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Was Oliver Welke über Aktien in der heute-show sagt, ist nicht lustig sondern dumm

Für Oliver Welke ist es verwerflich, für das Aktiensparen zu werben. Damit griff er in der heute-show vom 07.12.2018 auch Friedrich Merz an. Was der Moderator über Aktien sagt, ist nicht lustig sondern dumm. Lesen Sie hier was FOCUS Online dazu sagt.

 

 

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Ist Wirtschaft etwas Schmuddeliges?

Landshut, 05. Dezember 2018 – Der obigen Frage widmet sich unsere Titelgeschichte des FOR – family office report Nr. 6, angestoßen durch die Diskussion um den Kandidaten Friedrich Merz zum CDU-Vorsitz und zahlreiche eigenen Erfahrungen in der Stiftung Finanzbildung. Fakt ist: Immer ist ein Rechtfertigungsdruck da!

Gerade bei den Family Offices und unabhängigen Vermögensverwaltern, die die Elite in der neutralen Vermögensberatung sind bzw. sein sollten, wollen wir diese Diskussion initiieren.  Schreiben Sie uns ihre Meinung:

+ Disqualifiziert sich ein Millionär als CDU-Vorsitzender oder Kanzler der Bundesrepublik Deutschland?

+ Hat Ihrer Meinung nach Ludwig Erhard bei der Sozialen Marktwirtschaft mehr an den Sozialstaat gedacht?

+ Warum ist in Deutschland die Meinung über „die Wirtschaft“, „die Banken“ und „die Unternehmer“ so negativ?

+ Hat Wirtschaft in Schulen zu Recht einen negativen Beigeschmack?

+ Welche Art von Wirtschaftsunterricht sollte in Schulen einen hören Stellenwert haben?

Diese Fragen sollten nur eine Anregung sein. Schreiben Sie uns alles, was Ihnen hierzu durch den Kopf geht. Und dies bitte an info@stiftung-finanzbildung.de

Wir freuen uns über Ihr Mitwirken. Und wenn Sie unsere Idee der Stiftung Finanzbildung fördern wollen, greifen Sie zu unserem Flyer und werden Sie entweder Fördermitglied, Crowdmitglied oder lassen Sie der Stiftung Finanzbildung eine Spende zukommen.

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Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ 2019

© shutterstock

Raus damit! Ihre Facharbeit hat etwas Besseres verdient!

Arbeiten, die im Schuljahr 2018/2019 als Fach- oder Seminararbeit eines Gymnasiums, einer Fach- oder Berufsoberschule oder einer Gesamtschule entstehen und die sich mit einem Thema aus dem Bereich Finanzen oder Wirtschaft befassen, können bis zum 28.02.2019 bei uns eingereicht werden.

Anmeldeformular Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ 2019

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++++ FOR – family office report ++++

Das neue Magazin der Stiftung Finanzbildung erscheint quartalsweise im Verlag epk media und richtet sich an (semi-) institutionelle Investoren.

Der Think Tank „Stiftung Finanzbildung“ beobachtet und kommentiert seit Jahren die monetären Märkte. Ziel ist es, Widersprüche auszudecken und auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Dabei will die Stiftung sich nicht nur um die Finanzbildung des Wirtschaftsnachwuchses kümmern, sondern die Diskussion auch unter den Profis beleben.

Mit dem neuen Magazin „FOR – family office report“, das kostenfrei an etwa 200 Family Offices geschickt wird, entspricht die Stiftung Finanzbildung einem oft geäußerten Wunsch, auch unter den Profis Impulse zum monetären Diskurs zu setzen.

Viel Freude beim Lesen und bewahren sie sich ihren Widerspruchgeist.

Ihr
Edmund Pelikan

FOR – family office report Oktober/November 2018

Bereits veröffentlichte Ausgaben:

FOR – family office report August/September 2018

FOR – family office report Juni/Juli 2018

FOR – family office report April/Mai 2018

FOR – family office report März 2018

FOR – family office report Dezember 2017-Ausgabe 

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Fonds: Vermögensaufbau für jeden Geldbeutel

©www.shutterstock.com

Frankfurt, 20. November 2018 – Fonds sind keine Erfindung der Neuzeit. Es gibt sie in Deutschland schon seit über 60 Jahren. Doch noch immer hält sich das Vorurteil, Fonds seien nur etwas für Vermögende. Das rührt meist daher, dass die Bezeichnung „Investmentfonds“ fälschlich mit der „Vermögensverwaltung“ für Reiche gleichgesetzt oder mit dem Investmentbanking von Großbanken verwechselt wird. Fonds gibt es aber für jeden Geldbeutel – viele sind sogar sparplanfähig und ab 25 Euro pro Monat zu haben. Auch mit den Produkten aus dem Investmentbanking haben Fonds nichts zu tun. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Fonds funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Indem sie das Geld vieler Kleinsparer bündeln und breit anlegen, kann jeder Einzelne schon mit kleinen Beträgen an der Entwicklung von Unternehmen und Immobilien weltweit teilhaben. Die Streuung des Vermögens in unterschiedliche Branchen, Länder und Kapitalmärkte verteilt dabei die Risiken. Außerdem werden die Gelder der Anleger in der Regel als Sondervermögen verwahrt – getrennt von der Bilanz der Fondsgesellschaft. Das macht Fonds insolvenzsicher.

