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Makroökonomie – Die Ruhe vor dem Sturm?

Olivier de Berranger

Frankfurt, 18.06.2019: Von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer und Enguerrand Artaz, Fondsmanager La Financière de L‘Echiquier

Die Aktienmärkte schlossen die vergangene Woche ohne größeren Trend leicht im Plus. Zu Beginn der Woche hatten sie angesichts der Einigung zwischen den USA und Mexiko deutlich zugelegt. Denn am vorherigen Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump via Twitter die Aussetzung der mehrere Wochen zuvor angekündigten Zollerhöhungen verkündet, nachdem die mexikanische Regierung beim Thema Migration Zusagen gemacht hatte. Allerdings geriet der Kursanstieg aufgrund wichtiger Treffen und anhaltender Unsicherheit rasch ins Stocken.
Die größte Ungewissheit betrifft den Handelsstreit zwischen den USA und China, da weiterhin Zweifel bestehen, ob es auf dem nächsten G20-Gipfel zu einem Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump kommen wird. Nach Angaben von Larry Kudlow, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, wartet Trump nach wie vor darauf, dass sein chinesischer Amtskollege der Unterredung zustimmt. Darüber hinaus setzten beide Seiten ihre Drohungen fort, wenn auch weniger direkt als in den Wochen zuvor. China schärft seine Waffen in Sachen seltene Erden: Offiziellen chinesischen Medien zufolge könnten auch Endprodukte, die diese Rohstoffe enthalten, unter die Exportbeschränkungen für Technologieprodukte fallen. Die Beschränkungen waren in Erwiderung der Attacken auf Huawei angekündigt worden. Das Thema seltene Erden ist aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig für die USA, da der riesige Technologiesektor stark von diesen Produkten abhängt. Auch aus geostrategischer Sicht ist es von Bedeutung, denn die am höchsten entwickelten Waffen der US-Streitkräfte enthalten ganz wesentlich mit seltenen Erden gefertigte Komponenten.
Donald Trump seinerseits behauptete erneut, dass zahlreiche Währungen gegenüber dem Dollar zu schwach bewertet seien, und appellierte abermals an die chinesische Zentralbank (PBoC), keine Abschwächung des Yuan unter die Marke von 7 Yuan pro Dollar zuzulassen. Daraufhin gab der Chef der PBoC, Yi Gang, zu verstehen, dass die Zentralbank den Yuan unter Umständen nicht weiter verteidigen wird. Ein Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump auf dem G20-Gipfel und dessen Ergebnisse werden demnach Tag für Tag wichtiger.
Vor dem am 28. und 29. Juni in Japan stattfindenden G20-Gipfel wird sich die Aufmerksamkeit vorerst auf die Fed-Sitzung am 19. Juni richten. Nach den sehr moderaten Äußerungen einiger ihrer Mitglieder und insbesondere ihres Vorsitzenden Jerome Powell wird auf Maßnahmen der Notenbank gelauert. Auch wenn eine Zinssenkung auf dieser Sitzung nicht auf der Tagesordnung steht, rechnen die Märkte damit, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) die Äußerungen von Powell bestätigen und einer Senkung der Leitzinsen auf der Juli-Sitzung den Weg ebnen wird. Hierzu wird es vermutlich zwar
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kommen, doch Anleger müssen weiter misstrauisch sein. Das Ausbleiben schlechter Nachrichten beim G20-Gipfel in Verbindung mit stabileren makroökonomischen Daten ist ein glaubhaftes Szenario für die nächsten Wochen, wäre aber kein wichtiger Katalysator für die Märkte. Allerdings könnte dieses Szenario die Fed von Zinsmaßnahmen im Sommer abbringen. Zweifelsohne würde ein Status quo von den Anlegern schlecht aufgenommen werden, deren Erwartungen hinsichtlich der Maßnahmen der Notenbank und ihrer Fähigkeit, in völligem Einklang mit dem Verlauf des Konjunkturzyklus zu handeln, überzogen waren.
Nach der Korrektur im Mai war in den ersten Juniwochen eine kräftige Erholung der Märkte zu beobachten. Angesichts von Ereignissen, die erhebliche Bewegungen auslösen und uns die Richtung für die nächsten Monate weisen könnten, ist vorerst Abwarten angesagt.

