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von Florian Müller, BÖRSENEINMALEINS

Wo steht der DAX im Jahre 2027 unter der Annahme, dass die Parameter Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und das Shiller KGV als Annahme für die weitere Entwicklung genommen werden! (Was die jeweiligen Kennzahlen bedeuten, können Sie in meinem Artikel nachlesen „Wo steht der DAX in 15 Jahren“). Unter diesem Szenario bei einer Bewertung vom KBV von 1,6 und einem Shiller KGV von 16 kommt eine Studie auf einen DAX Stand von ungefähr 22.000 Punkten.

Ein realer Wertzuwachs von ungefähr 7% bei einer unterstellten Inflation von 1% sprechen für diese Annahme der jeweiligen Kennzahlen. Die Grafik zeigt aber auch eindeutig, in welcher Range, positiv wie negativ, sich alles-entwickeln kann. Von 32.000 Punkten im besten Fall, bis hin zu 7000 Punkten im historical worst case Szenario ist alles dabei. Die Studie ist von einem guten Freund, der mittlerweile bei einer unabhängigen Vermögensverwaltung arbeitet. Er ist dort Chefstratege und tief in der Materie des „Value Investings“ verankert.

Letztlich kann alles passieren

Der Korridor zwischen 32.000 Punkten und 7.000 Punkten ist gigantisch groß. Viele Privatanleger würden mit dieser großen Schwankungsbreite nicht klar kommen, sollte der Dax auf 20.000 oder 30.000 Punkte steigen und dann auf unter 10.000 Punkte fallen. Wir waren es gewohnt, zumindest in den letzten sieben Jahren, nur steigende Kurse zu sehen. Bei solchen Szenarien immer oberste Vorsicht geboten, in dem Sinne, dass man sich mental auf solche Schwankungen vorbereiten muss. Deswegen ist es gut, so etwas mal grafisch zu veranschaulichen und die natürlichen Szenarien und Wahrscheinlichkeiten aufzuzeigen. Verkraftet man es, wenn das Depot mal 4,5, 6 oder sogar 7-stellig ins Minus rutscht? Die prozentuale Uhr auf -20%, 30% oder sogar noch weiter drunter fällt? Kann ich dann noch ruhig schlafen, oder ist mein Gemüt in solchen Situationen so angespannt, das ich keine klaren Gedanken mehr fassen kann?

Diese Fragen müssen Sie sich heute schon stellen, um für diese Gefahren gut gewappnet zu sein. Es bringt rein nichts, wenn man urplötzlich in diese Situation gerät, ohne sich einen Plan gemacht zu haben. Viele Privatanleger neigen aufgrund fehlenden Risikomanagements, mangelnder Anlagekenntnis und zu kurzer Erfahrung im Aktienmarkt dazu, in solchen gefährlichen Szenarien alles zu verkaufen. Diese Szenarien sind in der Realität schon einige Male vorgekommen, beispielsweise in der Zeit des Neuen Markts oder im Hype um die T-Aktie. Unerfahrene Akteure verloren teilweise ihr Hab und Gut oder verspielten die ohnehin mickrige Rente. Danach wandten sich viele von der Börse ab und dämonisierten sie, obwohl sie selbst Schuld gewesen waren!

Fazit

Das Szenario zeigt eindeutig, in welcher großen Spanne sich der Dax in den nächsten 10 Jahren entwickeln könnte. Mit einer global diversifizierten Strategie sind die professionellen Akteure am Parkett jedoch nicht so auf den DAX fokussiert. Dieser nimmt in ihrem Portfolio nur einen geringen prozentualen Wert ein. Langfristig geht es immer nach oben! Wohin die Reise beim DAX in den nächsten 10 Jahren gehen kann ist hier grafisch schön dargestellt.

Der Beitrag Wo steht der DAX in 10 Jahren? erschien zuerst auf BÖRSENEINMALEINS.