Fonds werden streng reguliert Die Fondsgesellschaft handelt außerdem immer treuhänderisch im Interesse des Anlegers. Das ist auch der Grund, weshalb Sparer über kaum ein anderes Finanzprodukt so umfangreich und regelmäßig informiert werden wie über Fonds. Bereits vor dem Kauf können sie verschiedene Fonds leicht mittels der so genannten „Wesentliche Anlegerinformation“ vergleichen. Diese enthalten alle wichtigen Informationen zu Anlagezielen, Risiko, Kosten und zur Wertentwicklung in der Vergangenheit.

Wer sich für Fonds interessiert, kann sich auf den Webseiten des jeweiligen Anbieters unter anderem über die aktuelle Aufteilung des Fondsvermögens und die größten Positionen des Fonds informieren. Die aktuelle Wertentwicklung finden Anleger im Internet und in Tageszeitungen. Zusätzlich veröffentlichen Fonds halbjährlich Berichte über ihre Käufe und Verkäufe.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Manangement e.V.

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Wirtschaftswissenschaftler fordert die Einrichtung einer Weltsteuerbehörde zur Bekämpfung von Ungleichheiten

© pixabay

London, 20.11.2018 – In einem neuen Buch argumentiert Photis Lysandrou, Professor für Global Political Economy an der City, University of London, dass ein mächtiges internationales Gremium unerlässlich erscheine, da das derzeitige Finanzsystem auf eine stärkere Konzentration des Vermögens und weitere Finanzkrisen ausgerichtet sei.

Laut Commodity: The Global Commodity System in the 21st Century sollte die neue Behörde befugt sein, nationale Steuersysteme zu koordinieren und eine Steuer auf den Weltvermögenwert einzuführen, die sich an vermögende Privatpersonen richtet, insbesondere an solche mit einem Nettovermögen von 30 Millionen US-Dollar und mehr.

Professor Lysandrou behauptet, dass das Gremium große Geldbeträge, die durch Steuerumgehung verloren gehen, wieder hereinholen könnte, und dass die Regierungen dieses Geld dann in Projekte und Dienstleistungen investieren könnten, die sich positiv auf Arbeitsplätze und Löhne auswirken.

Er sagt: „Die Statistiken über die globale Ungleichheit sind erschreckend. Alle Beweise, die ich gesehen habe, deuten unaufhaltsam auf die Notwendigkeit einer Weltsteuerbehörde hin. Dies wäre ein supranationales Gremium, das sich aus Steuerexperten zusammensetzt, die von den nationalen Regierungen der Welt ernannt werden und mit der Autorität im Bereich der Besteuerung ausgestattet sind.“

Commodity betrachtet die Weltfinanzkrise aus einer neuen Perspektive, die das internationale Warensystem als eine neu funktionierende Gesamtheit wahrnimmt, die sowohl staatliche als auch private Einrichtungen, sowie finanzielle Sicherheiten und materielle Güter und Dienstleistungen umfasst.

Das Buch erklärt, dass die durch dieses System verursachte Vermögensungleichheit zu wiederholten Finanzkrisen führen würde, es sei denn, es werden neue internationale Institutionen zur Kontrolle geschaffen – eine globale Steuerbehörde wäre die erste dieser Einrichtungen.

Die von Professor Lysandrou angeführten Daten zeigen, dass in den Jahren nach der Finanzkrise (zwischen 2007 und 2015) der von vermögenden Privatpersonen angesammelte Gesamtvermögen pro Jahr von etwa 41 Billionen Dollar auf fast 59 Billionen Dollar gestiegen ist.

Er weist darauf hin, dass 34 Prozent der im Jahr 2015 angesammelten 59 Billionen Dollar unter lediglich 145.000 Menschen verteilt sind.

Professor Lysandrou sagte: „Da die Gesellschaft noch lange nicht bereit ist, auf ein anderes Organisationsprinzip umzusteigen, besteht der einzige Weg, Finanzkrisen in der Größenordnung der letzten zu vermeiden, darin, dem globalen Warensystem zu ermöglichen, weiterhin als vollständige Gesamtheit zu funktionieren und gleichzeitig seine negativen Auswirkungen zu kontrollieren.

Eine Weltsteuerbehörde würde nur einen kleinen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten, aber sie wäre eine erste Initiative, die zur Schaffung anderer führen könnte. Gemeinsam könnten sie die derzeitigen Ungleichheiten in der Einkommens- und Vermögensverteilung, die inzwischen obszöne Ausmaße angenommen haben, beseitigen.“

Professor Lysandrou vom Forschungszentrum für Political Economy der City University of London erklärt, dass seine Vorschläge weiter gehen als ähnliche Ideen des Ökonomen Thomas Piketty. Der Wissenschaftler behauptet, dass Piketty die Vermögenskonzentration nicht als die Hauptursache der Finanzkrise 2008 priorisiert und daher nur ein moralisches Argument für eine globale Vermögenssteuer liefern kann. In seinem neuen Buch bringt Professor Lysandrou ein wirtschaftliches Argument für die Steuer vor, indem er zeigt, dass die Superreichen weltweit eine Schlüsselrolle in der Krise gespielt haben.