Quelle: GFD – Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH

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Die TopDas Grundgesetz wird 70

von Frauke Suhr, 28.05.2019 (Marktkommentar)

Heute vor siebzig Jahren, am 23. Mai 1949, wurde die deutsche Verfassung beschlossen und das Grundgesetz aus der Taufe gehoben. Seitdem hat sich in Deutschland einiges geändert. 

Männer und Frauen arbeiten heute fast zu gleichen Teilen – um 1950 blieb ein großer Teil der Frauen dagegen noch zuhause am Herd. Die Bevölkerung ist seit 1950 von 51 Millionen Menschen auf fast 83 Millionen Einwohner angewachsen. Gleichzeitig ist die Bevölkerung gealtert: Das Durchschnittsalter, das um 1950 noch bei 34,8 Jahren lag, beträgt heute rund zehn Jahre mehr, wie die Statista-Grafik zeigt. Der Anteil der unter 20-Jährigen ist von 30,5 Prozent auf 18,54 Prozent gesunken. 

Um durchschnittlich 2,5 Prozent ist die deutsche Wirtschaft seit 1950 gewachsen. Die durchschnittliche Inflationsrate in dieser Zeit betrug 3,4 Prozent. 

© https://de.statista.com/infografik/18120/daten-und-fakten-zur-bundesrepublik-deutschland/

Quelle: Frauke Suhr, https://de.statista.com/infografik/18120/daten-und-fakten-zur-bundesrepublik-deutschland/

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World Gold Council: Warum die Zentralbanken der wichtigste Treiber für die Gold-Nachfrage sind

msn finanenzen: ein Beitrag von Jakob Blume Die Notenbanken von Russland und China setzen besonders stark auf das Edelmetall. Die Länder schätzen Gold vor allem als Schutz vor geopolitischen Krisen.

Die Zentralbanken haben ihre Goldreserven in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 145 Tonnen aufgestockt. Das entspricht einem Anstieg von 68 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018, wie das World Gold Council am Donnerstag mitteilte. Damit erreichen die Notenbank-Käufe den höchsten Wert für ein erstes Quartal seit 2013.

Größter Käufer ist einmal mehr die russische Zentralbank: Sie stockte ihre Goldreserve in den ersten drei Monaten des Jahres um 55 Tonnen auf. Bereits 2018 hatte Russland die Rekord-Menge von 274 Tonnen Gold gekauft. Damit könnte Russland das fünfte Jahr in Folge mehr als 200 Tonnen Gold kaufen. „Russland führt das Rudel an“, kommentiert John Mulligan, Sprecher des World Gold Council.

Und ein Ende des russischen Kaufrauschs ist nicht abzusehen: Sergey Shetsov, stellvertretender Chef der russischen Zentralbank sagte kürzlich, es sei nötig „die Währungs- und Goldreserven weiter zu erhöhen“ angesichts der „weiterhin bestehenden Sanktionsrisiken.“

Die türkische Notenbank hat die Atempause in der Währungskrise des Landes genutzt und rund 40 Tonnen zugekauft. Auch die chinesische Notenbank ist im Dezember vergangenen Jahres nach 25-monatiger Pause erstmals wieder am Goldmarkt aktiv geworden und hat ihre Reserven seither ebenfalls um 40 Tonnen aufgestockt.

Abkopplung vom Dollar

Aus Sicht des WGC-Sprechers Mulligan verfolgen die Zentralbanken vor allem ein Ziel: Sie wollen ihre Reserven diversifizieren und die eigene Währung stärker vom Dollar abkoppeln: „Wir sehen eine konzertierte De-Dollarisierung der Hauptkäufergruppe um Russland, China, Kasachstan und der Türkei.“

Gleichzeitig seien Akteure an den Goldmarkt zurückgekehrt, die ihre Währungsreserven lange Zeit unangetastet gelassen hatten. So haben etwa Katar, Ecuador und Kolumbien nach Jahren erstmals wieder größere Mengen Gold gekauft. „Die Zentralbanken nutzen Gold für die Stabilisierung ihrer Währung und als Schutz vor geopolitischen Risiken“, sagt Mulligan.

Viele der größten Käuferländer sind zuletzt durch geopolitische Krisen gegangen: So hatten die USA im vergangenen Jahr Russland mit Sanktionen belegt und den Rubel zweitweise unter Druck gesetzt. Der Streit zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei um einen inhaftierten Pastor hatte die Währungskrise des Landes ebenfalls verschärft.

