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Die Rote Flora in Hamburgs Schanzenviertel steht seit den gewaltsamen Ausschreitungen zum G20-Gipfel in der Kritik. Forderungen aus der Politik nach einem Ende des Autonomen Zentrums werden seitdem lauter. Und auch die Steuerfahndung nimmt die Rotfloristen seit den Krawallen scheinbar genauer unter die Lupe. Denn seit der Besetzung im November 1989, also seit 28 Jahren, haben die Autonomen keinen Cent Steuern gezahlt.

„Derzeit verdichten sich die Informationen, dass es in den kommenden Wochen zu einer Durchsuchung der Roten Flora kommen könnte. Wir rufen zum Tag X um 20h zu einer Vollversammlung in der Flora auf. Haltet die Augen und Ohren offen. Solidarität gegen ihre Repression“, heißt es derzeit auf der Homepage der Roten Flora.

Die WELT berichtet, dass die Autonomen damit rechnen, dass ihnen die Steuerfahndung in den nächsten Wochen einen Besuch abstatten wird. Die Rotfloristen sollen deshalb derzeit damit beschäftigt sein, Papiere und Belege, die Auskünfte über ihre Finanzen geben könnten, verschwinden zu lassen. Einnahmen aus Partys, Konzerten und Getränkeverkäufen gibt es am Schulterblatt aber durchaus.

Der Bund der Steuerzahler in Hamburg kritisiert bereits seit 2015 eine Steuerverschwendung in der Roten Flora: „Es ist höchste Zeit, den Rotfloristen mal genauer auf die Finger zu schauen. Die Politik hat die Rote Flora jahrelang agieren lassen. Das ist eines Rechtsstaats nicht würdig. Mit dieser Gleichgültigkeit muss endlich Schluss sein“, so Lorenz Palte, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler Hamburg, zu FOCUS Online.