Quelle: City, University of London (Pressemitteilung vom 20.11.2018)

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Mit Fonds das Studium der Kinder finanzieren

©Shutterstock

Frankfurt, 14. November 2018 – Immer weniger Studenten bekommen BAföG. Das Studentenleben ist allerdings teuer. Ein Student braucht für Miete, Lebensmittel, Semesterbeitrag, Internet und Studienmaterialien im Schnitt rund 900 Euro im Monat. Das ist das Ergebnis einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks.

Studenten sind meist gezwungen, neben dem Studium zu arbeiten, was die Chancen eines schnellen und guten Abschlusses schmälert. Das muss aber nicht sein. Eltern können rechtzeitig für die Ausbildung ihrer Kinder vorsorgen, indem sie ein Vermögen mit kleinen Beträgen aufbauen. Dabei kann ihnen ein langfristiger Fondssparplan helfen. Darauf verweist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Einen Fondssparplan gibt es bereits ab 25 Euro monatlich. Dabei gilt: Je früher die Eltern mit dem Sparen für das Kind anfangen, umso besser. Wer allzu lange zögert, verspielt einen Großteil des Zinseszinseffekts. Aufgrund der langen Spardauer eignen sich Fonds, die in renditestarke Anlageklassen wie beispielsweise Aktien investieren. Meist hält Angst vor möglichen Kursschwankungen vor Aktieninvestments ab. Das Verlustrisiko bei Aktien tendiert über lange Anlageräume aber gegen Null. Das zeigt die Historie: Beginnen die Eltern kurz nach der Geburt des Kindes, 100 Euro monatlich in einen Sparplan anzulegen, haben sie nach 15 Jahren einen Betrag von 18.000 Euro für das Kind angespart. Mit einem Aktienfonds, der in deutsche Aktien anlegt, wären daraus in den zurückliegenden 15 Jahren per Stichtag 30. September 2018 im Mittel 30.205 Euro geworden. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wertsteigerung von 6,6 Prozent.

Fonds sind zudem gegen eine Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. Das Geld des Kindes wird also getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft bei einer Verwahrstelle aufbewahrt. Bei einer Pleite wäre das Fondsvermögen also nicht betroffen.

Diese Meldung ist Teil der Serie „Finanzwissen für alle“.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Assetmanagement e.V.

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US-Zwischenwahlen: Keine Änderungen in der Handelspolitik zu erwarten

Frankfurt, 07.11.2018 (Marktnews): Von Frank Häusler, Head Macroeconomic and Cross Asset Research, Multi Asset Boutique, Vontobel Asset Management

Das Ergebnis der US-Zwischenwahlen bietet keine Überraschungen: Die Demokraten erobern das Repräsentantenhaus zurück, der Senat bleibt in republikanischer Hand.

Änderungen an der Handels- und Steuerpolitik von US-Präsident Trump sind allerdings nicht zu erwarten. Zwar kann das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus Trumps Initiativen Steine in den Weg legen, hat aber nicht die Macht, seine Politik komplett umzukehren. Genauso wenig kann erwartet werden, dass die fortschreitende Deregulierung gestoppt werden wird. Bei einzelnen Punkten, wie der Forderung nach einer weiteren Marktöffnung in China oder weiteren Steuersenkungen, herrscht zwischen Demokraten und Republikanern durchaus Einigkeit. Die Wachstums- und Inflationsaussichten für die USA und die Weltwirtschaft bleiben unverändert.

Neben den US-Zwischenwahlen gibt es weitere politische Entwicklungen die einen grösseren Einfluss auf das globale Wirtschaftswachstum und die Performance der Anlageklassen haben. Wir erwarten mehr Klarheit zu den Handelszöllen vom Xi-Trump-Treffen Ende November auf dem G20-Gipfel. China muss seine Wirtschaft ankurbeln. Weiterhin überschatten der Brexit-Deal und die italienische Haushaltsfrage die europäischen Märkte. 

Eine detailliertere Analyse finden Sie in dem beigefügten Dokument (in englischer Sprache) 20181107_Vontobel AM_Market Update US Mid Term elections_EN

Quelle: GFD – Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH

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Vorsicht in Bulgarien – No-Go-Area für Investoren? Eine Fortsetzung

Landshut, 06.11.2018 – In unserem Artikel vom 18. Juni 2018 haben wir den Sachverhalt aus Sicht des Investors dargestellt und gleichzeitig sowohl eine Stellungnahme von der Bulgarischen Botschaft als auch von der Deutsch-Bulgarischen Handelskammer erbeten und waren gespannt auf deren Antworten.

Ein Kommentar von Edmund Pelikan

Die Bulgarische Botschaft ignorierte trotz mehrfacher Nachfrage unsere Berichterstattung. Die Deutsch-Bulgarische Handelskammer meldete sich per E-Mail und eröffnete im Juli 2018 vielsagend wörtlich: „Konkretere Beantwortung erarbeitet der Fachausschuss „Energiewirtschaft“ bei der AHK Bulgarien. Aufgrund der Sommermonate möchten wir darauf hinweisen, dass sich die Antwort verzögern könnte.“ Was wir befürchtet hatten, ist eingetreten. Keine konkrete Antwort oder Gremienberichte bis Anfang November 2018. Der Sommer scheint in Bulgarien lange zu dauern. Interessant war aber ein Passus im beigelegten offiziellen Investorenleitfaden. Darin ist zu lesen: „Natürlich hat die Medaille auch ihre Schattenseiten. Die nicht effiziente öffentliche Verwaltung, die rechtliche Unsicherheit, die ineffektive Korruptions- und Verbrechensbekämpfung, die mangelnde Transparenz bei der öffentlichen Vergabe, sowie der Mangel an politischer und sozialer Stabilität und die relativ geringe Zuverlässigkeit der Wirtschaftsstrategie sind die Hindernisse, die die Wirtschaft in der jährlichen Konjunkturumfrage hervorhebt. Das sind Schwachstellen und Problemfelder, die zu beseitigen sind.“

Die Welt dreht sich derweilen aber weiter, und im Nachgang zu unserem Bericht brandete die Korruptionsdebatte in den Medien auf. Mittlerweile hat sich zwar die bulgarische Oberstaatsanwaltschaft in diese Vorgänge eingeschaltet, was jedoch noch zu keiner Veränderung der Schieflage geführt hat. Es scheint so, dass weiterhin das Gegenteil der Fall ist. Zum Beispiel gewinnt man den Eindruck, dass in einem weiteren parallel geführten Zivilverfahren gegen die Firma SIUS OOD sich ebenfalls die Frage stellt, ob bulgarische Gerichte überhaupt an der Wahrheit interessiert sind. Wenn man jemanden fragt, ob die Taube ein Vogel ist und dieser dann antwortet: Das hängt davon ab, wer fragt, dann muss dies bei einem doch grundlegende Zweifel an der Wahrheitsorientierung dieses Menschens hervorrufen. Wenn in Bulgarien tätige Investoren einen jahrelangen Gerichtsstreit mit dem festen Glauben daran, dass Weiße weiß und Schwarze schwarz sind, gewonnen haben, ist es sehr verwirrend, wenn der Investor dann vom Obersten Kassationsgericht in Bulgarien hört, dass das Weiße nicht weiß und das Schwarze nicht schwarz ist. In einem konkreten Gerichtsverfahren in dritter Instanz wird in Bulgarien, so wie in ganz Europa davon ausgegangen, dass die Kassationsinstanz die Rechtssache nur revidiert, wenn sie tatsächlich eine Rechtsfrage entdeckt, die von den vorherigen Gerichten fehlerhaft entschieden wurde, oder wenn das Gesetz unklar ist.

Im handelsrechtlichen Fall 587/2018 lassen aber Richter des Obersten Kassationsgerichts weitere neue Rechtsmittel in einem Fall, der bereits von mehreren ihrer Kollegen am Obersten Kassationsgericht bearbeitet und entschieden wurde, mit der Begründung zu, dass das Gesetz in der Frage, „ob das Gericht verpflichtet sei, alle Umstände des Falles zu berücksichtigen“, ungenau sei. So schließen sich diese Richter nunmehr a priori der These des Rechtsmittelführers an, der es versäumt hatte, sich fristgemäß auf Einwände, die ihm nachweislich seit Langem bekannt waren, zu berufen und diese erst in einem Schriftsatz nach der Gerichtssitzung vorträgt, ohne dass die Gegenseite sich mit Gegenargumenten angemessen verteidigen kann bzw. Behauptungen widerlegen kann. So berichten unsere Quellen.

Wenn man nun unterstellt, dass die obersten Richter auch nur Menschen sind und aus Zerstreutheit beim Durchlesen der umfangreichen Fallakten etwas übersehen können, kann man nicht verleugnen, dass ein Jurist am Obersten Kassationsgericht mit 30 Jahren Erfahrung auf die oben genannte Frage, die in einem Kassationsverfahren als Begründung vorgeschoben wird, bereits im römischen Recht im Verfahrensgesetz eigentlich nur eine klare und eindeutige Antwort gibt: Das Gericht ist verpflichtet, alle Fakten zum Fall, die fristgemäß genannt und erörtert wurden, zu berücksichtigen.

Zum Nachdenken bringt einen dabei auch das scheinbare Versäumnis des Gerichts, auf den zweiten Teil dieser Rechtsmaxime hinzuweisen. Der Verdacht erhärtet sich in Verbindung mit der Tatsache, dass es nach dem Gewinn der Rechtssache gegen die Firma SIUS mit über 6 Millionen Euro nun genau in die umgekehrte Richtung geht, nachdem die obsiegte Partei ihre Ansprüche auf die Firma der Ehefrau eines ehemaligen bulgarischen Politikers und Richters beim Obersten Justizrat von Bulgarien übertragen hat. Eben diesem Politiker, der den Obersten Justizrat wegen eines Korruptionsskandals mit einer unerlaubten Einflussnahme verlassen musste, gelang es, die unabhängige Energieregulierungsbehörde KEVR dazu zu bringen, nicht nur ihren eigenen Beschluss G-272 vom 25.07.2017 nicht umzusetzen, sondern ihn sogar abzuändern, wie wir bereits am 18. Juni 2018 berichtet hatten.

