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Landshut, 15.10.2015 – Was sind Staatsfonds?
Unter Staatsfonds versteht man Fonds, deren Kapital sich im Besitz eines Staates befindet, oder auch staatlich kontrollierte Fondsgesellschaften. Das Fondsvermögen stammt daher hauptsächlich aus der überschüssigen Liquidität eines Staates. Der Fonds ist meistens der Zentralbank zugeordnet, kann aber auch dem Finanzministerium unterliegen. Der erste Staatsfonds der Welt wurde 1953 in Kuwait gegründet, das sich absicherte, wenn die Ölressourcen einmal verbraucht sind.

Wozu gründet man Staatsfonds?
Das Vermögen eines Staatsfonds geht aus überschüssigen Einnahmen eines Staates hervor. Dieser hat dann zwei Möglichkeiten, das Geld direkt in Projekte fließen zu lassen oder einen Staatsfonds zu gründen und das Geld damit gewinnbringend zu verwalten.

Welche Arten von Staatsfonds gibt es?
Nicht jeder Staat gründet einen Staatsfonds mit den gleichen Absichten und Zielen. Im Grunde gibt es vier Hauptziele, die Staatsfonds verfolgen.

Erstens wäre das ein so genanter Stabilisierungsfonds. Er soll dazu dienen, das Budget eines Staates über längere Sicht ausgeglichen zu halten.

Das Zweite wären Spar- und Generationenfonds. Diese haben die Absicht, eine Grundlage an Vermögen für nachkommende Generationen zu sichern.

Entwicklungsfonds wären eine Art, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln, indem man in die Infrastruktur investiert oder gezielt Unternehmen fördert.

Der letzte Grund für eine Gründung von Staatsfonds wäre, dass Staaten ihre Rendite verbessern wollen. Dabei spricht man von sonstigen Staatsfonds.

Wie finanziert sich ein Staatsfonds?
Die Einrichtung von Staatsfonds erfolgt nahezu ausschließlich in guten Haushaltszeiten, da die Fonds aus Liquiditätsüberschüssen finanziert werden. Meistens entstehen diese Überschüsse aus dem Verkauf von Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas usw., aus allgemeinen Exportüberschüssen (wie z.B. China) oder auch aus Reserven der Zentralbank.

Tobias Fleischmann, Schülerredakteur