Zwischen den USA und China schwelt der Handelskonflikt weiter. Katar wiederum wird von den Nachbarländern Saudi Arabien, Ägypten und anderen Golfstaaten seit 2018 boykottiert. Das Emirat muss seine Lebensmittelversorgung seither per Flugzeug aus der Türkei und dem Iran sichern.

Die Nettokäufe der Notenbanken wären sogar noch höher ausgefallen, wenn nicht Venezuela einen großen Teil der Gold-Reserve aufgelöst hätte. Das krisengeplagte Land war mit der Citibank ein sogenanntes Swap-Geschäft eingegangen. Venezuela hatte sich Devisen geliehen und im Gegenzug 42 Tonnen Gold als Sicherheit hinterlegt. Doch dem WGC zufolge hat Venezuela die Devisen zum Ende der Laufzeit im März nicht zurückbezahlt. Daher taucht der Deal als Verkauf von venezolanischen Gold in der Statistik des Verbandes auf.

Deutsche Gold-ETFs boomen

WGC-Experte Mulligan rechnet damit, dass die Notenbankkäufe auch in den kommenden Jahren auf hohem Niveau bleiben werden: „Es gibt noch jede Menge Luft nach oben bei den Gold-Reserven.“ Insbesondere die Bestände der chinesischen Notenbank seien noch lange nicht auf dem Niveau von vor einigen Jahren.

Eine weitere Stütze der globalen Goldnachfrage waren Zuflüsse in physisch gedeckte Gold-Indexfonds. Je mehr Anlegergeld in diese ETFs fließt, desto mehr Gold müssen die Index-Anbieter kaufen. Im ersten Quartal waren es rund 40 Tonnen – das entspricht einem Zufluss von rund 1,9 Milliarden Dollar.

Aus Sicht von Mulligan ist vor allem der Mittelzufluss in den USA ein Zeichen dafür, dass sich Profi-Investoren taktisch für steigende Goldpreise positionieren. Auch die beiden größten deutschen Index-Fonds, Xetra-Gold und der xtrackers Physical Gold ETC verzeichneten massive Zuflüsse. Bei Xetra-Gold war es ein Plus von rund zwölf Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2018. Beim Konkurrenzprodukt der DWS betrug das Plus sogar mehr als 150 Prozent.

Dass der Goldpreis mit rund 1280 Dollar pro Feinunze derzeit schwächelt, liegt vor allem an dem hohen Goldangebot. Sowohl die Minenproduktion, als auch das Recycling sind im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres leicht gestiegen. Den Angebotsüberschuss auf dem Goldmarkt beziffert das WGC auf rund 90 Tonnen.

Quelle: www.msn.com/de-de/finanzen

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++++ FOR – family office report ++++

Das neue Magazin der Stiftung Finanzbildung erscheint quartalsweise im Verlag epk media und richtet sich an (semi-) institutionelle Investoren.

Der Think Tank „Stiftung Finanzbildung“ beobachtet und kommentiert seit Jahren die monetären Märkte. Ziel ist es, Widersprüche auszudecken und auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Dabei will die Stiftung sich nicht nur um die Finanzbildung des Wirtschaftsnachwuchses kümmern, sondern die Diskussion auch unter den Profis beleben.

Mit dem neuen Magazin „FOR – family office report“, das kostenfrei an etwa 200 Family Offices geschickt wird, entspricht die Stiftung Finanzbildung einem oft geäußerten Wunsch, auch unter den Profis Impulse zum monetären Diskurs zu setzen.

Viel Freude beim Lesen und bewahren sie sich ihren Widerspruchgeist.

Ihr
Edmund Pelikan

FOR – family office report April/Mai 2019

Bereits veröffentlichte Ausgaben:

FOR – family office report Februar/März 2019

FOR – family office report Dezember/Januar 2019

FOR – family office report Oktober/November 2018

FOR – family office report August/September 2018

FOR – family office report Juni/Juli 2018

FOR – family office report April/Mai 2018

FOR – family office report März 2018

FOR – family office report Dezember 2017-Ausgabe 

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Nullzinspolitik – und kein Ende in Sicht …

© pixabay

Notenbanken agieren in der Regel unaufgeregt und bereiten die Märkte schonend und langfristig auf Änderungen ihrer Geldpolitik vor. Für das erste Quartal 2019 ergibt sich jedoch eine dramatische Neuausrichtung: Die Europäische Zentralbank (EZB) schließt Zinserhöhungen für das laufende Jahr aus und verschiebt damit die Abkehr von der Nullzinspolitik. Auch die amerikanische Notenbank FED sagt zusätzliche Erhöhungen bis auf weiteres ab. Michael Hoppstädter, Geschäftsführer der Longial GmbH, informiert darüber, welche Auswirkungen diese Entwicklung für Unternehmen mit Pensionszusagen hat und was sie tun können.

