Düsseldorf, 03. August 2021 –Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland e. V. (BÖB) hat sein Kuratorium erweitert. Burkhard Balz, Reiner Holznagel und Günther Seeber setzen ihre langjährige Erfahrung für die Stärkung der ökonomischen Bildung in Deutschland ein. Dem nun sechsköpfigen Kuratorium gehören zudem Sigmar Gabriel, Markus Gürne und Ute Weiland an.

Mit mehr als 70 überwiegend institutionellen Mitgliedern aus Lehrkräften, Verbänden, Stiftungen, Wissenschaft und Wirtschaft setzt sich das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland dafür ein, dass ökonomische Bildung an allen weiterführenden Schulen in Deutschland verankert und durch qualifizierte Lehrkräfte unterrichtet wird. Das Kuratorium berät den Vorstand und gibt der ökonomischen Bildung in Deutschland ehrenamtlich eine Stimme.

Burkhard Balz ist seit 2018 Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Von 2009 bis 2018 war er Mitglied des Europäischen Parlaments und gehörte dort dem Wirtschafts- und Währungsausschuss an.
„Ökonomische Bildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist wichtig, dass dieses Wissen vermittelt wird. Deutschland ist zwar in Sachen Bildung föderal organisiert – dennoch sollten wir ebenso über die Vorteile einer nationalen Strategie nachdenken.“

Reiner Holznagel steht dem Bund der Steuerzahler seit 2012 als Präsident vor.

„Wir brauchen eine Offensive für ökonomische Bildung – das fängt in den Schulen an und geht bis in die Universitäten. Die Menschen benötigen ein grundlegendes wirtschaftliches Verständnis, um ihren Alltag mündiger gestalten zu können. Nur wer zum Beispiel weiß, wie unser Steuersystem funktioniert, kann für sich selbst sinnvolle Entscheidungen treffen und die Steuerpolitik kritisch hinterfragen.“

Günther Seeber, Diplom-Handelslehrer und früherer Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung, ist Professor für Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik an der Universität Koblenz-Landau.

„Ökonomische Inhalte müssen fest im Curriculum verankert und von entsprechend ausgebildeten Lehrkräften unterrichtet werden. Wir können nicht länger verantworten, dass Lehrkräfte ökonomische Bildung vermitteln, ohne über eine angemessene wirtschaftswissenschaftliche und -didaktische Vorbildung zu verfügen. Idealerweise sollten sie ein grundständiges Studium absolvieren.“

Wertvolle Expertise für die Stärkung der ökonomischen Bildung

„Im Kuratorium des Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland treffen politisches Know-how, volkswirtschaftliche Verantwortung und wirtschaftspädagogische Expertise aufeinander. Sie sind äußerst wertvoll, um den gesellschaftlichen und politischen Gestaltungswillen zu stärken und den Weg für eine substanzielle Verankerung der ökonomischen Bildung in den Schulen Deutschlands zu ebnen“, so Verena von Hugo, Co-Vorsitzende des Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland.

„Burkhard Balz, Reiner Holznagel und Günther Seeber bringen mit ihren Erfahrungen und Netzwerken wichtige Fach- und Sachkompetenzen aus relevanten Bereichen unserer Gesellschaft in das Kuratorium ein. Die europäische, bundesweite und föderale Perspektive ist für die ökonomische Bildung ebenso wichtig wie das Verständnis des Steuer- und Abgabensystems und das Wissen, wie Schule funktioniert“, freut sich der Co-Vorsitzende Sven Schumann, dass diese drei Persönlichkeiten gewonnen werden konnten.

Quelle: Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland