eröffnen sollten, um dann bei den Versicherungsprämien bis zu mehr als 2/3 einzusparen und vielleicht dem AllRisk-Gedanken näher zu kommen. Derlei „Verkaufsberatungen“ bergen allerdings Risiken und Nebenwirkungen, so dass der Begriff „AllRisk“ aus dieser Sicht durchaus treffend sein könnte. In USA wurden einem Schauspieler vor dem Börsencrash Aktien empfohlen, weil er doch etwas für das Älterwerden tun sollte. Nach dem Crash meinte er, dies sei nicht gelogen, er sei durch den Verlust seines Vermögens tatsächlich 20 Jahre gealtert.

Versicherungen aus dem Ausland ist eine Sache, ausländisches Recht eine andere. Das internationale Versicherungsvertragsrecht der EU verweist gegebenenfalls in eine andere als die vielleicht angenommene Rechtskultur, so dass später kostspielige Rechtsgutachten einzuholen sind und größere Prozeßkostenrisiken.

In der EU grenzüberschreitend in allen Fällen unter nur sehr vereinfachten Voraussetzungen Versicherungsschutz einkaufen zu dürfen, ist zunächst einmal überhaupt Ziel der EU-Regelungen – in der Realität wird mancher Versicherer das aber nicht wollen, weil er die rechtlichen und Versicherungs-Risiken schlecht einschätzen kann, und umgekehrt von Seiten des Kunden gibt es ja auch Unsicherheiten.

Überraschungen bei Auslandsversicherungen

Da kann man auch andere Überraschungen erleben – z. B. ermittelt ein US-Versicherer den Schaden nicht selbst (es steht ihm frei, ob er etwas ermittelt, bei Betrugsverdacht wird er es sicher tun wollen), sondern erwartet, dass man ihm den Schadennachweis so führt, dass er sich anhand dieser Unterlagen abschließend von seiner Leistungspflicht überzeugen kann. Manche deutsche Niederlassung eines ausländischen Versicherers reguliert Schäden ab ca. 5stelligen Eurobeträgen niemals selbst , sondern lässt darüber immer erst nach einer Klage des Kunden ein Gericht entscheiden.

Sicher gibt es dies auch international unterschiedlich bei Gerichten: Also den Grundsatz, dass der Kläger alles zum Nachweis seines Anspruchs Erforderliche beibringen muss, und nur seltener eher im deutschen Sozialrecht den sogenannten Amtsermittlungsgrundsatz. Im Ausland muss man sich auch teils selbst um den Strafvollzug kümmern, also es wird geurteilt, dass der Betreffende gesteinigt werden soll, aber es sind keine amtlich bestellten Steinewerfer da, sondern man muss sich schon selbst darum kümmern, dass es genug Interessenten und Steine gibt, und jemand, der den LKW-Fahrer bezahlt, der die benötigten Pflastersteine abkippt. Dafür wird aber auch in Saudi-Arabien kein verurteilter Täter auf dem Marktplatz mit dem Säbel geköpft, wenn die Familie des Opfers erklärt, dass sie sich mit der Familie des Täters geeinigt habe.

Versicherungsmakler auf dem Glatteis durch Vermittlung ausländischer Deckungen?

Das Ventil für Direktversicherung oder privaten Krankenversicherungsschutz außerhalb der EU könnte auch der Makler sein, wenn man einigen Stimmen der Wissenschaft zuhört. Denn  diese meinen, dass der Makler, der nur für seinen Kunden tätig wird, dadurch kein Mittelsmann ist, über den der Versicherer in Deutschland das Versicherungsgeschäft betreibt, so dass er eine Zulassung hier als Versicherer bräuchte. Laut Versicherungsaufsichtsgesetz heißt es allerdings nicht etwa Mittelsmann „des Versicherers“, wie einige herauslesen. So wie der Versicherungsmakler nicht nur „treuhänderischer Sachwalter“ des Versicherungskunden sein kann, sondern auch beauftragter Erfüllungsgehilfe des Versicherers bei der Vermittlung selbst, bei Bestandsbetreuung, bei der Vertragsverwaltung, beim Inkasso von Prämien, sowie bei der Schadensregulierung und sonstigen Marketingaufgaben