Rahmenbedingungen für Pensionsverpflichtungen

Hat ein Unternehmen seinen Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt und steht es für diese unmittelbar ein (sogenannte Direktzusagen), muss es für die eingegangenen Verpflichtungen Rückstellungen bilden. Deren Höhe ist abhängig vom zugrunde liegenden Abzinsungsfaktor, mit dem die künftigen Verpflichtungen auf den Bilanzstichtag abgezinst werden. Der Zins bemisst sich nach den einschlägigen Rechnungslegungsstandards, die sich im Wesentlichen an der Rendite von Unternehmensanleihen orientieren, und wird damit indirekt von der Geldpolitik der Zentralbanken bestimmt. Die Faustformel ist dabei: Je niedriger der Zins, desto höher die Rückstellung. „Über die letzten Monate war, wenn auch auf niedrigem Niveau, zumindest eine langsame, aber kontinuierliche Erholung zu beobachten. Durch das Beibehalten der Nullzinspolitik kippt diese Entwicklung und die Renditen befinden sich im freien Fall“, so Michael Hoppstädter.

Konkrete Auswirkungen für IFRS- und HGB-Bilanzierer

Unmittelbar sind Unternehmen betroffen, die nach internationalen Standards wie dem IFRS bilanzieren. Anleiherenditen schlagen sich direkt im Zins nieder. Seit Beginn des Jahres hat sich für typische Bestände von mittlerer Kapitalbindungsdauer das Zinsniveau von ca. 2 auf 1,50 Prozent reduziert. „Das hat für viele Unternehmen den Anstieg der Pensionsverpflichtungen von 10 bis 15 Prozent innerhalb des ersten Quartals 2019 zur Folge“, erläutert der Longial Geschäftsführer. „Es ist nicht auszuschließen, dass es im Laufe des Jahres zu einem weiteren Anstieg kommt.“ Aber auch Unternehmen, die nach Handelsgesetzbuch (HGB) bilanzieren, bekommen die Auswirkungen zu spüren: Der Zins für die Pensionsrückstellungen wird hier als Zehnjahresdurchschnitt der Anleiherenditen ermittelt. Das seit Jahren niedrige Renditeniveau führt zu einem Nachlaufeffekt, der sogenannten Zinsschmelze. Das bedeutet: Der Rechnungszins fällt kontinuierlich und sorgt für Zusatzbelastungen – Zinsänderungseffekte – in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Für gewöhnlich werden kurzfristige Marktschwankungen durch den langfristigen Zinsdurchschnitt ausgeglichen. Dadurch bleibt die Entwicklung gut planbar. „Dies ist durch die aktuellen Entscheidungen der EZB aber nun anders: Die Verwerfungen sind so deutlich, dass sie trotz allem unmittelbar spürbar sind. So hat sich die Erwartung für den HGB-Zins zum Ende 2019 in den ersten drei Monaten von 2,80 auf 2,75 Prozent eingetrübt, was einen Anstieg nur des Zinsänderungseffekts für 2019 von etwa 12 Prozent nach sich zieht. Konkret bedeutet das bei Pensionsverpflichtungen von 1 Mio. Euro einen Anstieg des erwarteten Zinsänderungseffekts von rund 65.000 Euro auf 73.000 Euro“, so der Longial Experte. Für die folgenden Jahre ist die Entwicklung noch dramatischer: In den kommenden drei Jahren ist für die bislang geplanten Zinsänderungseffekte ein zusätzlicher Anstieg von rund 20 Prozent zu erwarten. Für den längerfristigen Zeitraum, ab 2022, war bisher von einer Entspannung auszugehen. Diese Prognose ist nun hinfällig, denn die bislang geplanten Zinsänderungseffekte werden sich mehr als verdoppeln – mit den entsprechenden Auswirkungen auf die GuV.

