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Landshut, 14.07.2016 – Die meisten Menschen, vor allem Jugendliche, folgen Trends! Ob diese ihnen auch persönlich gefallen oder nicht ,sei dahingestellt – sie gehen mit der Masse.

In der 21 Seiten umfassenden Seminararbeit von Andreas Erhart geht es, vereinfacht ausgedrückt, indirekt auch um ein von der Masse gesteuertes Verhalten zwischen verschiedenen wirtschaftlichen Akteuren. Zu diesen zählen Unternehmen, Verbraucher und öffentliche Institutionen, die durch Handlungen einen positiven oder negativen Einfluss auf den Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklungen nehmen. Dieses Phänomen, das Akteure dazu veranlasst, andere Akteure in ihrem Verhalten nachzuahmen, wird im wirtschaftlichen Kontext als Herdenverhalten bezeichnet. Welche Gründe es dafür gibt und welches spezifisches Verständnis man für diese Thematik haben muss, wird in der Facharbeit „Herdenverhalten: ein ökonomisches Problem – Ursachen und Lösungsansätze“ des ehemaligen Schülers der Fachoberschule Holzkirchen gut und verständlich dargestellt. Andreas Erhart schafft es, in seiner Seminararbeit durch eine gezielte Herangehensweise den Leser über Ursachen sowie Problematiken des Herdenverhaltens aufzuklären. Außerdem informiert er über Lösungsansätze und übt Kritik am Herdenverhalten.Es werden hierbei unter anderem präzise Antworten darauf gegeben, wie Herdenverhalten dazu beiträgt, dass es zu Krisen auf den Finanzmärkten kommen kann. Anhand dieses Beispiels kann man auch erkennen, dass die Psychologie des Menschen deutlichen Einfluss und somit auch Auswirkungen auf das Marktgeschehen hat, wie es bei der Immobilienkrise 2007 der Fall war. Das drückt folgendes Zitat aus der Seminararbeit am besten aus:„The real impact of herding is contested. Nevertheless, the dynamic of masses should never be underestimated. “ ( übersetzt: “ Das tatsächliche Ausmaß des Herdenverhaltens ist heftig umstritten. Dennoch sollte die Dynamik der Massen nie unterschätzt werden.”)

Für seine herausragende Leistung im Bereich Wirtschaft und Finanzen wurde der Schüler aus Holzkirchen mit dem 2. Platz des Wettbewerbs „Jugend wirtschaftet!“ zum Klaus-Hildebrand-Preis geehrt.

Die Jury: „Im wirtschaftlichen Umfeld gewinnt der Bereich Verhaltensökonomie und Wirtschaftspsychologie zunehmend an Bedeutung.“

Die Jury würdigt die Arbeit von Andreas Erhart für das Aufgreifen dieses sehr interessanten und wichtigen Themas mit Zukunftspotenzial und die sehr gute Bearbeitung des eher schwierigen Fachgebiets. Eine Abschlussarbeit über „Das ökonomische Herdenverhalten“ ist eine besondere Herausforderung, da die wissenschaftliche Lehrmeinung sich regelmäßig weiterentwickelt und sogar ändert.“

 

Autorin: Alina Wagner