Landshut, 14.07.2016,

„Versicherungsbetrug in der KfZ-Versicherung: Nicht jeder Unfall ist Zufall.“ 

„Versicherungsbetrug für neue TV – Geräte zur EM!“ 

 

Handschellen und GeldDas Wort scheint Programm. Versicherungsbetrug. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Und wieso wird er so häufig und meist bedenkenlos begangen?

Mit dieser Frage hat sich auch Johannes Ohlmann vom E.T.A. Hoffmann-Gymnasium in Bamberg auseinandergesetzt. In seiner Seminararbeit beschäftigt er sich vorrangig mit den Ursachen des Versicherungsbetrugs und dessen Akzeptanz durch die Gesellschaft. Doch neben etlichen Theorien um Motive und Auswirkungen entwickelt er schließlich auch Vorschläge zur Betrugsvorbeugung an Versicherungen und Politik.

26 Seiten ist sie lang – die Seminararbeit von Johannes Ohlmann aus Bamberg. Unter dem Titel „Versicherungsbetrug – ein Kavaliersdelikt?“ definiert und interpretiert J. Ohlmann eine der häufigsten Wirtschaftsstraftaten in Deutschland. Doch wie kommt es dazu? Der ehemalige Schüler des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums macht hierfür das Fehlverhalten der

Versicherungen und falsche moralische Werte und Einstellungen der Gesellschaft verantwortlich, die die Hemmschwelle für die Begehung einer solchen Tat herabsetzen. Doch nicht nur die Ursachen des Versicherungsbetrugs beschäftigen J. Ohlmann. Fehlerhafte Vorstellungen von Schaden und Geschädigten in Bezug auf das Ausmaß des Betrugs, Wertewandel und die Anonymisierung der Gesellschaft sind für ihn die Grundlage des Kavalierdelikts. Doch sich lediglich mit den harten Fakten rund um das Thema Versicherungsbetrug auseinander zusetzen genügt dem Schüler aus Bamberg nicht und so bietet er an letzter Stelle auch Vorschläge zur Betrugsvorbeugung wie z.B. eine Lockerung der Datenschutzbestimmung zur einfacheren Kooperation zwischen Versicherungen und Polizei, sowie die Erhöhung des Strafmaßes für den Versicherungsbetrug.

Für seine herausragende Arbeit im Bereich Wirtschaft und Finanzen wurde der Schüler aus Bamberg mit dem 2. Platz des Wettbewerbs „Jugend wirtschaftet!“ zum Klaus-Hildebrand-Preis geehrt.                  

„Besonders zu würdigen ist bei Johannes Ohlmann, dass er ein heikles Thema wie den Versicherungsbetrug aufgegriffen, interessant herausgearbeitet und insgesamt gut aufbereitet hat. Im Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ der Stiftung Finanzbildung ist genau diese kritische Auseinandersetzung abseits von Mainstream-Themen und mit hohem Praxisbezug preiswürdig, “ so die Jury.