Was tun?

„Wer bisher gehofft hatte, das Thema Zinsschmelze aussitzen zu können, wird nun endgültig eines Besseren belehrt. Unternehmen, die auf diese Entwicklung nicht reagieren, werden voraussichtlich noch über Jahre mit erheblichen Zusatzaufwänden in ihren Bilanzen belastet“, weiß Hoppstädter. Auch der Effekt aus der HGB-Reform im Jahr 2016 ist weitgehend verpufft. In der vagen Hoffnung, die Zinsen würden wieder steigen, hat die Regierung den Zins für die Pensionsrückstellungen von einem Sieben- auf einen Zehnjahresdurchschnitt angehoben. Folge: Die Unternehmen müssen die in 2016 und 2017 eingesparten Aufwände nun über die kommenden Jahre sukzessive nachholen. Optionen zur Vermeidung der Zinsschmelze sind jedoch durchaus vorhanden. „Lagern Unternehmen ihre Direktzusagen zum Beispiel auf einen Pensionsfonds aus, ist die Versorgungszusage aus dem Einflussbereich des Unternehmens herausgelöst und Zinseffekte können vollständig vermieden werden“, so der Longial Geschäftsführer. Vermeiden lassen sich die Aufwände auch durch eine kongruente Rückdeckung der Direktzusagen. „Versicherung und Direktzusage bilden dann eine Werteinheit und die Rückstellungen werden von den Zinsentwicklungen an den Kapitalmärkten abgekoppelt. Voraussetzung für die kongruente Rückdeckung ist aber häufig eine Neuordnung der Altersversorgung.“

Quelle: Longial GmbHL

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Die Top 10 der Kryptowährungen

von Mathias Brandt, 16.04.2019 (Marktkommentar)

Rund 90 Milliarden US-Dollar sind alle Bitcoins laut coinmarketcap.com zusammengenommen wert. Allerdings ist der Bitcoin damit weit entfernt von seiner einstigen Größe. Ende 2017 erreichte die Kryptowährung eine Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden US-Dollar. Die Nummer 1 im Ranking der Digitalcoins ist der Bitcoin gleichwohl immer noch. Erst mit weitem Abstand folgen Ethereum (17,3 MIlliarden US-Dollar) und XRP (13,5 Milliarden US-Dollar) – auch unter dem Namen Rippel bekannt. 

© https://de.statista.com/infografik/1939/marktkapitalisierung-von-kryptowaehrungen/

Quelle: Mathias Brandt, Statista, https://de.statista.com/infografik/1939/marktkapitalisierung-von-kryptowaehrungen/

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N26 auf einen Blick

von Mathias Brandt, 10.04.2019 (Marktkommentar)

Derzeit haben neun Unternehmen aus Deutschland Einhorn-Status. Eines davon ist das Finanz-Startup N26, das aktuell mit umgerechnet 2,4 Millionen Euro bewertet wird. In den kommenden Jahren will die Online-Bank eigenen Angaben zufolge weltweit über 100 Millionen Kunden erreichen. Aktuell sind es mehr als 2,5 Millionen Kunden in 24 Ländern, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Aber erstmal muss sich das Unternehmen mit der deutschen Finanzaufsicht auseinandersetzen. Grund sind laut Gründerszene sich häufende Beschwerden von Kunden und anderen Banken.

© https://de.statista.com/infografik/17652/ausgewaehlte-kennzahlen-der-mobile-bank-n26/

Quelle: Mathias Brandt, Statista, https://de.statista.com/infografik/17652/ausgewaehlte-kennzahlen-der-mobile-bank-n26/

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„Goldener Engel der Scheinheiligkeit“ 2019: Oxfam Deutschland 

5. April 2019/von Prometheus

Den Negativ-Preis „Goldener Engel der Scheinheiligkeit“ erhält in diesem Jahr die Organisation Oxfam Deutschland. Die Organisation erhält den zum zweiten Mal verliehenen Preis für ihre irreführende, auf Negativität und Neid basierende Kommunikation. Frank Schäffler dazu: „Man darf sich nicht auf die Logik Oxfams einlassen. Sie malen alles dunkel und schlecht.“

Prometheus legt wert darauf, dass sie die im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und insbesondere der Nothilfe stattfindende Arbeit Oxfams ausdrücklich von dem Preis ausnehmen.

