© shutterstock

Frankfurt am Main, 2. Oktober 2015. Seit Bekanntwerden der Manipulationen von Abgaswerten durch den Volkswagen Konzern ist in der Öffentlichkeit eine Diskussion um die Zukunft des Unternehmens und die weiteren Auswirkungen entbrannt. Die Ergebnisse der aktuellen DVFA Freitagsfrage zeigen, dass die Mehrheit der Investment Professionals in Deutschland (61,2 Prozent) ihre DAX Gewinn- und Kursprognosen nur leicht anpasst. Eine deutliche Anpassung sehen 24 Prozent als nötig an, gar keine Änderungen nehmen 14,8 Prozent vor.

Den Einfluss der Entwicklungen rund um Volkswagen auf den deutschen Automobilsektor, im Sinne eines niedrigeren Images oder schwächerer Absatzentwicklung, halten die Experten ebenfalls für moderat. Insgesamt 83 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass keine oder nur kurzfristige Auswirkungen drohen. Nur 17,5 Prozent befürchten eine grundlegende und dauerhafte Schädigung des Sektors. Auch die Folgen für die deutsche Wirtschaft sollten überschaubar bleiben – mehr als zwei Drittel (69,9 Prozent) erwarten keine oder nur geringe negative Auswirkungen. Knapp ein Drittel (30,1 Prozent) rechnet mit spürbaren Auswirkungen, deutliche Verwerfungen halten die Befragten für unwahrscheinlich.

„Die Verstöße bei VW sind nur ein Beispiel dafür, dass Regulation allein kein Allheilmittel ist – es bedarf einer Kultur der Integrität in Unternehmen“, erläutert Ralf Frank,  Generalsekretär der DVFA e.V. Die DVFA hat jüngst ein Positionspapier zum Thema „Ethik und Integrität im Finanzmarkt“ veröffentlicht, dass das DVFA Ethikpanel unter der Leitung von Professor Dr. Julian Nida-Rümelin erarbeitet hat. „Als Berufsverband der Investment Professionals sehen wir es als unsere Aufgabe an, ethisch fundierte Orientierung und praktikable Lösungen anzubieten. Ziel ist die Förderung einer Kultur der Integrität der Finanzmarktakteure“, so Frank.

Quelle: DVFA e.V.