Auf die Frage, ob es auf dem Boden der Korruption in Bulgarien die Unabhängigkeit des Rechtssystems gegenüber Politiker gibt, scheint es eine ganz klare Antwort zu geben. Es scheint tatsächlich angeraten, Geschäfte in Bulgarien nur zu tätigen, wenn man sich in einer engen Verbindung mit einem Politiker oder einem Richter sicher weiß – am besten sogar mit beiden. Ist man aber dann nicht bereits Teil des korrupten Systems?

Jeder kennt das Bermuda-Dreieck – es verschlingt Schiffe und Flugzeuge. Das unheimliche bulgarische Dreieck zwischen zwielichtigen Unternehmen, Politikern und Richtern lässt Millionen an Euro verschwinden. Die genannten Personen und Ereignisse in dieser Geschichte sind real, auch wenn sie wie ein Szenario eines russischen Krimis klingen. Um das Lesen zu erleichtern, wollen wir hier den interessantesten Teil, nämlich die Akteure und ihre öffentlichen Ämter ebenso wie deren Position in der bulgarischen Gesellschaft an das Ende dieser Geschichte setzen. Im Jahr 2012 verpachtete die Firma SIUS OOD eine Photovoltaikanlage im bulgarischen Dorf Orizari an die Firma Finikal EOOD. Die Laufzeit des Vertrages war bis Ende 2019 festgeschrieben. Ein dreiseitiger Vertrag mit dem Energieunternehmen EVN Bulgaria über den Verkauf der Energie von der Firma Finikal wurde rechtsgültig abgeschlossen (wir berichteten). Im Jahr 2015 geriet die Firma SIUS in Konflikt mit ihrem Pächter und beschloss, den Vertrag zu kündigen. Da die Kündigung nicht möglich war, behauptete SIUS wahrheitswidrig gegenüber dem Stromversorger EVN Bulgaria, sie hätte gekündigt.

EVN Bulgaria stoppte die Zahlungen an die Firma Finikal, obwohl der Firma EVN Bulgaria auch bekannt war, dass der Pachtvertrag bis 2019 unkündbar ist, und dennoch stoppte EVN Bulgaria rechtswidrig die Stromeinspeisezahlungen, verrechnete jedoch gegenüber dem Finanzamt Bulgarien trotzdem die Vorsteuer aus den Stromlieferrechnungen. Als das und ein paar andere Tricksereien nicht fruchteten, und die Regulierungsbehörde KEVR die EVN Bulgaria zur Zahlung der nicht bezahlten Einspeisevergütungen anwies, kontaktierte die Firma SIUS Herrn Dimitar Abadzhiev – einen bekannten Politiker der Regierungspartei GERB. Ziel war es, dass der „unabhängige“ Energieregulierer KEVR den Käufer der Energie, die EVN Bulgaria „davon überzeugt“, den Stromabnahmevertrag mit der Firma Finikal zu beenden und einen neuen Stromabnahmevertrag mit der Firma „Bio Amrita“ abzuschließen, die dann nur noch einen Bruchteil der bisherigen Pacht bezahlen sollte. Zufällig gehörte das glückliche Unternehmen „Bio Amrita“ der Frau des ehemaligen Obersten Richters und Abgeordneten Ivan Dimov, einem ehemaligen Mitglied des Obersten Justizrates (der leitenden Körperschaft der Justiz in Bulgarien).

Noch ein glücklicher Zufall: Dimitar Abadzhiev ist Stellvertreter von Ivan Dimov in ihrem gemeinsamen Unternehmen „Internationales Schiedsgericht Sofia“. Nach der bereits nachgewiesenen Intervention von Dimitar Abadzhiev hob der „unabhängige“ Regulierer KEVR aus Sicht der Investoren gesetzeswidrig seine Entscheidung auf, mit der er die Vertragseinhaltung zwischen der Firma Finikal und dem Energieunternehmen EVN Bulgaria ursprünglich anordnete.

Die Geschäftsleitung der Firma SIUS unterschrieb, obwohl das Untreue gegenüber Mitgesellschaftern war, einen neuen Pachtvertrag mit deren „Freundin“ Firma „Bio Amrita“ für eine Minipacht, und unmittelbar danach reichte die Firma „Bio Amrita“ eine fiktive Klage gegen die Firma SIUS OOD ein, mit dem Klagegrund, dass die Firma SIUS den Pachtgegenstand (Photovoltaikpark ) nicht übergeben habe. Daraufhin erließ das zuständige Gericht einen Vollstreckungsbescheid für die Firma „Bio Amrita“ gegen die Firma SIUS, wobei die Firma SIUS der Forderung in diesem fiktiven Gerichtsfall natürlich nicht widersprochen hatte und der berechtigte Pächter nicht gefragt worden war.