Aus der Begründung:

Sie setzen auf Neid anstatt auf Motivation. Anstatt den Blick darauf zu richten, wie arme Menschen nachhaltig aus ihrer Situation herauskommen können, konzentrieren Sie sich in Ihrer Kommunikation auf Vorschläge, wie man „den Reichen“ etwas wegnehmen könnte.

„Diese Kommunikation ist in Zeiten von Fake News und wachsendem Populismus besonders gefährlich“, sagt Schäffler.

Ihre populistische Rhetorik gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Durch Ihre zugespitzten und zum Teil unsinnigen Vergleiche und plakativen Formulierungen tragen sie dazu bei, dass innergesellschaftliche Debatten an Schärfe gewinnen und unterschiedliche Gruppen gegeneinander in Stellung gebracht werden. Diese Klassenkampfrhetorik löst bestehende Probleme nicht, produziert aber neue.

Ihre Kommunikation ist unglaubwürdig. Wenn man Ihre eigenen Maßstäbe auf Ihre Organisation in Deutschland anwendet, wird klar, dass Sie selber auch nicht an diese Maximen glauben. Folgt man dieser Logik im Blick auf die Gehälter von Oxfam Deutschland, wird die Absurdität der Vergleiche deutlich:

Die Geschäftsführerin verdient an einem Tag das, was jemand in Burundi in einem Jahr verdient. Oder: Um so viel zu verdienen wie ein Bereichsleiter im Monat bekommt, müssen Menschen, die in Bangladesch zum Mindestlohn arbeiten, fünf bis sechs Jahre lang schuften. Oder: Was eine Fachliche Koordinatorin in einer Woche verdient, entspricht dem Gesamtvermögen von vier Äthiopierinnen oder 22 Malawiern. Oder: Die vier leitenden Angestellten verdienen im Jahr so viel wie 173 Haitianer. Oder: Das jährliche Personalbudget für 92 Hauptamtliche, 13 Studenten und 1 geringfügig Beschäftigten (4.462.278,60 €) ist so viel wie 11.668 ugandische Kaffeebauern-Familien in einem Jahr an Einkommen generieren.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: https://prometheusinstitut.de/goldener-engel-der-scheinheiligkeit-2019-oxfam-deutschland/

Quelle: prometheusinstitut.de

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Welcome Back?

von Hedda Nier, 05.04.2019 (Marktkommentar)

Heute in einer Woche wird Großbritannien die EU nach jetzigem Stand ohne vereinbarte Regelung verlassen. Alle bisherigen Verhandlungen von Premierministerin Theresa May mit der EU wurden vom britischen Unterhaus abgelehnt, sodass nun der so genannte harte Brexit droht – wenn die Briten nicht doch noch einen mehrheitsfähigen Vorschlag vorlegen. Grundsätzlich wäre aus EU-Sicht auch ein Verzicht auf den Brexit möglich, diese Variante ist aber sehr unwahrscheinlich, weil die britische Regierung gegen den Willen des Volkes handeln würde.

Die Mehrheit hierzulande spricht sich allerdings für diese Variante aus. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research lehnen 64 Prozent der Befragten den EU-Austritt Großbritanniens ab. 85 Prozent wären nach einem Austritt aber auch bereit, die Briten wieder in die EU aufzunehmen, die meisten davon plädieren dann allerdings für dieselben Regelungen wie für Neumitglieder, wie die Grafik von Statista zeigt.

© https://de.statista.com/infografik/17614/umfrage-wiedereintritt-grossbritannien/

Sollte der Austritt bereits kommenden Freitag erfolgen, hätte das auch finanzielle Folgen für Deutschland. Neben den wirtschaftlichen Folgen im Handel müsste Deutschland mit für den finanziellen Verlust der EU aufkommen, der durch den ungeregelten Austritt entstünde – laut EU-Haushaltskommissar Oettinger eine knappe halbe Milliarde Euro in diesem Jahr – Tendenz in den kommenden Jahren steigend.

Quelle: Hedda Nier, Statista,https://de.statista.com/infografik/17614/umfrage-wiedereintritt-grossbritannien/

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Newsletter – Forum Nachhaltige Geldanlage

Pressemitteilung des Forums Nachhaltige Geldanlagen vom 22

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