©www.shutterstock.com

Nach einer Forsa-Studie ist bei den Deutschen Sparen trotz niedrigen Zinsen hoch im Kurs. 78 Prozent der Befragten gaben an, ihr Sparverhalten nicht ausschließlich von der Höhe der Zinsen, die sie für ihr Sparguthaben bekommen, abhängig zu machen. Ein finanzielles Polster zu haben gibt den Menschen ein gutes Gefühl und Sicherheit.

80 Prozent der Befragten legten monatlich einen festen Betrag auf die hohe Kante, unabhängig vom Alter. 79 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sparen, unter den ab 60-Jährigen ist der Anteil genauso hoch. Bis zu 50 Euro pro Monat legen rund 14 Prozent der rund 1.200 Befragten zurück, fast 30 Prozent sogar mehr als 200 Euro. Dabei gaben zwei Drittel der Befragten an, es beruhigend zu empfinden, ein Geldpolster zu haben. 37 Prozent sparen, um nicht unnötig Geld auszugeben. Dieses Argument gaben vor allen die unter 30-Jährigen an. Andere Spargründe wurden auch genannt, z.B. sparen 32 Prozent für andere Personen wie Kinder oder Enkel, 31 Prozent sparen aus Spaß und 25 Prozent sparen, weil sie für andere ein Vorbild sein möchten.

Nach wie vor stellen Bargeld und Einlagen bei Banken mit rund 2,2 Billionen Euro den größten Posten des Geldvermögens der privaten Haushalte dar. Dies zeigen die von der Bundesbank jüngst veröffentlichen Zahlen, wie die Bundesbürger ihr Geld anlegen (Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im dritten Quartal 2016). Zum Vergleich: Aktien machen nur gut 10 Prozent (rund 563 Millionen Euro) der insgesamt 5,5 Billionen Euro an Vermögen aus. Als möglicher Grund wäre denkbar, dass sich fast die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) Gedanken um ihr Geld macht – Frauen noch mehr als Männer (48 zu 42 Prozent).

Außerdem ermittelte Forsa per Umfrage, dass Sparen attraktiv macht. Jede dritte Frau und jeder dritte Mann finden Personen anziehend, die regelmäßig Geld auf die Seite legen.

Im Durchschnitt liegt die Sparquote der Deutschen bei 9,4 Prozent im Jahr 2017 nach Schätzung der Deutschen Bundesbank.

Quelle: RaboDirect Deutschland