In weiterer Folge überschritt – man könnte auch sagen missbrauchte – die hochschwangere staatliche Gerichtsvollzieherin Frau Licheva aus Sliven kurz vor Beginn ihres Mutterschaftsurlaubs und des damit verbundenen Kündigungsschutzes ihre Befugnis und versuchte mit einem Rollkommando, das Grundstück in Orizari im Namen der Firma „Bio Amrita“ widerrechtlich zu beschlagnahmen, obwohl der Firma Finikal entgegen rechtsstaatlicher Gepflogenheiten kein rechtliches Gehör gegeben wurde. Die Gerichtsvollzieherin wiederum haftet nach dem bulgarischen Gesetz nicht für eine rechtswidrige Vollstreckung, und der Gesetzgeber ist verpflichtet, dieses Handeln rechtlich zu schützen, was aus Sicht eines gesunden Rechtsverständnisses eine Farce ist. Laut Gesetz sollten Staatsanwaltschaft, Gerichte und Polizei derartigen Betrug verhindern, stattdessen unterstützen beide diese gesetzeswidrigen Machenschaften. Dem Inhaber der Firma Finikal droht also nicht nur der Ruin, sondern auch eine Strafverfolgung, weil er angeblich die Vollstreckung verhindert und auf sein Besitzrecht gepocht hatte, also seine Rechte eingefordert und das Gesetz angerufen hatte. Die Beträge, welche die beschriebenen zweifelhaften Personen der Firma Finikal abzunehmen versuchen, liegen derzeit bereits bei über 3 Millionen Euro und steigen weiter. Hier die Namen und Positionen der Schauspieler in diesem bulgarischen Wirtschaftshorrorfilm:

1. SIUS OOD, de jure im Besitz der chinesischen „Briefkastenfirma“ KINVE, de facto im Besitz des chinesischen Staatsbürgers Guo Hairong, der in Deutschland wegen Geldwäsche und Steuertatbeständen gesucht wird.

2. Deren Rechtsanwalt in Bulgarien ist Herr Dimitar Abadzhiev – in enger Nähe zum Umfeld von Ministerpräsident Boyko Borisov, welcher ihn zum gegenwärtigen Botschafter Bulgariens in Saudi-Arabien ernannt hat. Er war zuvor Konsul in Shanghai und als Vertreter Bulgariens im großen Energieprojekt „Nabucco“ in Wien tätig.

Als Rechtsanwalt mit seiner Kanzlei arbeitet Abadzhiev für die Firma SIUS OOD und ist Schiedsrichter in dem privaten Schiedsgericht von Ivan Dimov.

3. Ivan Dimov – ehemaliger Abgeordneter. Steht der regierenden GERB Partei seit 10 Jahren sehr nahe und war erst Vorsitzender Richter des Bezirksgerichts Sliven, danach Mitglied des Obersten Justizrates der Republik Bulgarien. Aus letzterem Amt wurde er wegen Korruptionsverdacht in Verbindung mit der bekannten Krasio Chernya-Affäre entlassen. Ist nun Vorsitzender seines privaten Schiedsgerichts und dort tätig mit seinem Stellvertreter Dimitar Abadzhiev.

4. „BIO AMRITA BULGARISCHE INDUSTRIEGESELLSCHAFT“ GmbH – ein Unternehmen von Frau Antoaneta Blagoeva – Ehefrau von Ivan Dimov.

5. Finikal EOOD im Besitz des deutschen Unternehmers Winfried Fischer.

6. „EVN Bulgaria“ – ein Energieversorgungsunternehmen mit Lieferpflicht an Endverbraucher, das auch verpflichtet ist, die Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu kaufen.

7. KEVR – Regulierungskommission für Energie und Wasser – eine „unabhängige“ Regulierungsbehörde unter der Leitung von Ivan Ivanov, enger politischer Vertrauter von Dimitar Abadzhiev, ernannt von der Regierungspartei GERB von Ministerpräsidenten Boyko Borisov.

Dieses ominöse Dreieck zwischen Schattenunternehmen, Politikern und Richtern ist ein kritisches Beispiel dafür, wie natürliche Bürger zwar das Gesetz brechen können, aber Politiker und Richter das Gesetz nach Belieben biegen und verzerren können. Wir werden sehen, wie dieser bulgarische Wirtschaftshorrorfilm weitergeht und bleiben dran. Bis dahin raten wir vor Investitionen in Bulgarien ab oder können nur resümieren: „Nur auf eigene Gefahr!“

Der Kommentar ist derzeit aus Hintergrundinformationen von deutschen Investoren mit Unterlegung von Anwalt- sowie Gerichtsakten zusammengetragen. Wieder werden wir wegen der journalistischen Ausgewogenheit die Handelskammer wie auch die bulgarischen Ministerien des Inneren und der Justiz um eine Stellungnahme bitten. Wir sind gespannt, ob diese Institutionen diesmal reagieren. 

 

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Weltspartag 2018: Regional große Unterschiede beim Sparverhalten

Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management

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Frankfurt, 25. Oktober 2018 – In diesem Jahr findet der Weltspartag am 30. Oktober statt. Seit 1925 finden an diesem Tag rund um den Globus viele Aktionen zur Förderung des Spargedankens statt. Waren die finanziellen Mittel bei vielen Menschen in früheren Zeiten zu gering, um überhaupt etwas auf die hohe Kante zu legen, ist Sparen heutzutage weit verbreitet: 81 Prozent von 2.097 befragten Deutschen gaben im Rahmen des Income-Barometers 2018 von J.P. Morgan Asset Management an, mindestens ein Sparprodukt zu nutzen. Interessante Ergebnisse förderte dabei die Auswertung nach Regionen zutage. Demnach gibt es zum Teil erhebliche regionale Unterschiede im Sparverhalten der Deutschen. Die Auswertung wurde anhand von acht Regionen vorgenommen: Neben Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen werden in der Region Nord-West Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammengefasst, in der Region Nord-Ost Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die Region Mitte-West umfasst Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland und die Region Mitte-Ost Thüringen und Sachsen – so lassen sich deutschlandweit aussagefähige Daten vergleichen.

Sparbuch in allen Regionen die am häufigsten genutzte Sparform

Das Sparbuch ist deutschlandweit die beliebteste Sparform und wird mit 52,7 Prozent von jedem Zweiten genutzt. Die fleißigsten Sparer sind dabei in Baden-Württemberg zu finden, wo 59,9 Prozent ein Sparbuch besitzen – in Berlin wird es dagegen nur von 38,5 Prozent und somit im Vergleich am wenigsten genutzt. Die zweitbeliebteste Sparform der Deutschen ist mit 37,7 Prozent die Lebens- oder Rentenversicherung. Doch auch hier gibt es zum Teil große regionale Unterschiede: In Bayern sind diese Versicherungsprodukte mit 43,3 Prozent besonders beliebt, in Berlin mit 27,0 Prozent im Regionalvergleich am wenigsten. Während auch Tages- oder Festgelder die meisten Anhänger in Bayern haben (40,2 Prozent), nutzen in der Region Nord-West nur 19,8 Prozent diese Anlageform.

Das Income-Barometer zeigt auch: Trotz inzwischen zehn Jahren Niedrigzinsumfeld mit immer geringeren Erträgen für Spareinlagen sind bislang viele Deutsche noch nicht vom Sparer zum Anleger geworden. So nutzen bislang lediglich 21,4 Prozent der befragten Deutschen die Ertragskraft des Kapitalmarkts – am häufigsten in Baden-Württemberg mit 40,1 Prozent, die wenigsten Anleger sind mit 15,4 Prozent in der Region Nord-Ost zu finden. Auch Anleger in Investmentfonds sind am häufigsten in Baden-Württemberg vertreten (29,4 Prozent), Schlusslicht ist mit lediglich 9,7 Prozent die Region Nord-Ost. Beim Thema Aktienbesitz kommen sogar nur drei Regionen auf einen zweistelligen Anteil: Baden-Württemberg (17,6 Prozent), Nordrhein-Westfalen (11,0 Prozent) sowie die Region Mitte-Ost (10,4 Prozent).

„So erfreulich es ist, dass die Deutschen auch im Niedrigzinsumfeld dem Spargedanken die Treue halten, bleibt doch das Wie des Sparens ganz entscheidend für den Anlageerfolg“, betont Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management. Denn interessanterweise sind Kapitalmarktanlagen, die trotz Niedrigzinsumfeld weiterhin Ertragchancen bieten, besonders häufig in Regionen mit eher hohem durchschnittlichem Haushaltseinkommen vertreten, wie etwa in Baden-Württemberg. „Anscheinend wird das Sparbuch nach wie vor als Basis-Sparform angesehen – Kapitalmarktinvestments wie Fonds oder Aktien werden zumeist erst dann hinzukommen, wenn ausreichend liquide Mittel vorhanden sind“, erklärt Bergweiler. Dies sei allerdings gerade im aktuellen Umfeld wenig erfolgversprechend: „Wer überwiegend oder sogar ausschließlich auf kaum verzinste Spareinlagen setzt, erleidet angesichts der Inflationsrate von zuletzt mehr als 2 Prozent einen realen Wertverlust, unterstreicht Bergweiler.

Unzufriedenheit mit Anlageergebnis vor allem in östlichen Regionen

Angesichts der mageren Erträge ihrer Spareinlagen sind zwei Drittel der Deutschen nicht mit deren Entwicklung zufrieden. Besonders groß ist die Enttäuschung dabei im Osten: In der Region Nord-Ost gaben 78,9 Prozent der Befragten an, nicht mit den Sparerträgen zufrieden zu sein, gefolgt von den Menschen in der Region Mitte-Ost mit 75,3 Prozent. Am wenigsten ärgern sich dagegen die Sparer in Baden-Württemberg über die Entwicklung ihrer Sparerträge – dort gaben „nur“ 58,6 Prozent der Befragten an, enttäuscht zu sein. „Die Unzufriedenheit der Deutschen mit ihrem Sparergebnis ist signifikant. Ganz gleich in welcher Region, es sind jeweils weit über die Hälfte der Sparer unzufrieden, in den östlichen Landesteilen sogar drei Viertel der Sparer. Dies dürfte sicherlich auch mit der geringen Nutzung von Kapitalmarktanlagen zusammenhängen“, erklärt Christoph Bergweiler.

