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Das kommt sehr auf die Gestaltung des Investmentfonds an. Denn das was für breit gestreute Portfolios gilt, wirkt sich auch bei Fondsportfolios aus: Je breiter diversifiziert ist, um so weniger anfällig waren die Fonds gegenüber dem unerwarteten Wählervotum in Großbritannien. Den fallenden Aktien insbesondere von exportorientierten Werten standen Gewinne bei Anleihen und Gold gegenüber. Konkret heißt dies für einige Topseller im Markt auf der Basis von Analysen von Morningstar:

Der über 9 Milliarden Euro schwere Flossbach von Storch Multiple Opportunities ging am Brexit-Freitag (23.06. bis 24.06.2016) mit einem kleinen Plus von 0,25 Prozent aus dem Markt und verlor aber über das Wochenende inklusiv Montag (23.06. bis 27.06.2016) etwa ein halbes Prozent. Damit ist er um etwa ein ¾ Prozent besser als die Kategorie-Performance bei Morningstar.

Der über 14 Milliarden Euro schwere Nordea-1 Stable Return erwies seinem Name Ehre. Am Brexit-Freitag schloss er quasi unverändert und gewann sogar über das Wochenende inklusiv Montag etwa 0,2 Prozent. Damit liegt er ein Prozent besser als die Kategorie -Performance bei Morningstar.

Ein wahrer Brexit-Outperformer war der JPM Global Macro Opportunities. Am Brexit-Freitag schloss er im Plus mit fast einem halben Prozent und gewann sogar über das Wochenende inklusiv Montag sage und schreibe 1,77 Prozent. Er ließ damit die Kategorie-Performance im Vergleich um fast drei Prozent hinter sich.

Eher zu den Verlierer zählen die bekannten Fonds Deutsche Concept Kaldenmorgen und der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Am Brexit-Freitag schlossen diese Werte bereits deutlich im Minus bei – 0,8 Prozent bzw. -1,92 Prozent. Auch über das Wochenende inklusiv Montag bauten die Verlierer die Verluste aus und schlossen mit -1,72 Prozent bzw. – 3,85 Prozent. Insbesondere der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen mutete seinen Anlegern im Vergleich zu dem Durchschnittswert seiner Kategorie Mischfonds Euro flexibel bei Morningstar damit über ein Prozent mehr Verlust zu.