Defizite der jungen Generation, bezüglich Wirtschafts- und Finanzbildung, sind durchaus sehr hoch. Was ist eigentlich eine Börse?  Wie war das gleich nochmal mit Griechenland und dem Euro? Finanzkrise – noch nie gehört, was bedeutet das?

Diese Fragen sind normal unter Jugendlichen, selbst bei jungen Erwachsenen, die erst seit Kurzem ihr Abitur in der Tasche haben. Deutlich wird dadurch, dass nicht nur die Eltern kaum über wirtschaftliche Themen mit ihren Kindern sprechen, sondern auch, dass die Schulen zu wenig über wirtschaftliche Sachverhalte mit den Schülern sprechen.

Henning Gießen, stellvertretender Pressesprecher des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, behauptet, dass das Fach „Wirtschaft“ ein Pflichtfach sei und alle Schüler so bestens auf ein Studium und den folgenden Beruf vorbereitet wären.

Dem kann nur widersprochen werden, denn ich als Schülerin der Fachoberschule in Landshut kann durchaus behauptet, dass Themen, welche für das spätere Leben wichtig sind, um gesamtwirtschaftliche Sachverhalte zu verstehen, sehr vernachlässigt werden.

Fragen im Unterricht werden immer nur kurz beantwortet, oder es wird gar vom Thema abgelenkt. Natürlich fragt man sich daraufhin, ob es vielleicht am fehlendem, aber dennoch notwendigem Wissen der Lehrer liegt, oder ob einfach nicht ausreichend Zeit da ist, um über Wirtschaft und Finanzen zu diskutieren.

Es wäre sehr wichtig, ein Pflichtfach einzuführen, welches sich nur auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge und deren Auswirkungen bezieht. Dadurch würde mit Sicherheit auch erreicht werden, dass Schüler die Nachrichten freiwillig anschauen, da es ihnen so auch definitiv leichter fallen würde, sie zu verstehen.

Ich frage mich, wie sollen die Schüler später mal gute und rentable Entscheidung treffen, bezogen auf die Wirtschaftswelt, wenn ihnen das nötige Wissen dafür fehlt? Da muss etwas geändert werden, ansonsten wird sich diese Bildungslücke immer weiter vergrößern.

Autorin: Nimue Neubauer