Grafik zur Zufriedenheit mit Sparverträgen finden Sie hier:

Als einen Grund für den Nicht-Besitz von Wertpapieren wie Investmentfonds, Aktien oder Anleihen gaben viele Deutsche an, nicht ausreichend verfügbare finanzielle Mittel dafür zu besitzen: Im Durchschnitt aller Deutschen sind dies 42,6 Prozent, von 40,0 Prozent im Nord-Westen bis 48,2 Prozent in der Region Mitte-Ost. Ein weiterer Hinderungsgrund ist die persönliche Einschätzung, das Thema nicht gut genug zu verstehen. Im Bundesdurchschnitt sind 34,0 Prozent dieser Meinung, wobei mit 43,9 Prozent am häufigsten die Befragten in Bayern mangelndes Verständnis ins Feld führten, während dies nur 26,2 Prozent der Befragten in der Region Mitte-Ost so sehen. Und für 27 Prozent der Deutschen ist die Angst vor Schwankungen und damit verbundenen Verlusten ein Hinderungsgrund für ein Investment in Wertpapieren – am häufigsten fürchten dies mit 35,9 Prozent die Sparer in der Region Nord-Ost, am wenigsten die Befragten in der Region Mitte-Ost mit 23,1 Prozent.

„Es gibt nach wie vor große Wissenslücken über Kapitalmärkte und einfache Anlagelösungen, und so stehen viele Deutsche mit ihrer Geldanlage auf verlorenem Posten. Doch angesichts steigender Lebenserwartung und sinkender Renten ist es umso wichtiger, die Portfolios für die Realitäten des heutigen Zinsumfelds zu präparieren. Dazu gehört auch, die Geldanlage so zu planen, dass auf lange Sicht Anlageziele erreicht werden können“, unterstreicht Bergweiler und führt aus: „Gerade rund um den Weltspartag gilt es sich zu verdeutlichen, dass es heute nicht mehr möglich ist, mit reinen Spareinlagen den niedrigen Zinsen zu trotzen. Um heute ein attraktives Ertragsniveau zu erreichen ist es vielmehr notwendig, etwas mehr Risiko bei der Geldanlage einzugehen und Kapitalmarktinvestments einzubeziehen. Denn bei der langfristigen Anlage gleichen sich Marktschwankungen aus und der Zinseszinseffekt kann seine Kraft entfalten“, betont Bergweiler.

Befragte sparen angesichts der niedrigen Zinsen eher weniger als mehr

In Folge der stark verbreiteten Nutzung von niedrig verzinsten Sparformen wie Sparbuch oder Tages- und Festgeld wäre es eigentlich sinnvoll, die Sparbemühungen auszuweiten. Doch im Durchschnitt aller Befragten gaben nur 1,3 Prozent an, dass sie angesichts der niedrigen Zinsen mehr sparen. Mit 2,5 Prozent liegen die Baden-Württemberger dabei noch etwas über dem Durchschnitt. Weniger sparen im Durchschnitt aller Regionen 22,4 Prozent der Deutschen – wobei die Befragten in der Region Nord-Ost mit 31,0 Prozent ihre Sparbemühungen überdurchschnittlich zurückgefahren haben. Eine Alternative in Form von ertragstärkeren Investmentprodukten haben sich dagegen nur 5 Prozent der Befragten gesucht, wobei wieder die Sparer in Baden-Württemberg besonders aktiv waren.

Besonders unverständlich erscheint in diesem Zusammenhang das Ergebnis auf die Frage, in welche Anlageklassen beziehungsweise welche Arten von Finanzprodukten die Befragten in den kommenden 12 Monaten mehr investieren würden. Im Durchschnitt aller Regionen liegt hier trotz der hohen Unzufriedenheit mit der Ertragssituation das Sparbuch mit 29,2 Prozent vorne, wobei die Sparer in NRW besonders hartnäckig sind (34,9 Prozent), während die Baden-Württemberger (17,9 Prozent) am wenigsten darauf setzen wollen. Grundsätzlich zeigt sich bei dieser Frage aber auch die große Verunsicherung der deutschen Sparer – jeder zweite Deutsche hatte hier „weiß nicht“ angegeben.

Angesichts dieser Verunsicherung betont Christoph Bergweiler, wie wichtig und sinnvoll finanzielle Bildung und seriöse Anlageberatung sind: „Es ist im aktuellen Umfeld essenziell, vom Sparer zum Anleger zu werden, statt tatenlos zuzusehen, wie das Ersparte immer weniger wird“, führt er aus. „Eine einfache, flexible und bequeme Lösung – nicht nur für Anlageeinsteiger – bieten breit gestreute Mischfonds, die dazu beitragen können, regelmäßige Erträge zu generieren und gleichzeitig Schwankungen und Risiken zu minimieren. Sie ermöglichen bereits mit kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage.“ Ein weiterer Vorteil des Sparplans ist laut Bergweiler, dass sich typische Anlegerfehler vermeiden lassen. „Aufgrund der festen Sparrate kann der so genannte Cost-Average-Effekt der Durchschnittskosten greifen: Da die Geldanlage über einen längeren Zeitraum erfolgt, verteilt sich das Risiko besser, denn bei fallenden Kursen erwirbt man mehr und bei steigenden Kursen entsprechend weniger Anteile. So lässt sich das Problem des ‚Market-Timings‘, also des richtigen Einstiegszeitpunktes, vermeiden und für die Fondsanleger werden die gefürchteten Marktschwankungen noch weniger relevant. Und dass der Betrag regelmäßig vom Konto abgebucht wird, sorgt für Spardisziplin – nicht nur zum Weltspartag“, so Bergweilers Fazit.

Quelle: J.P. Morgan Asset Management

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