Ratschlag für Kunden und Versicherungsmakler

Nachdem es im Leben niemals allumfassenden Versicherungsschutz gibt, müssen die Deckungslücken mühevoll aus den Versicherungsbedingungen herausgelesen und die Angebote am Markt verglichen werden. Zu denken sollte geben, dass viele Versicherer auf Nachfrage gar nicht sagen können, was denn die Versicherungsbedingungen genau meinen sollen, was versichert sei. Daher ist man als Versicherer in solchen Fällen dankbar, wenn Kunden klagen und irgendwann ein oberstes Gericht dem Versicherer sagt, was er wohl gemeint haben muss. Nach dem Motto „Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich lese, was andere darüber urteilen, was ich geschrieben habe?“

Sodann wird man für die Versicherungsdeckung einen Maßanzug anstreben, durch Einstieg des Maklers in Verhandlungen mit Versicherern, um möglichst alle Unklarheiten ausdrücklich und verbindlich klarzustellen. Sofern der Versicherungsmakler sich auf verbreitete Ratings oder Rankings von „Vorgestern & Gestern“ beruft, und diese mangels Verständnis nicht erklären kann, hat er spätestens im Haftungsprozess verloren. Denn über nicht schließbare Deckungslücken hat er zu berichten, also Rechenschaft abzulegen, anstatt den Mantel des Schweigens darüber zu breiten, dass er nur Software beim Versicherungsvergleich benutzt, ohne Kleingedrucktes zu lesen und Individuallösungen zu suchen. Später wird dann ein Sachverständiger feststellen, dass die nicht offengelegte Lücke durchaus schließbar, der Schaden also vermeidbar gewesen wäre, und damit vom Makler auch zu ersetzen.

Quelle:Pressemeldung von Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm

 

 

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Sparen mit Plan

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Frankfurt, 23. August 2017 – Der Zinsanstieg in den USA lässt Sparer auch hierzulande auf höhere Zinsen hoffen. Doch Experten zufolge werden die Zinsen im Euro-Raum noch lange Zeit niedrig bleiben.

Angesichts der Teuerungsrate von derzeit 1,7 Prozent kommt es für Ersparnisse auf dem Sparbuch oder Tagesgeld damit zu realen Wertverlusten, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften. Eine Alternative, um Vermögen aufzubauen, ist ein Sparplan mit Fonds als Basisanlage. Einer aktuellen Umfrage einer Fondsgesellschaft zufolge haben davon zwar vier von fünf Befragten schon einmal gehört. Allerdings wissen nur rund 30 Prozent, wie er funktioniert.

Im Grunde ist die Sparvariante jedoch ganz einfach: Ähnlich einem Banksparplan sparen Anleger einen bestimmten monatlichen Betrag. Mit diesem erwerben sie regelmäßig Investmentfondsanteile. Das können Fonds mit Aktien, Anleihen, Immobilien oder auch Mischfonds sein – je nach Anlagepräferenz. Wie viel oder wie oft gespart wird, können Sparer je nach Budget flexibel gestalten. Viele Fonds sind beispielsweise bereits ab 25 Euro monatlich erhältlich. Weitere Vorteile: Sparer müssen sich mit Fonds nicht über Jahre festlegen, sie kommen bei einem plötzlichen Kapitalbedarf jederzeit an das Geld. Auch die Fonds können sie wechseln. Zudem sind die Kosten einer Fondsanlage transparent. Bereits vor dem Kauf können die Sparer verschiedene Fonds leicht mithilfe der so genannten „wesentlichen Anlegerinformationen“ vergleichen. Diese enthalten alle wichtigen Informationen zu Anlagezielen, Risiko, Kosten und zur Wertentwicklung in der Vergangenheit.

Dass sich Fonds lohnen können, zeigt das folgende Rechenbeispiel: Wer in den letzten 20 Jahren monatlich regelmäßig 100 Euro in Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland sparte, erzielte eine durchschnittliche Rendite von 6,3 Prozent und verfügte Ende Juni 2017 über ein Vermögen von rund 47.370 Euro. Eingezahlt wurden lediglich 24.000 Euro.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Vermögensaufbau für jeden Geldbeutel

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Frankfurt, 2. August 2017 – Fonds sind keine Erfindung der Neuzeit. Es gibt sie in Deutschland schon seit über 60 Jahren. Doch noch immer hält sich das Vorurteil, Fonds seien nur etwas für Vermögende.

Das rührt meist daher, dass die Bezeichnung „Investmentfonds“ fälschlich mit der „Vermögensverwaltung“ für Reiche gleichgesetzt oder mit dem Investmentbanking von Großbanken verwechselt wird. Fonds gibt es aber für jeden Geldbeutel – viele sind sogar sparplanfähig und ab 25 Euro pro Monat zu haben. Auch mit den Produkten aus dem Investmentbanking haben Fonds nichts zu tun. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Fonds funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Indem sie das Geld vieler Kleinsparer bündeln und breit anlegen, kann jeder Einzelne schon mit kleinen Beträgen an der Entwicklung von Unternehmen und Immobilien weltweit teilhaben. Die Streuung des Vermögens in unterschiedliche Branchen, Länder und Kapitalmärkte verteilt dabei die Risiken. Außerdem werden die Gelder der Anleger in der Regel als Sondervermögen verwahrt – getrennt von der Bilanz der Fondsgesellschaft. Das macht Fonds insolvenzsicher.

Fonds werden streng reguliert Die Fondsgesellschaft handelt außerdem immer treuhänderisch im Interesse des Anlegers. Das ist auch der Grund, weshalb Sparer über kaum ein anderes Finanzprodukt so umfangreich und regelmäßig informiert werden wie über Fonds. Bereits vor dem Kauf können sie verschiedene Fonds leicht mittels der so genannten „Wesentliche Anlegerinformation“ vergleichen. Diese enthalten alle wichtigen Informationen zu Anlagezielen, Risiko, Kosten und zur Wertentwicklung in der Vergangenheit.

Wer sich für Fonds interessiert, kann sich auf den Webseiten des jeweiligen Anbieters unter anderem über die aktuelle Aufteilung des Fondsvermögens und die größten Positionen des Fonds informieren. Die aktuelle Wertentwicklung finden Anleger im Internet und in Tageszeitungen. Zusätzlich veröffentlichen Fonds halbjährlich Berichte über ihre Käufe und Verkäufe.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Clever Vermögen aufbauen

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Frankfurt, 11.07.2017 – In Deutschland liegt jeder zweite Euro in niedrig verzinsten Geldanlagen. Nach Abzug der Inflation bleibt von den Zinsgewinnen aber kaum etwas übrig. Ein Ende der Niedrigzinsphase für Sparer ist aber nicht in Sicht.

Denn noch sind zu viele Länder hoch verschuldet, so dass die Notenbanken die Zinsen mittelfristig nicht anheben können. Laut der Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften bedroht das aber den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge der Bürger.

Eine Möglichkeit, der Zinsfalle zu entkommen, bieten Aktien oder Aktienfonds. Aktienkurse schwanken zwar stärker als Anleihekurse, Studien zufolge wird das höhere Risiko aber entsprechend durch höhere Erträge belohnt, da sich der Anleger an der Entwicklung der Volkswirtschaft und damit am erwirtschafteten Wohlstand beteiligt.

Doch wie hoch sollte nun die Aktienquote im Depot sein? Das lässt sich anhand der Faustregel „Maximaler Aktienanteil = 100 Prozent minus Lebensalter“ errechnen. Diese Regel bietet aber nur eine grobe Orientierung, wichtig sind auch die individuelle Lebens- und Vermögenssituation des Sparers. Junge Anleger wie Berufseinsteiger haben bis zur Rente noch viele Sparjahre vor sich und können somit Kursschwankungen zugunsten höherer Renditen besser aussitzen. Außerdem greift bei einer langen Spardauer der Zinseszinseffekt. Auch wer während seines Berufslebens mit einem steigenden Arbeitseinkommen rechnet, kann den Anteil risikoreicher Anlageformen entsprechend nach oben anpassen.

Mit zunehmendem Alter sollten die risikoreicheren Anlagen jedoch langsam in schwankungsärmere und wertstabilere Anlagen wie Anleihen umgeschichtet werden. Wer sich das nicht zutraut, kann auf Mischfonds zurückgreifen, die Aktien und Anleihen in unterschiedlicher Höhe mischen. Anleger können so das passende Mischungsverhältnis wählen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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